Trance: Arten, Wirkung, Erzeugung, Rolle in der Hypnose und Hypnosetherapie

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Praxis für Hypnotherapie in Berlin - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

Definition von Trance

 

Unter Trance wird ein veränderter Bewusstseinszustand verstanden. Der damit verbundene Zustand der Fokussierung kann sich auf die unterschiedlichsten Arten zeigen.

Das Wort Trance beschreibt den Zustand, in dem ein Mensch ist und das Wort Hypnose den Prozess, mit dem ein Mensch in Trance geht. Das Wort Trance stammt vom alten französischen Wort „transe“ im Sinne von hinübergehen, überschreiten. Die durch Hypnose erzeugte Trance nutzt einen Bewusstseinszustand, der die Konzentration auf bestimmte Aspekte richtet und die Ansprechbarkeit des Unbewussten erhöht.

 

 

  

Formen der Trance

 

Es gibt verschiedene Formen der Trance, wie beispielsweise die spirituelle Trance, die hypnotische Trance, die halluzinogene, also durch Drogen hervorgerufene Trance, durch Schmerz oder auch durch Bewegung induzierte Trance.

  • Veränderter Muskeltonus (entweder Starre oder Hyperaktivität)
  • Unwillkürliche Bewegungen (beispielsweise Carpenter-Effekt)
  • Schmerz- und Empfindungslosigkeit
  • Spezielles Gefühl der Kontrolle
  • Besonders intensive Emotionalität

 

 

  

Ebenen der hypnotischen Trance

 

Hypnotische Trance baut auf mehreren Ebenen auf. Wobei nicht jedes Mal jede Ebene beteiligt sein muss.

 

Ebenen der hypnotischen Trance:

  • Physiologische Entspannung
  • Fokussierung
  • Regression
  • Transzendente Aktivierung
  • Transpersonale Aktivierung

 

 

 

  

Trancephänomene

 

Sehr unterschiedliche Trancephänomene sind möglich. Es können beispielsweise Erinnerungsverlust und Erinnerungen hervorgerufen, Schmerzen kurzzeitig oder dauerhaft entfernt, Erlebnisse und damit verbundene Gefühle, Reaktionen und Verhalten verstärkt oder beeinflusst werden.

 

Trancezeichen oder Tranceindikatoren sind Merkmale, die sich beim Hypnotisanden zeigen, wenn er in Trance geht bzw. wie tief er in Trance ist.

So erkennt der Hypnotherapeut in welchem Zustand sich sein Klient befindet.

Typische Indikatoren sind beispielsweise:

  • Flattern der Augenlider
  • Augenbewegungen wie im REM-Schlaf
  • Scannende der Augen
    Gleichmäßige horizontale Hin- und Herbewegungen
  • Stillstand der Augen
  • Rötliche „Tranceflecken“
    Verbesserte Hautdurchblutung an manchen Stellen.
  • Entspannungszucken der Arme und  Beine
  • Verstärkter Schluckreflex
  • Hustenreiz
  • Magenknurren
  • Ruhige Atmung
  • Ruhepuls
  • Lachen
    Meist kurzfristig aufgrund der Ausschüttung von Domapin (Glückshormone)
  • Geweitete Pupillen
  • Gerötete Augen
  • Ungelenke, roboterartige Bewegungen
  • Unaufgeforderte ideomotorische Bewegungen
    Oft an den Fingern zu beobachten.

 

Mit technischen Geräten kann Folgendes festgestellt werden:

  • Sinkender Hautleitwert
  • Abkühlung von Nase, Ohren und Hände
  • Ruhepuls
  • veränderte Gehirnfrequenzen
  • veränderter Gehirnstoffwechsel
  • Veränderungen der Herzfunktionen
  • Veränderungen des Muskeltonus

 

Im Normalfall braucht ein erfahrener Hypnotherapeut keine Hilfsmittel, um ausreichende Trancetiefe zu erkennen.

 

 

  

Körperliches Empfinden

 

Jeder Mensch erlebt Trance auf ganz individuelle Weise.

Auch das Körpergefühl ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen genießen die Entspannung und erleben eine angenehme körperliche Schwere, manche Menschen fühlen sich eher, als ob sie schweben würden. Wieder andere fühlen sich, als wenn sie in die Unterlage wie Watte einsinken und so getragen werden würden.

Der Zustand der hypnotischen Trance wird als sehr angenehm empfunden. Die körperliche Entspannung bei der Trance fördert erholsames Erleben. Die Atmung wird ruhiger, der Herzschlag langsamer, der Blutdruck sinkt.

