Ängste und Angststörungen: Arten von Angsterkrankungen, Ursachen, Hilfe
Therapie von Ängsten und Angststörungen mit Hypnosetherapie und Hypnobalancing™ in Berlin & onlineAntworten auf häufige Fragen
Was sind Ängste?
Angst ist ein natürliches, starkes und ursprüngliches menschliches Gefühl, eine emotionale Reaktion auf etwas, das uns gefährlich erscheint. Angst alarmiert uns bei Gefahr oder drohendem Schaden, unabhängig davon, ob es sich um eine physische oder psychische Gefahr handelt.
Was ist eine Angststörung?
Bei Angststörungen machen es Angstzustände schwierig, das Leben zu bewältigen. Zu den Symptomen von Angstreaktionen gehören Nervosität, Panik und Angst sowie Schweißausbrüche und ein schneller Herzschlag.
Wie häufig sind Angststörungen?
Im Laufe des Lebens haben viele Menschen es mit Angststörungen zu tun, doch wenige reden darüber.
Wann werden Ängste zu einem Problem?
Ängste werden problematisch, wenn sie unerwartet stark sind oder länger als erwartet andauern, nachdem eine belastende Situation beendet ist, wenn sie zu einer sehr starken persönlichen Beeinträchtigung führen oder wenn sie dazu führen, dass jemand nicht in der Lage ist, alltägliche Herausforderungen zu bewältigen.
Was haben Traumata mit Ängsten zu tun?
Traumata und Ängste sind eng miteinander verbunden, da traumatische Erlebnisse oft die Entstehung von Ängsten begünstigen können. Hier sind einige zentrale Zusammenhänge:
- Entwicklung von Angststörungen
- Überaktivierung des Stresssystems
- Vermeidung und Angst
- Intrusionen und Flashbacks
- Negative Glaubenssätze
Insgesamt kann ein Trauma die emotionale und psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigen und oft führen diese Erfahrungen zu verschiedenen Formen von Angst, die das tägliche Leben erheblich erschweren können.
Therapie bei Ängsten und Angststörungen
Ängste gehören zum Leben. Doch sie können außer Kontrolle geraten und krankhaft werden. Übersteigerte Angst schränkt die Lebensqualität eines Menschen ein und oft auch die der Angehörigen. Wie kommt es dazu, welche Formen der Angst beziehungsweise Angststörungen gibt es und was hilft?
Mittels Hypnotherapie lassen sich Angstreaktionen, Phobien und Panikattacken lindern, oft dauerhaft auflösen. Erfahren Sie, wie Psychotherapie mit Hypnotherapie und Hypnobalancing™ bei Ängsten und Angststörungen hilft.
Erst, wenn Sie das Video starten wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Weitere Hinweise zum Datenschutz dieser Homepage..
Ängste und Angststörungen
Nichts lähmt die Flügel der Seele so sehr wie Angst.
Sprichwort
Überblick
- Nicht jede Angst ist schlecht
- Unterschiede Angst und Angststörungen
- Arten von Ängsten und Angststörungen
- Medizinische Klärung
- Verlauf von Angststörungen
- Angsterkrankungen und Depression
- Nehmen Angststörungen mit dem Alter zu oder ab?
- Ängste und Neurotransmitter
- Klassifikationen
- Psychotherapie
- Selbsthypnose
- Selbsthilfe bei Angststörungen
- Angststörungen nach dem amerikanischen DSM-IV-TR
- Beziehung von Traumata und Ängsten
- Literatur
- Sicherheitshalber: Bitte beachten Sie diese Hinweise
Nicht jede Angst ist schlecht
Mal abgesehen von den Momenten, in denen wir uns freiwillig in Situationen begeben, die uns einen Schauer über den Rücken jagen, gehören Ängste wohl seltener zu den willkommenen Gästen. Doch es gibt verschiedene Formen der Angst. Nicht jede Angst ist schlecht. Angst ist zunächst ein notwendiger und normaler Affekt. Angst ist ein Gefühl von Alarmiertheit und Furcht, eine Reaktion auf erwartete Gefahr.
Furcht kann beispielsweise als ein realistisches, angemessenes Warnsignal vor einer realen Gefahr betrachtet werden. Das schützt uns vor Risiken, während Angststörungen wie Phobien und Panikstörungen die persönlichen Möglichkeiten erheblich einschränken. So wie etwas Lampenfieber die Sinne weckt, schadet es in seiner übersteigerten Form als Redeangst oder Auftrittsangst.
Automatische Programme
Für unser Gehirn ist die Ursache der Angst egal. Wittert es Gefahr, setzt es Mechanismen in Gang, die es sich über die Jahrtausende angeeignet hat. Unsere Körperreaktionen bei Angst sind dieselben geblieben wie bei den Steinzeitmenschen. Das Herz schlägt schneller und schneller, der Blutdruck steigt, damit mehr Sauerstoff in die Muskeln gepumpt wird, die Atemwege erweitern sich, die Pupillen werden größer, wir schwitzen, zittern bis hin zu Schwindelgefühl und Übelkeit.
Die gute Absicht hinter der Angst
All das soll dabei helfen uns entweder besser zu verteidigen oder erfolgreicher zu flüchten. Allerdings sind viele Dinge und Situationen, vor denen wir uns heute fürchten, entweder nicht mit einer relevanten Gefahr verbunden, die Angstreaktion ist unangemessen oder die Angst liefert keinen Beitrag zur Lösung und wird selbst zum eigentlichen Problem. Häufige oder sogar ständige Angst schränkt das Leben ein und wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Betroffene wissen, was es bedeutet, wenn behauptet wird: Angst frisst Seele auf.
Unterschiede Angst und Angststörung
Wann wird eine Angst zu einer Angststörung? Eine Angststörung ist vor allem gekennzeichnet durch:
- Übersteigerte Angstzustände
Angst ohne reale Bedrohung, bei der die äußeren, zumindest erkennbaren Bedingungen in Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft oder Beruf keine hinreichende Erklärung für diese Gemütsbelastung darstellen. - Ungewöhnliche Ausprägung
Die Angstzustände haben eine längere Dauer und treten häufiger auf. - Unkontrollierbarkeit
Unfähigkeit, die Angstzustände durch eigene Bewältigungsstrategien zu lösen oder auch nur zu mildern. - Erkennbares, mehr oder weniger charakteristisches Beschwerdemuster (Symptomatik der Angst) oder plötzliches Auftreten (beispielsweise Panikzustände) mit vor allem körperlichen Symptomen.
Im fortgeschrittenen Stadium kommen bei Angststörungen hinzu:
- Ausgeprägte Erwartungsangst
Die Angst vor der Angst beeinträchtigt immer stärker oder lähmt sogar. - Vermeidungs- und Rückzugsverhalten
Zunehmende Versuche Situationen oder Orte, die mit Ängsten verbunden werden, zu meiden. Während die Vermeidung unangenehmer Empfindungen grundsätzlich normal ist, ist sie bei Angststörungen übersteigert. Handelt es sich um etwas Alltägliches, neigen Betroffene dazu, sich unter konstruierten oder zumindest objektiv nicht haltbaren Vorwänden ganz aus dem Alltag zurückzuziehen. Durch das Vermeidungsverhalten gehen zunehmend zwischenmenschliche Kontakte verloren. Das hat einschneidende Konsequenzen für das Privat- und Berufsleben und kann bis zur Isolation führen. - Selbstbehandlungsversuche
Versuche, mit Genussmitteln wie Alkohol, Nikotin, Koffein, Medikamenten wie Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmitteln, gegebenenfalls Rauschdrogen wie Haschisch, Kokain, Opiaten und Designerdrogen die Ängste zu reduzieren. Solche Lösungsversuche bergen eine hohe Suchtgefahr. Außerdem bewältigen Betroffene den Alltag dann nur noch mit solchen Mitteln und der Antrieb erlahmt zunehmend, die Ursachen tatsächlich zu lösen. - Überkompensation
Überkompensationsversuche im zwischenmenschlichen, beruflichen und sogar Freizeitbereich hinsichtlich Partnern, Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Arbeitsplatz.
Arten von Ängsten und Angststörungen
Angsterkrankungen können ganz allgemein in psychisch bedingte Angststörungen, organische Angststörungen und substanzinduzierte Angststörungen unterschieden werden. Organische Angststörungen werden durch eine körperliche Erkrankung wie beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst, substanzinduzierte Angststörungen werden durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Drogen ausgelöst. Psychisch bedingte Angststörungen können wiederum in Phobien, Panikstörungen und generalisierte Angststörungen unterteilt werden.
1. Phobien
Als Phobien werden ausgeprägte, krankhafte Ängste vor einer real nicht oder kaum bedrohlichen Situation bezeichnet. Der Begriff der Phobie ist nicht immer ganz eindeutig. Es existieren auch Phobien, die nicht zwingend krankhaft sind, wie beispielsweise die Schluckangst (Phagophobie). Typisch für Phobien ist, dass sie vorhersagbar sind, also immer in bestimmten Situationen auftreten und unangemessen sind.
In den gängigen Einteilungen werden drei Gruppen von Phobien unterschieden:
a. Agoraphobie
Die Agoraphobie war ursprünglich die Angst vor weiten Plätzen. Mittlerweile umfasst der Begriff alle Situationen, bei denen vor deren Eintreten bereits eine Erwartungsangst vorhanden ist und bei denen eine Flucht nicht oder nur bedingt möglich erscheinen. Betroffene befürchten, sich dort zu übergeben, in Panik zu geraten, ohnmächtig zu werden. Deshalb werden die angstbesetzten Situationen vermieden oder nur unter großer Angst durchlitten. Typische Orte bzw. Situationen sind Menschenmengen und Einkaufscenter. Oft kommt die Agoraphobie zusammen mit Panikattacken vor. Sie beginnt meist im 2. Lebensjahrzehnt und betrifft überwiegend Frauen.
Weitere Informationen zur Agoraphobie.
b. Soziale Phobien
Die Angst, durch ungeschicktes Verhalten eine peinliche Situation auszulösen. Eine soziale Phobie beginnt überwiegend während der Pubertät und geht oft mit starken Selbstzweifeln und dem Hang zum Substanzmissbrauch einher. Verschiedene Formen der sozialen Phobie sind die Errötungsangst (Erythrophobie), die Gynäkophobie (Angst vor dem Weiblichen), sehr übersteigertes Lampenfieber, Redeangst bzw. Auftrittsangst und die Versagensangst.
Weitere Informationen zu sozialen Phobien.
c. Spezifische Phobien
Bei spezifischen Phobien handelt es sich um eine anhaltende Angst vor einem bestimmten Objekt wie beispielsweise einem Tier (Zoophobie) oder einer speziellen Situation wie beispielsweise Gewitter oder Zahnarztbesuchen. Bei der spezifischen Phobie tauchen bereits bei Gedanken an den Auslöser Angstsymptome auf. Oft beginnen spezifische Phobien schon in der Kindheit.
Zu den spezifischen Phobien gehören:
- Dunkelangst (Achluophobie)
- Emetophobie (Angst vor dem Erbrechen)
- Flugangst
- Fremdenangst (Xenophobie)
- Übersteigerte Höhenangst (Akrophobie)
- Klaustrophobie (Angst vor engen oder geschlossenen Räumen)
- Leistungsangst
- Prüfungsangst
- Schulphobie, Schulangst
- Spritzenangst
- Zahnarztangst
- Zoophobie als die Angst vor Tieren wie beispielsweise Spinnen (Arachnophobie), Schlangen oder Hunden (Canophobie).
Weitere Informationen zu spezifischen Phobien.
2. Panikstörungen
Panikstörungen sind durch wiederholte schwere Panikattacken gekennzeichnet, die entweder mit bestimmten Situationen oder Auslösern verbunden werden (Panikstörung mit Agoraphobie) oder unvorhergesehen und plötzlich auftreten (Panikstörung ohne Agoraphobie). Begleitet werden sie von der starken Angst zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren sowie ausgeprägten körperlichen Symptomen. Oft finden sich die Betroffenen als Notfall mit dem Verdacht auf ein körperliches Leiden wie einen Herzinfarkt in der Ambulanz wieder. Auch wiederholte Untersuchungen ohne Befund reduzieren die Angst vor einem erneuten Anfall nicht. Körperliche Veränderungen werden als gefährlich empfunden und schaukeln sich nach oben, bis sich die vegetativen Reaktionen bis zu Panikanfällen steigern. Deshalb sind viele Betroffene bemüht, ihren Kreislauf zu schonen. Werden körperliche Trainingsgelegenheiten vermieden, dann reagiert der Körper zukünftig noch empfindlicher.
Typische Ängste bei Panikstörungen sind:
- Übersteigerte Todesangst
- Übersteigerte Trennungsangst
- Erwartungsangst
Die Angst vor der Angst oder vor dem Unbekannten kommt sowohl bei der Panikstörung als auch bei den Phobien vor.
Weitere Informationen zu Panikstörungen.
3. Generalisierte Angststörungen
Für diese Angsterkrankung ist es typisch, dass verschiedene Alltagssituationen mit innerer Anspannung, Sorge und Befürchtungen gekoppelt sind. Daneben bestehen auch körperliche Beschwerden wie Herzklopfen, Schweißausbrüche und Beklemmungsgefühle sowie psychische Symptome wie Schreckhaftigkeit, Ruhelosigkeit, Konzentrations- und Schlafprobleme. Damit die Diagnose gerechtfertigt ist, müssen die Symptome mindestens ein halbes Jahr bestehen.