 

 

  

Trancetiefe

 

Bei der durch Hypnose induzierten Trance werden verschiedene Trancetiefen unterschieden. Dabei gibt sehr unterschiedliche Sichtweisen hinsichtlich der Tiefe von Trance und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen. Als Tiefe wird hier der Grad der Suggestibilität, also der Aufnahmefähigkeit bzw. Aufnahmebereitschaft für Angebote verstanden.

Auch wenn entsprechende Mythen existieren; gegen die eigenen Werte und Überzeugungen deutlich verstoßende Suggestionen werden vom Unbewussten zurückgewiesen.

 

 

  

Hinweise auf Trance

 

Zu den Hinweisen auf Trance gehören:

 

 

 

  

Veränderter Bewusstseinszustand

 

Die Bezeichnung „Veränderter Bewusstseinszustand“ wird für vom „normalen“ Wacherleben abweichende Zustände verwendet wie z.B. der Trance, die in der Hypnosetherapie genutzt wird. In diesem Fall ein Zustand von besonderer Fokussierung.

 

 

Gehirnfrequenzen

 

Frequenzbereiche des Gehirns:

  • Alpha-Wellen-Bereich:
    8 – 13 Hz (Zyklen pro Sekunde)
  • Beta-Wellen-Bereich:
    14 – 30 Hz (Zyklen pro Sekunde)
  • Oberer Beta-Wellen-Bereich:
    35 – 40 Hz (Zyklen pro Sekunde)
  • Theta-Wellen-Bereich:
    4 – 7 Hz (Zyklen pro Sekunde)
  • Delta-Wellen-Bereich:
    0,5 – 4 Hz (Zyklen pro Sekunde)

 

Es gibt unterschiedliche Bewusstseinszustände im Hinblick auf das Unterscheidungskriterium Gehirnwellen:

 

1. Alpha-Zustand

 

Der Alpha-Zustand ist ein Zustand des Gehirns, in dem sich seine Aktivität im Vergleich zum Wachzustand verändert, indem es seine Tätigkeiten verlangsamt.

Es arbeitet dann in einem Bereich von 8 – 13 Hz (Zyklen pro Sekunde). Der Mensch erlebt dies als leicht entspannten Zustand, der auch als „Dösen“ bezeichnet wird.

In diesem Zustand wechselt die Wahrnehmung zunehmend von außen nach innen. Das Denken ist eher ruhig und das Gehirn arbeitet in einem Frequenzbereich, der Kreativität, Tagträumen und Visualisieren Raum gibt.

 

 

2. Beta-Zustand

 

Der Beta-Zustand ist der Zustand in dem wir uns während der meisten aktiven wachen Stunden befinden, in denen das Bewusstsein maßgeblich am Werk ist. Insofern kann der Beta-Zustand auch als Synonym für den normalen Wachszustand verwendet werden.

Im Beta-Zustand schwingt das Gehirn mit einer Frequenz von etwas 14 bis 30 Hz (Zyklen pro Sekunde).

 

 

3. Theta-Zustand

 

Vom Theta-Zustand wird in diesem Zusammenhang gesprochen, wenn Gehirnwellen im Bereich von 3 bis 8 Hz (Zyklen pro Sekunde) tätig sind.

Der Theta-Zustand gilt als der Bereich großer Kreativität. Menschen erleben den Theta-Zustand beispielsweise während der Traumphasen (REM-Schlaf), bei der Meditation, in Trance und bei tiefer Entspannung.

 

 

4. Delta-Zustand

 

Den Delta-Zustand erleben Menschen während tiefen Schlafs, totaler Bewusstlosigkeit und in einer tiefen Trance. Die niedrige Gehirnfrequenz liegt im Bereich von 0,5 – 3 Hz (Zyklen pro Sekunde). Es sind die langsamsten Wellen, jedoch die mit der höchsten Amplitude.

 

 

  

Alltagstrance

 

Als Alltagstrance oder alltägliche Trance bezeichnet man das alltägliche Bewusstsein. Es ist vor allem durch eine unbewusste Form von Aktivität, bestimmten Glaubenssätzen, Autosuggestionen, wiederkehrenden Handlungsmustern und routinierten Tätigkeiten mit starker Fokussierung geprägt.