Medizinische Klärung
Nicht jede Angststörung ist rein psychotherapeutisch zu behandeln. Insbesondere wenn Ängste auftreten, für die keine relevanten Ursachen zu erkennen sind, fragen Sie bitte einen Arzt. Angst kann eine Reihe von körperlichen Ursachen haben; Nebenwirkungen von verschreibungspflichtigen oder auch frei verkäuflichen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln, übermäßiger Koffeinkonsum und körperliche Probleme.
Versuchen Sie nicht, sich selbst zu diagnostizieren.
Verlauf von Angststörungen
Ein Leben ohne Freuden ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus.
Demokrit
Die Lebensqualität vieler Betroffener ist durch die Ängste sehr eingeschränkt und das über Jahre hinweg. So unterschiedlich die Ängste und Angststörungen sind; Angststörungen verschwinden meist nicht von alleine. Deswegen sollten Betroffene so früh wie möglich therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen.
Verlauf und Prognose: Angststörungen zeigen sehr häufig einen chronischen Verlauf. Wird eine Angststörung nicht erkannt und wirksam behandelt, wird die Chronifizierung oft von längeren Krankschreibungen begleitet. Frühberentungen sind keine Seltenheit.
Ein wesentlicher Aspekt der Angststörungen aufrechterhält, ist Vermeidung. Ängstliche Menschen meiden mehr und mehr Dinge, Orte oder soziale Situationen, die für sie mit Gefahr verbunden sind. Dadurch wird die Situation meist zunehmend unerträglicher.
Angsterkrankungen und Folgen, wie Depressionen und…
Angststörungen beeinflussen das Leben der Betroffenen, deren Beziehungen zu anderen Menschen, schränken diese ein. Nicht selten greifen Betroffene daher zu Alkohol oder zu Medikamenten.
Bei länger bestehender Angsterkrankung steigt die Wahrscheinlichkeit zusätzlich an einer Depression zu erkranken. Viele Beeinträchtigungen, die durch eine Angststörung entstehen, fördern die Entwicklung depressiver Symptome. Negative Gedanken, fehlendes positives Feedback und Erfolge, sowie die typische Vermeidungs- und Schonhaltung wirken sich aus.
Warten Sie nicht unnötig lange, bis Sie sich Hilfe suchen. Um diesen Folgen vorzubeugen, ist eine möglichst frühzeitige Unterstützung und Lösung so wichtig. Wenn Sie betroffen sind, warten Sie nicht, sondern wählen Sie die für sich passende Hilfe. Angststörungen sind in der Regel sehr gut behandelbar.
Vermeidung füttert die Angst
Sigmund Freud meinte; „Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.“
Die Praxis bestätigt seine Behauptung. Um das unangenehme Gefühl der Angst zu vermeiden, werden meist auch die angstauslösenden Situationen vermieden. Dadurch wiederum ist es schwierig, die gegenteilige Erfahrung zu machen, nämlich dass diese Angstauslöser gar nicht so gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sind. Die Vermeidungshaltung trägt somit zur Angst und ihrer Aufrechterhaltung bei. Der Kreislauf aus Vermeidung und Angst kann dann zunehmend das Leben bestimmen und die Lebensqualität nimmt ab.
So oder so, sobald Ängste und Angststörungen das Leben einschränken, gilt es sich Ihnen konstruktiv zu widmen, zu handeln, statt aus Situationen zu flüchten, die zu einem erfüllenden Leben gehören. Sie lassen sich sehr gut mit zeitgemäßen Formen der Psychotherapie lösen. Je früher, desto besser.
Nehmen Angststörungen mit dem Alter zu oder ab?
Immer wieder wird gefragt, ob Angststörungen mit dem Älterwerden generell eher zu oder abnehmen. Bei allen Angststörungen besteht mit der Zeit zunehmend die Gefahr, dass durch die Belastung weitere Probleme hinzukommen wie beispielsweise depressive Verstimmungen, Probleme mit Mitmenschen oder Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Und weil all das zu Gewohnheiten werden kann, festigt sich das Verhalten und Denken, auch bei einschränkenden Auswirkungen.
Obwohl sich konditioniertes Vermeidungsverhalten mit der Zeit schwer wieder auflösen lässt, gelingt es vielen Betroffenen im Laufe ihres Lebens ihre Ängste ‑ selbst und mit Unterstützung ‑ besser in den Griff zu bekommen.
Eigene Beobachtungen aus der psychotherapeutischen Praxis sprechen nicht dafür, dass Angststörungen mit dem Älterwerden generell zunehmen. Einige Angststörungen, wie beispielsweise die Panikstörung und phobische Reaktionen scheinen mit dem Älterwerden sogar abzunehmen. Etliche Beispiele zeigen, dass Psychotherapie bei Ängsten und Angststörungen auch bei älteren Menschen wirksam ist, selbst wenn diese bereits seit Jahrzehnten unter Angstsymptomen leiden. Mitunter bedarf es etwas mehr Zeit, doch es lohnt sich.
Ängste und Neurotransmitter
Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe im Gehirn, die Gedanken und Gefühle eines Menschen zu regulieren. Manchmal gibt es ein Problem bei der Nachrichtenübertragung des Gehirns aufgrund eines chemischen Ungleichgewicht.
Zwei der wesentlichen Neurotransmitter, die Gefühle eines Menschen beeinflussen, sind Serotonin und Dopamin. Bei einem Ungleichgewicht dieser Stoffe kann es zu depressiven oder ängstlichen Zuständen kommen.
Klassifikation
Klassifikation nach ICD-10:
F40.0 Agoraphobie
F40.1 Soziale Phobien
F40.2 Spezifische (isolierte) Phobien
F40.8 Sonstige phobische Störungen
F40.9 Phobische Störung, nicht näher bezeichnet
F41.0 Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst)
F41.1 Generalisierte Angststörung
F41.2 Angst und depressive Störung, gemischt
Psychotherapie bei Angststörungen
Gerade bei Angststörungen stehen sehr viele Therapieformen zur Auswahl. Dabei sind die Erfolgsaussichten insgesamt im Vergleich zu anderen psychotherapeutischen Themen sehr hoch. In der Praxis hat sich eine Kombination verschiedenster Interventionen bewährt, die auf die jeweilige Angststörung und Persönlichkeit abgestimmt werden. Werden diese in Trance mittels Hypnosetherapie und Hypnobalancing™ erlebt, nimmt die Intensität deutlich zu, weil das menschliche Unbewusste hier einbezogen wird. Auch mit kurzzeittherapeutischen Ansätzen lassen sich Angststörungen bearbeiten und erzielen oftmals in wenigen Stunden beachtliche Ergebnisse.
Selbsthypnose
Wo es sich anbietet, vermittle ich Ihnen Selbsthypnose zur Ergänzung der hypnotherapeutischen Sitzungen. Selbsthypnose ist ein Werkzeug, um unbewusste Prozesse und somit mentale Zustände selbst zu steuern.
Nachdem Sie mit meiner Unterstützung positive Tranceerfahrungen gemacht haben, können Sie Selbsthypnose sehr schnell erlernen. Das hilft Ihnen auch außerhalb der Therapie selbstbestimmt voranzukommen. Es beschleunigt den Prozess, vertieft und festigt das Erreichte. Ihre Eigenständigkeit wird so gefördert. Ein guter Therapeut macht sich so schnell wie möglich überflüssig. Selbsthypnose ist eine hervorragende Methode zur Selbsthilfe, die über das eigentliche Thema hinaus sehr bereichernd ist.
Selbsthilfe bei Ängsten und Angststörungen
Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen können, das Auftreten und die Intensität von Ängsten zu reduzieren, sowie die Symptome, die Sie während einer Panikattacke erleiden, zu minimieren. Sie ersetzen keine Psychotherapie!
Was Sie selbst bei Ängsten und Angststörungen tun können
Treten Ängsten auf, dann sollten Sie reagieren. Beispielsweise, wenn Sie bei sich selbst Ängste beobachten, die Sie für übertrieben oder unsinnig halten, auf einmal Orte oder Situationen vermeiden, die an sich nicht gefährlich sind und die Ihnen früher nichts ausgemacht haben.
Sind die Ängste nicht zu stark ausgeprägt, suchen Sie die angstauslösenden Orte oder Situationen ganz bewusst wiederholt auf. Stellen Sie sich Ihrer Angst! Halten Sie sich so lange in der Situation auf, bis die Angst deutlich abgenommen hat. Verzichte Sie möglichst auf alles, das Ihnen in der Situation äußerliche Sicherheit vermitteln könnte, wie beispielsweise Glücksbringer oder eine vertraute Person. Ausnahmen sind Techniken, die Sie alleine einsetzen können. Sie lernen so, dass Sie es selbst schaffen können. Die Konfrontation mit den angstbesetzten Situationen oder Reizen fördern Erfahrungen, mit denen die Gefahr relativiert werden. Dadurch gelingt es, die Angst mit der Zeit zu reduzieren.
Haben Sie beispielsweise Angst vor Hunden, suchen Sie sich bewusst die Nähe von Hunden. Bei Angst in der U-Bahn verbringen Sie dort mehr Zeit und steigen Sie auch dann nicht aus, wenn Sie am liebsten flüchten würden. Und wenn Sie bei Publikum intensives Lampenfieber haben, begeben Sie sich freiwillig wiederholt in solche Situationen, bis Ihnen der Auftritt leichter fällt und sogar Spaß macht.
In Situationen, in denen die meisten Menschen aufgeregt sind oder Angst haben, können Sie Atemübungen oder Entspannungstechniken nutzen. Diese gilt es vorab so gut zu verinnerlichen, dass sie bei Bedarf zur Verfügung stehen.
Zögern Sie im Zweifelsfall nicht, sich Unterstützung zu suchen. Bei den vielen Therapieverfahren gibt es sicherlich einige, mit denen sich auch Ihre Ängste erfolgreich behandeln lassen.
Was Sie bei Ängsten und Angststörungen nicht tun sollten
Gehen Sie den Situationen, die Ihnen Angst machen, nicht aus dem Weg. Vermeidungsverhalten führt dazu, dass sich die Angst verfestigt und sogar noch zunehmen kann.
Auch Eigenmedikamentierung durch Alkohol, Drogen wie Marihuana oder Beruhigungsmittel (sogenannte Benzodiazepine) mag eventuell für kurze Zeit vermeintliche Erleichterung bringen. All das führt dann aber dazu, dass Sie immer mehr auf die Substanzen angewiesen sind, um die Angst zu auszuhalten. So kann sich schnell eine Abhängigkeit entwickeln. Ein Arzt Ihres Vertrauens berät Sie dazu.
Angststörungen nach dem amerikanischen DSM-IV-TR
Das DSM-IV-TR beschreibt als psychiatrische Diagnoseschema der USA die folgenden Angststörungen:
- Panikstörung ohne Agoraphobie
- Panikstörung mit Agoraphobie
- Agoraphobie ohne Panikstörung in der Vorgeschichte
- Spezifische Phobie
- Soziale Phobie
- Generalisierte Angststörung
- Zwangsstörung
- Posttraumatische Belastungsstörung
- Akute Belastungsstörung
- Angststörung aufgrund eines medizinischen Krankheitsfaktors
- Substanzinduzierte Angststörung
Beziehung von Traumata und Ängsten
Traumata und Ängste sind eng miteinander verbunden, da traumatische Erlebnisse oft die Entstehung von Ängsten begünstigen können. Hier sind einige zentrale Zusammenhänge:
1. Entwicklung von Angststörungen
Ein Trauma kann eine tiefgreifende psychologische Reaktion hervorrufen, die oft mit intensiver Angst verbunden ist. Dies kann dazu führen, dass sich spezifische Angststörungen wie posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Panikstörungen oder spezifische Phobien entwickeln. Zum Beispiel könnte eine Person nach einem Autounfall Angst vor dem Autofahren entwickeln.
2. Überaktivierung des Stresssystems
Traumatische Erlebnisse können das Stresssystem des Körpers dauerhaft über aktivieren. Das bedeutet, dass das Gehirn ständig in einem Zustand der „Alarmbereitschaft“ bleibt, was zu anhaltender Angst und Hypervigilanz führen kann. Betroffene fühlen sich oft unsicher und sind ständig auf der Hut vor möglichen Gefahren, selbst in eigentlich sicheren Situationen.
3. Vermeidung und Angst
Menschen, die ein Trauma erlebt haben, neigen oft dazu, Situationen oder Orte zu vermeiden, die sie an das Trauma erinnern. Diese Vermeidung ist eine Schutzstrategie, um die intensiven Gefühle von Angst und Panik zu reduzieren. Allerdings kann dies langfristig zu einer Verstärkung der Angst führen, da die Betroffenen immer mehr Situationen meiden und so ihre Angstspirale verfestigen.
4. Intrusionen und Flashbacks
Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung erleben Betroffene häufig wiederkehrende, unkontrollierbare Erinnerungen an das Trauma, sogenannte Intrusionen oder Flashbacks. Diese können von intensiver Angst begleitet sein, als ob das Trauma im Moment erneut erlebt wird.
5. Negative Glaubenssätze
Traumata können das Selbstbild und das Weltbild einer Person nachhaltig beeinflussen. Betroffene entwickeln häufig negative Glaubenssätze wie „Die Welt ist unsicher“ oder „Ich bin nicht in der Lage, mich zu schützen“, die wiederum zu einem erhöhten Angstniveau beitragen können.