Alltagstrance muss nicht unbedingt eine negative Problemtrance sein. Trance, im Sinne von Fokussierung, kann verschiedene Formen haben. So ist beispielsweise der von Mihály Csíkszentmihályi beschriebene Flow-Zustand (Flow-Prinzip) sehr angenehm und konstruktiv. Wer einer faszinierenden Aufgabe nachgeht, erlebt mit höherer Wahrscheinlichkeit produktive Trance.

Allerdings existieren auch zahlreiche Beispiele für negative Alltagstrancen. In diesen Problemtrancen werden nur noch eingeschränkt Ressourcen und Lösungen erkannt.

Eine Unterbrechung der alltäglichen Trance kann durch neue Erfahrungen, durch Urlaub, interessante menschliche Begegnungen, neue Einsichten, Psychotherapie wie Hypnotherapie oder auch durch Erschütterungen erfolgen.

 

 

  

Problemtrance

 

Ein Problem kann niemals mit der gleichen Denkweise gelöst werden, wie es entstanden ist.

Albert Einstein.

 

 

Was ist eine Problemtrance?

 

 

Die Gedanken drehen sich lähmend im Kreis, kreisen um das Problem. Eine Problemtrance ist in gewisser Weise ein mit Selbsthypnose erzeugter Zustand, in dem die Fokussierung auf dem Problem verharrt, anstatt sich der Lösung zuzuwenden. Mit den Worten von Albert Einstein; „Ein Problem kann niemals mit der gleichen Denkweise gelöst werden, wie es entstanden ist“, Und doch widmen sich viele Menschen in erster Linie dem Problem, wollen die Ursachen finden. Doch dem Problem allzu tief auf den Grund gehen zu wollen, verstärkt oft die Problemtrance nur noch mehr. Das innere Erleben ist dann zunehmend in einer destruktiven Vorstellung gefangen.

 

 

 

Hinweise auf eine Problemtrance

 

  • Die Fokussierung ist eher auf den inneren Dialog oder eigene starre Erwartungen gerichtet und die erlebte Diskrepanz zwischen Erwartung und erlebter Wirklichkeit bewirkt zusätzliche Anspannungen.
  • Der Körper ist unangemessen angespannt bzw. sogar verkrampft oder auch schlaff und träge.
  • Der Bewegungsablauf ist ruckartig, steif, unkoordiniert und nicht fließend.
  • Der Atem ist flach und nicht frei, das verfügbare Atemvolumen wird nicht genutzt.
  • Die innere Mitte scheint nicht verfügbar zu sein.
  • Das eigene Verhalten wird als nicht selbst gesteuert empfunden.
  • Die Zeitwahrnehmung wird verzerrt erlebt.

 

 

 

Von der Problemtrance in die Lösungstrance

 

Durch den gezielten Einsatz von Hypnose kann die belastende und hinderliche Problemtrance aufgelöst werden. Erst dann wird eine Lösungstrance gefördert. Interventionen, wie die Wunderfrage, erleichtern es, auf kürzestem Weg, aus einer Problemtrance in eine Lösungstrance zu gelangen.

 

 

  

Lösungstrance

 

Die therapeutische Trance ist eine Lösungstrance, für die mitunter zuerst eine Problemtrance ausgeleitet wird.

Hinweise für eine Lösungstrance:

  • Der Körper ist angemessen entspannt.
  • Der Bewegungsablauf ist gut koordiniert und fließend.
  • Der Atem ist gleichmäßig und frei.
  • Die innere Mitte wird wahrgenommen.
  • Die eigenen Ressourcen stehen zur Verfügung.

 

 

 

  

Massentrance

 

Größere Menschenansammlungen verhalten sich anders als Individuen. Sie geraten leicht in einem Zustand von Massentrance.

Menschen verliert in solchen Situation die Individualität, und die Kritikfähigkeit. Hemmungen werden abgebaut und der Einzelne folgt der Masse. Es gibt viele, oft unselige, Momente die dies belegen.

Nicht nur Politiker, Diktatoren und religiöse Organisationen kennen und nutzen die Effekte der Massenhypnose. Auch in der Werbung und in den Medien wird das Phänomen der Massenhypnose gezielt genutzt.

 

 

  

Trance-Logik

 

Trance-Logik beruht auf der Fähigkeit von Hypnotisanden, ihre aus der Realität abgeleitete Wahrnehmung mit solchen zu mischen, die sie in Trance erleben, ob sie nun von der Imagination stammen oder als Halluzination empfunden werden. Mit anderen Worten; Hypnotisanden ignorieren Widersprüche.

 

 

  

 

 

  

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Hypnotherapeut in Berlin mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

 

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