Insgesamt kann ein Trauma die emotionale und psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigen und oft führen diese Erfahrungen zu verschiedenen Formen von Angst, die das tägliche Leben erheblich erschweren können.
Damit Sie leichter entscheiden können, ob therapeutische Begleitung jetzt hilfreich ist
Vielleicht spüren Sie schon länger, dass etwas in Ihnen Entlastung sucht.
Angst, innere Unruhe, Panik, alte Erfahrungen oder körperliche Alarmreaktionen können viel Kraft binden. Viele Menschen versuchen zunächst, allein damit zurechtzukommen. Sie funktionieren, halten durch und hoffen, dass es irgendwann leichter wird.
Gleichzeitig kann der Gedanke an therapeutische Unterstützung Fragen auslösen:
- Wird das zu viel?
- Darf ich in meinem Tempo beginnen?
- Passt mein Thema überhaupt hierher?
- Wie fühlt sich so eine Zusammenarbeit an?
- Und woran erkenne ich, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist?
- Solche Fragen sind verständlich. In einer sorgfältigen therapeutischen Begleitung steht am Anfang immer Orientierung. Wir schauen gemeinsam, was
- Sie belastet, was Sie brauchen und welcher Rahmen für Sie passend ist.
Sie dürfen in Ihrem Tempo ankommen. Sie dürfen sortieren. Sie dürfen mit einfachen Worten beginnen. Sicherheit, Stabilisierung und ein gutes therapeutisches Tempo haben Vorrang.
Professionelle Unterstützung ist ein Ausdruck von Selbstverantwortung. Sie kann helfen, das eigene Erleben besser zu verstehen, innere Ressourcen zu stärken und Schritt für Schritt mehr Handlungsspielraum zu entwickeln.
Eine hilfreiche Frage für Ihre Entscheidung kann sein:
Wie sehr beeinflussen Angst, Anspannung oder alte Erfahrungen inzwischen Ihr Leben?
Vielleicht möchten Sie für sich prüfen:
- Wie viel Raum nehmen Angst, innere Unruhe oder belastende Gedanken in Ihrem Alltag ein?
- Welche Situationen vermeiden Sie inzwischen?
- Wie sehr beeinträchtigt das Thema Ihre Arbeit, Ihre Beziehungen oder Ihre Lebensfreude?
- Wie gut gelingt es Ihnen, sich zu konzentrieren und innerlich zur Ruhe zu kommen?
- Wie viel Kraft kostet es, nach außen zu funktionieren?
- Was wäre möglich, wenn wieder mehr Sicherheit, Ruhe und Selbstvertrauen entstehen?
- Wenn Sie sich in einigen dieser Fragen wiedererkennen, kann ein erster Kontakt hilfreich sein.
Ein erster Eindruck vor dem persönlichen Kontakt
Therapie ist eine persönliche Zusammenarbeit. Deshalb spielt Vertrauen eine wichtige Rolle.
Manchmal erleichtert es die Entscheidung, wenn jemand aus dem eigenen Umfeld bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Oft entsteht der erste Eindruck über die Informationen auf einer Website, über ein Profil, über Texte oder Videos.
Auf diesen Seiten finden Sie daher ausführliche Informationen zu meiner Arbeitsweise, meinem therapeutischen Hintergrund und dem Ablauf der Zusammenarbeit.
Ich arbeite mit integrativer Psychotherapie und hypnotherapeutischen Elementen. Das bedeutet: Die Methode folgt dem Menschen. Entscheidend ist, was Sie in Ihrer aktuellen Situation brauchen, damit wieder mehr Sicherheit, Orientierung, Selbstwirksamkeit und innerer Spielraum möglich werden.
So können Sie in Ruhe prüfen, ob mein Angebot, meine Haltung und meine Art zu arbeiten zu Ihrem Anliegen passen.
Wenn Sie klären möchten, ob eine Zusammenarbeit für Ihr Anliegen passend sein kann, schreiben Sie mir gern über das Kontaktformular kurz, worum es geht.
Was kostet therapeutische Begleitung mit hypnotherapeutischen Elementen?
Viele Menschen fragen vor der ersten Kontaktaufnahme:
Was kostet Hypnotherapie?
Wie viele Sitzungen sind bei Ängsten, Angststörungen oder Traumafolgen sinnvoll?
Welche Gesamtkosten können entstehen?
Diese Fragen sind verständlich. Jeder therapeutische Prozess ist individuell.
Die Gesamtkosten ergeben sich aus dem Honorar pro Sitzung und der Anzahl der Sitzungen. Diese hängt unter anderem von Ihrem Anliegen, Ihrer aktuellen Belastung, Ihren Zielen, Ihren Lebensumständen und dem therapeutischen Verlauf ab.
Im ersten Kontakt und in der ersten Sitzung klären wir gemeinsam, welcher Rahmen für Sie passend ist.
Honorar für therapeutische Sitzungen
Die folgenden Honorare gelten für Sitzungen während meiner regulären Geschäftszeiten:
Montag bis Donnerstag, 07:00 bis 17:00 Uhr
Psychotherapeutisches Vorgespräch zur Indikations- und Rahmenklärung
Telefonisches Vorgespräch im Rahmen der psychotherapeutischen Vorbereitung
Dauer: bis maximal 30 Minuten
45 Euro
Das Vorgespräch dient der Klärung des Anliegens, möglicher Voraussetzungen, des passenden Rahmens und offener therapeutisch relevanter Vorfragen vor einer möglichen Zusammenarbeit.
Therapeutische Interventionen und Behandlungsschritte sind den regulären Sitzungen vorbehalten.
Telefonische Sitzungen und Online-Sitzungen
179 Euro je Sitzungsstunde à 60 Minuten
Sitzungen in der Praxis in Berlin
219 Euro je Sitzungsstunde à 60 Minuten
Die erste Sitzung dauert in der Regel 90 Minuten.
Folgesitzungen können je nach Anliegen und Verlauf 60 oder 90 Minuten dauern.
Hinweis
Die Honorare für psychotherapeutische Heilbehandlungen werden, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, umsatzsteuerfrei berechnet. Die steuerliche Behandlung richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben.
Termine mit erhöhter Flexibilität
Wenn Sie eine höhere Flexibilität bei kurzfristigen Terminänderungen wünschen, kann dies vorab vereinbart werden.
Für diese Option erhöhen sich die Honorare um:
35 Euro je 60 Minuten
Damit ist eine einmalige Terminänderung bis zu 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.
Bei regulären Terminen können Sitzungen bis zu 120 Minuten einmalig bis zu 72 Stunden vorher verschoben werden. Dabei zählen Werktage von Montag bis Freitag, ohne Feiertage.
Für längere Termine oder Terminblöcke gelten gesonderte Vereinbarungen.
Kurzfristig abgesagte, versäumte oder sehr spät verschobene Termine werden in der Regel vollständig berechnet, da die reservierte Zeit verbindlich für Sie freigehalten wird.
Termine außerhalb der regulären Geschäftszeiten
Für Termine außerhalb der regulären Geschäftszeiten, an Wochenenden oder Feiertagen erhebe ich in Absprache einen Aufschlag von 20 bis 35 Prozent.
Wenn Anreise oder Übernachtung erforderlich sind, wird der Aufwand vorab nach Absprache und schriftlicher Vereinbarung berechnet.
Zahlung
Das Honorar wird per Überweisung gezahlt.
Für die erste Sitzung ist der Zahlungseingang spätestens 14 Tage vor dem Termin vorgesehen.
Für Folgetermine ist der Zahlungseingang spätestens 7 Tage vor dem Termin vorgesehen.
Die Details zur Zahlung erhalten Sie rechtzeitig per E-Mail. So sind die Rahmenbedingungen vor Beginn der Zusammenarbeit klar und nachvollziehbar.
Kostenübernahme durch Krankenkassen und Versicherungen
Die Kosten für meine therapeutischen Sitzungen werden in der Regel privat getragen.
Private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder Zusatzversicherungen können je nach Vertrag andere Regelungen haben.
Bitte klären Sie eine mögliche Erstattung vorab direkt mit Ihrer Versicherung oder Beihilfestelle.
Sie erhalten eine Rechnung über die erbrachten Leistungen. Falls für private Versicherungen, Beihilfe oder Zusatzversicherungen weitere Angaben erforderlich sind, klären wir dies im Rahmen der geltenden fachlichen und rechtlichen Möglichkeiten.
Mehr zur Kostenübernahme durch Krankenkassen und Versicherungen.
Widerruf, Rücktritt und Terminverbindlichkeit
Bei Terminvereinbarungen per Telefon, E-Mail oder Onlineformular können gesetzliche Widerrufsregelungen gelten.
Die konkreten Vereinbarungen zu Terminbeginn, Terminverschiebung, Absage und Berechnung reservierter Zeiten erhalten Sie im Rahmen der Terminvereinbarung schriftlich.
So haben Sie vor Beginn der Zusammenarbeit Klarheit über Ablauf, Honorar und Rahmenbedingungen.
Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?
Die erste Sitzung dauert in der Regel 90 Minuten.
Folgesitzungen dauern je nach Anliegen und Verlauf meist 60 oder 90 Minuten.
Die Anzahl der Sitzungen ist individuell. Bei Ängsten und Angststörungen erlebe ich häufig Verläufe von etwa 3 bis 8 Sitzungen. Manche Menschen benötigen weniger Termine, andere wünschen oder brauchen über einen längeren Zeitraum Begleitung.
Nach den ersten Sitzungen lässt sich meist besser einschätzen, welcher weitere Umfang sinnvoll sein kann. Auch Sie selbst bekommen dann häufig ein klareres Gefühl dafür, was Ihnen hilft und wie sich der Prozess entwickelt.
Was die Therapiedauer beeinflusst
Die Dauer eines therapeutischen Prozesses hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Art und Intensität der Belastung
- Dauer der Beschwerden
- bisherige Erfahrungen mit Therapie oder Selbsthilfe
- aktuelle Lebensumstände
- körperliche und emotionale Belastbarkeit
- verfügbare Ressourcen
- Qualität der therapeutischen Zusammenarbeit
- Möglichkeiten zur Umsetzung im Alltag
Manchmal kann sehr zügig eine spürbare Entlastung entstehen.
Manchmal braucht es zuerst Stabilisierung, Orientierung und den Aufbau innerer Sicherheit.
Gerade bei Ängsten und Traumafolgen ist ein passendes Tempo wichtig. Therapeutische Arbeit soll tragfähig sein und zu Ihrer aktuellen Situation passen.
Die Bedeutung der therapeutischen Zusammenarbeit
Ein wichtiger Faktor ist die Qualität der Zusammenarbeit.
Wenn Sie sich verstanden fühlen, Vertrauen entwickeln und der therapeutische Rahmen für Sie stimmig ist, kann sich das förderlich auf den Verlauf auswirken.
Oft entsteht nach den ersten ein bis zwei Sitzungen ein besseres Gefühl dafür, ob die Zusammenarbeit passt und welcher weitere Rahmen sinnvoll ist.
Damit Sie sich vorab einen Eindruck verschaffen können, finden Sie auf diesen Seiten Informationen über mich, meine therapeutische Haltung und meine Arbeitsweise.
Der nächste Schritt
Wenn Sie klären möchten, ob eine Zusammenarbeit für Ihr Anliegen passend sein kann, schreiben Sie mir bitte über das Kontaktformular.
Beschreiben Sie kurz, worum es ungefähr geht.
Dann klären wir gemeinsam, welcher Rahmen sinnvoll ist und wie ein möglicher nächster Schritt aussehen kann.
Terminreservierung
Bitte lesen Sie vor Ihrer Terminreservierung die wichtigen Informationen mit den Hinweisen zu den Kontraindikationen für Psychotherapie mit Hypnotherapie. Reservieren Sie nur dann Termine, wenn Sie mit den auf diesen Seiten veröffentlichten genannten Voraussetzungen einverstanden sind. Grundlegende Fragen habe ich hier für Sie beantwortet. Für den Erfolg Ihrer Behandlung sind diese Informationen von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie das anspricht, dann freue ich mich auf intensive Sitzungen mit Ihnen. Gut informiert können wir uns gezielt Ihnen und Ihrem Anliegen widmen.
Für Ihre Terminvereinbarung können Sie den Kontakt vorzugsweise per E-Mail mail@noack-hypnose.de (Datenschutz) sowie per Telefon 030 – 864 213 69 aufnehmen. Im Anschluss erhalten Sie dann eine Bestätigung Ihrer Vorreservierung per E-Mail. In dieser Antwortmail finden Sie die Hinweise für die erste Sitzung. Dies geschieht in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Sollten Sie keine Antwort erhalten, dann könnte es daran liegen, dass eine Mail im Spamfilter gelandet ist. In einem solchen Fall rufen Sie bitte nochmals an.
Es sind nur wenige Praxisstunden verfügbar und die wollen gut genutzt werden. Das Honorar für einzelne Sitzungsstunden ist deshalb stets mittels Überweisung vollständig mit Zahlungseingang spätestens 14 Tage vor dem ersten Treffen und bei weiteren 7 Tage vorher zu begleichen. Details dazu sende ich Ihnen per Mail, damit Sie auch hier gut informiert sind.
Weshalb spätestens 14 beziehungsweise 7 Tage vorher? Termine, die nicht mit Zahlungseingang bestätigt worden sind, fallen auffällig häufiger aus. Und die wiederholten Nachfragen nehmen sehr viele Zeit in Anspruch. Ich stehe deswegen gerade vor der Entscheidung, ob und wie ich die Honorare entweder deutlich anpasse, um das aufzufangen oder die Organisation konsequent so zu gestalten, dass es für alle Beteiligten fair ist. Aus diesem Grund biete ich auch testweise zwei Optionen hinsichtlich der Terminverschiebung bei den Honoraren an.
Es stehen hier in der Woche maximal 20 Stunden für Psychotherapie zur Verfügung und jeder ausgefallene Termin bedeutet für Betroffene, dass sie meine Hilfe nicht in Anspruch nehmen können. Ich verstehe, wenn es anders für Sie angenehmer wäre, doch ist diese Lösung für alle Beteiligten die fairste.
Sie können bei zeitnahen Terminen Echtzeitüberweisung (kostet bei der Sparkasse Berlin wenige Cent) nutzen und die Überweisung benötigt wenige Minuten oder wir vereinbaren einen Termin mit entsprechendem Vorlauf.
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und freue mich auf eine intensive Zusammenarbeit.
Wer Sie begleitet
Mein Name ist Karsten Noack.
Seit 1998 begleite ich Menschen therapeutisch bei Ängsten, Angststörungen, Traumafolgen und innerer Überforderung – in Berlin-Charlottenburg und online.
In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder: Viele Menschen tragen nach außen Verantwortung, wirken leistungsfähig und halten im Alltag vieles zusammen. Zugleich kostet es innerlich viel Kraft, mit Angst, Anspannung, alten Erfahrungen oder körperlichen Alarmreaktionen zu leben.
Meine therapeutische Arbeit basiert auf integrativer Psychotherapie mit hypnotherapeutischen Elementen. Ich verbinde verschiedene bewährte Ansätze und stimme das Vorgehen auf Ihre Situation, Ihre Belastbarkeit und Ihre Ziele ab.
Wichtig sind mir ein geschützter Rahmen, ein passendes Tempo, fachliche Sorgfalt und eine klare Orientierung an dem, was Sie in Ihrer aktuellen Situation brauchen.
Im Mittelpunkt steht die Frage:
Was hilft Ihnen jetzt, wieder mehr Sicherheit, Orientierung, Selbstwirksamkeit und inneren Spielraum zu entwickeln?
Ein persönlicher Eindruck
Therapie ist eine persönliche Zusammenarbeit. Deshalb kann es hilfreich sein, bereits vor der ersten Kontaktaufnahme einen Eindruck davon zu bekommen, wer Sie begleitet.
In meinem Profil erfahren Sie mehr über meinen beruflichen Weg, meine Erfahrung, meine therapeutische Haltung und meine Art zu arbeiten.
So können Sie in Ruhe prüfen, ob mein Angebot und meine Arbeitsweise zu Ihrem Anliegen passen.
Mehr über mich (Karsten Noack) erfahren
Sitzungen auf Deutsch oder Englisch
Die Sitzungen können wahlweise auf Deutsch oder Englisch stattfinden.
Wichtig ist, dass Sie sich im Gespräch gut aufgehoben, verstanden und sorgfältig begleitet fühlen.
Transparenz zum therapeutischen Rahmen
Meine therapeutische Tätigkeit erfolgt im Rahmen meiner Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.
Sie sind nicht in Berlin, bzw. wünschen sich eine Alternative zum Praxisbesuch?
Sie sind nicht in Berlin oder wollen bzw. können aus anderen Gründen nicht in die Praxis kommen? Dann lohnt es sich, die folgenden Informationen zu den Optionen zu lesen:
a. Anreise
Für Klienten, die anreisen, besteht bei frühzeitiger Reservierung die Möglichkeit, an aufeinander folgenden Tagen jeweils 2 Sitzungen an einem Tag durchzuführen. Es gilt in einem telefonischen Gespräch vorab zu klären, ob das eine empfehlenswerte Option ist, da hierfür entsprechende Voraussetzungen erforderlich sind. Jegliche Quellen zusätzlichen Drucks sind im Interesse des Therapieerfolgs zu vermeiden.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Anreise.
b. Onlinesitzungen
Manchmal ist ein persönliches Treffen nicht möglich oder ideal. In solchen Fällen ist eine Telefonsitzung oder eine Sitzung mit Videounterstützung über das Internet eine Alternative oder Ergänzung. Seit vielen Jahren nutze ich dieses Setting und viele Klient:innen haben damit sehr gute Erfolge erzielt. Die Erfahrungen machen es leicht, auch auf diesem Weg sehr intensive Sitzungen zu realisieren. Sie sind flexibler und können auch sehr zeitnah meine Unterstützung nutzen. Es gelten aktuell reduzierte Honorare für solche Sitzungen.
Auch hinsichtlich des Coronavirus sind Sie auf der sicheren Seite. Das ist übrigens auch eine Option, falls Sie einmal überraschend verhindert sein sollten.
Fragen Sie mich ruhig persönlich
Die Anzahl der Anfragen ist aktuell umfangreicher, als der Tag dafür freie Stunden hat. Meist sind es Fragen, die ich ohnehin auf der Homepage ausführlich beantwortet habe. Deswegen nehme ich Anfragen aktuell ausschließlich über das Kontaktformular an. Patienten erhalten mit Therapiebeginn Telefonnummern, unter denen ich für sie erreichbar bin. Üblicherweise bin ich im Einsatz, hinterlassen Sie dann bitte eine Nachricht mit Ihrer Telefonnummer in Deutschland. Denken Sie unbedingt daran, sehr konkret den Anlass des Anrufs zu nennen. Ich rufe dann so schnell wie möglich zurück.
Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen erreichen Sie mich vorzugsweise mittels nachfolgendem Kontaktformular. Sonst per E-Mail: mail@noack-hypnose.de. Die Hinweise zum Datenschutz sind hier.
So oder so: Bitte lesen Sie vorher die entsprechenden organisatorischen Hinweise (Honorare, Dauer, Kostenübernahme durch Versicherer, Kontraindikationen etc.). Häufige Fragen beantworte ich schon auf der Homepage. Sie finden hier auch zahlreiche Beiträge (Profil), die Ihnen helfen sich einen Eindruck von mir zu machen. So können Sie auch besser entscheiden, ob ich der passende Therapeut für Sie und Ihr Thema bin. Transparenz ist mir wichtig.
Nachricht
Vorzugsweise bitte dieses Formular nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist Ihnen überlassen, was Sie eintragen. Umso genauer Sie sind, desto einfacher machen Sie mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklären Sie sich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Ihnen ist bekannt, dass Sie Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs! ...". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden.
Anmerkungen:
In der Adresszeile Ihres Browsers sollte die URL beginnen mit „https://www.noack-hypnose.de/...”, daran erkennen Sie eine sichere Verbindung (SSL). Ob Sie Ihren tatsächlichen Name eingeben, ist Ihnen überlassen.
Hypnotherapie bei Asperger-Autismus: Möglichkeiten, Grenzen und ein achtsamer Rahmen
Hypnotherapie im Autismus-Spektrum: Möglichkeiten, Grenzen und ein klarer Rahmen für mehr Selbstregulation, innere Stabilität und Sicherheit.
Die Bedeutung der Selbstliebe bei Ängsten und Traumata
Weshalb ist Selbstliebe so wichtig?
Nehmen Ängste und Traumata zu? Die Wahrheit hinter dem Eindruck
Immer mehr Menschen fühlen sich überfordert.
Angstzustände, Schlafprobleme, innere Unruhe – oft ohne klaren Auslöser.
Aber nehmen Ängste wirklich zu?
Oder verstehen wir heute einfach besser, was in uns vorgeht?
Trigger bei komplexen Traumata – Warum der Körper reagiert, obwohl alles sicher scheint
Trigger sind kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck tiefer, gespeicherter Erfahrungen im Nervensystem. Besonders bei komplexen Traumata können kleinste Reize intensive Reaktionen auslösen – ohne dass Sie es bewusst wollen oder verstehen.
Schluss mit dem ständigen Körperscan – Raus aus der Fixierung auf Symptome
Sie beobachten Ihren Körper ständig – aus Angst, etwas könnte nicht stimmen?
In diesem Video erfahren Sie, warum diese Fixierung Ihre Symptome verstärkt – und wie Sie sich Schritt für Schritt davon befreien.
Angst & Burnout verstehen – Wenn Ihr Nervensystem nicht mehr kann
Sie wachen auf – und fühlen sich schon erschöpft.
Ihr Herz rast, Ihr Körper liegt schwer im Bett.
Kein klarer Gedanke. Nur Unruhe. Und Müdigkeit. Gleichzeitig.
Häufige Fragen Betroffener von Ängsten und Angststörungen
Hoffnung und Furcht sind unzertrennlich, und es gibt keine Furcht ohne Hoffnung und keine Hoffnung ohne Furcht.
La Rochefoucauld
Fragen, die häufiger gestellt werden, beantworte ich gleich für alle interessierten Leser. Hier einige Antworten auf besonders häufige Fragen zur Angsttherapie:
- Wann ist der beste Moment für eine Therapie von Ängsten und Angststörungen?
- Ist Angst gefährlich?
- Ist ein Leben ohne Angst möglich?
- Ist Angst angeboren?
- Auswirkungen von Ängsten und Angststörungen auf Beziehungen
- Nehmen Angststörungen mit dem Alter ab oder zu?
- Welche Rolle spielt Stress bei Ängsten und Angststörungen?
- Was bedeutet die Angst vor der Angst?
- Machen Sorgen anfälliger für Angststörungen und Panikattacken?
- Gibt es einen Zusammenhang von Ängsten und Übergewicht?
- Wie ist das mit Vermeidungsverhalten bei Ängsten und Angststörungen?
- Ist Angst reine Kopfsache?
- Welche Rolle spielt Adrenalin bei Angst?
- Wie wirken sich Ängste auf Beziehungen aus?
- Hilft Bewegung bei Ängsten?
- Wie kann Betroffenen durch nahestehende Menschen geholfen werden?
- Welche Rolle spielt die Amygdala?
- Welche Folgen hat Perfektionismus auf Ängste
- Ablenkung bei Ängsten?
- Was hat es bei Angststörungen mit der Angst vor der Angst auf sich?
- Wie kann eine Angststörung entstehen?
- Wie beeinflussen sich Ängste und Atmung?
- Mythen über die Behandlung von Ängsten
- Kann sehr helles Licht Stresshormone und Angstzustände verstärken?
- Was tun bei Angstsymptomen und Angstzuständen?
Sicherheit, Transparenz und guter Rahmen
Damit Sie gut informiert entscheiden können, finden Sie auf dieser Website ausführliche Informationen zu folgenden Themen:
- Honorar
- Kennenlernen und erster Kontakt
- Hinweise zum therapeutischen Rahmen
- Situationen, in denen ein anderer oder ergänzender fachlicher Rahmen sinnvoll ist
Diese Informationen helfen Ihnen, sich in Ruhe ein Bild von meiner Arbeitsweise, dem Ablauf und den Rahmenbedingungen zu machen.
Offene Fragen klären wir gern im persönlichen Kontakt.
Wichtige Hinweise
Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information und Orientierung.
Persönliche therapeutische Begleitung, ärztliche Untersuchung, medizinische Diagnostik, psychiatrische Behandlung und medikamentöse Verordnungen gehören in einen individuell passenden fachlichen Rahmen.
Bei akuten Krisen, Suizidgedanken, psychotischen Symptomen, schweren körperlichen Beschwerden oder dringendem medizinischem Klärungsbedarf wenden Sie sich bitte direkt an ärztliche, psychiatrische oder zuständige psychotherapeutische Stellen, an eine psychiatrische Notaufnahme oder an den Notruf 112.
In Berlin steht zusätzlich der Berliner Krisendienst als Anlaufstelle für psychosoziale Krisen zur Verfügung.
Abgrenzung zur ärztlichen Tätigkeit
Meine therapeutische Tätigkeit erfolgt im Rahmen meiner Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.
Ich arbeite therapeutisch mit integrativer Psychotherapie und hypnotherapeutischen Elementen.
Medizinische Diagnosen, ärztliche Untersuchungen, psychiatrische Behandlungen und Medikamentenverordnungen gehören in ärztliche beziehungsweise psychiatrische Hände.
In meiner Arbeit stehen sorgfältige therapeutische Begleitung, Orientierung, Ressourcenaktivierung, Stabilisierung und ein passender Prozess für Ihre Situation im Mittelpunkt.
Kontaktaufnahme
Wenn Sie Fragen zu therapeutischen Sitzungen mit mir haben oder klären möchten, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen passt, nutzen Sie bitte bevorzugt das Kontaktformular.
Alternativ können Sie mir eine E-Mail schreiben:
mail@noack-hypnose.de
Beschreiben Sie kurz, worum es ungefähr geht. Danach klären wir gemeinsam, welcher Rahmen sinnvoll ist und wie ein möglicher nächster Schritt aussehen kann.
Ich freue mich darauf, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.
Kanal @aengste bei YouTube
Auf dem Kanal youtube.com/@aengste veröffentliche ich Videos zu Ängsten, Angststörungen, Traumata sowie Folgen narzisstischen Missbrauchs. Es gelten die Datenschutzhinweise von Google/YouTube.
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2001
Letzte Überarbeitung: 12. Februar 2026
K: CNA
Ü:
#A42661
Englische Version:






