Emetophobie - Hilfe bei der Angst vor dem Erbrechen

Die Emetophobie ist eine oft unterschätzte Angst mit hohen Ansprüchen an Therapeuten. Behandlung von Emetophobie in Berlin.
 
Praxis für Hypnotherapie in Berlin - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

Überblick

 

 

 

 

Die Emetophobie ist eine oft unterschätzte Angst

 

Die übersteigerte Angst vor dem Erbrechen wird als Emetophobie bezeichnet. Betroffene nennen sie oft Emo. Sie kann verschiedene Ausprägungen haben; von der Angst sich selbst zu übergeben, mitzuerleben wie andere sich übergeben bis zur Angst, irgendwie mit dem Thema in Berührung zu kommen. Für viele Emetophobiker ist nicht das Erbrechen das größte Problem, sondern die Übelkeit und vor allem die Unvorhersehbarkeit und Unkontrollierbarkeit des Erbrechens.

Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich und reichen von der Vermeidung bestimmter einzelner Orte bis hin zum vollkommenen Rückzug in die heimischen vier Wände und somit Isolation. Oft steht die Emetophobie auch dem ansonsten sehnlichen Kinderwunsch im Wege, da die Übelkeit während der Schwangerschaft gefürchtet wird. Liebevolle Mütter fühlen sich mitunter nicht in der Lage ihre Kinder aus dem Kindergarten abzuholen und leiden darunter. Stellt sich auch eine Veränderung des Essverhaltens ein, kann das zu gesundheitlichen Problemen führen.

Diese Reaktionen sind für Außenstehende schwer nachzuvollziehen. Der Versuch zu helfen verschlimmert oft noch die Empfindungen, vergrößert die Scham und empfundene Hilflosigkeit.

Betroffene reagieren tendenziell mit einem Vermeidungsverhalten, das die Emetophobie zusätzlich stabilisiert, d. h. aufrechterhält.

Bei einer Abgrenzung zur Sozialen Phobie, bei der das „Blamieren“ vor anderen Menschen im Vordergrund steht, ist dies bei der Emetophobie nicht bzw. nur von untergeordneter Bedeutung. Allerdings addieren sich mit der Zeit die erschwerenden Emotionen wie Schuld, Scham, Hilflosigkeit etc.

Stark vereinfacht ist es die Angst vor dieser Angst, die die Symptomatik aufrechterhält und die es bei der Therapie aufzulösen gilt. Möglichst frühzeitig sollte mit der Therapie der Emetophobie begonnen werden, auch wegen der Auswirkungen auf die sozialen Kontakte.

 

 

 

Kennzeichen einer Emetophobie

 

Hinweise auf eine Emetophobie sind:

  • Übersteigerte und lange anhaltende Angst vor dem Erbrechen.
  • Bewusstsein (von Jugendlichen und Erwachsenen), dass die verspürte Angst übertrieben ist.
  • Situationen, die mit eigenem oder fremdem Erbrechen verbunden sein könnten, werden gemieden.
  • Deutliche Einschränkungen des sozialen und beruflichen Leben.
  • Schon der leiseste Verdacht auf Magen-Darm-Erkrankungen beeinflusst die Entscheidungsfreiheit.
  • Müssen sich Emetophobiker tatsächlich übergeben oder erleben sie, wie sich jemand anderes erbricht, nimmt die Angst panikartige Zustände an mit Symptomen wie Herzrasen, Beklemmungs- und Unwirklichkeitsgefühlen, Schwindel und Benommenheit.

 

 

 

Kategorisierung

 

Die Emetophobie ist eine Form der Angst, die in der Klassifikation der ICD-10 (Diagnoseklassifikationssystem der Medizin) als spezifische Phobie mit F40.2 eingeordnet.

 

 

 

Hypnosetherapie bei Emetophobie

 

Seit vielen Jahren kommen Betroffene wegen dieses Themas zu mir in die Praxis. Es handelt sich um eine der therapeutisch anspruchsvollsten Angststörungen. Und doch konnte schon vielen Betroffenen geholfen werden. Da ich dies schon so lange mache, hat es sich herumgesprochen, weil ich weiterempfohlen wurde. Deswegen reisen auch viele Betroffene an, um mit mir in Berlin zu arbeiten. Empfehlenswert ist es eine solche Entscheidung in Ruhe zu treffen, jeder Mensch reagiert anders und bei unrealistischen Erwartungen wird die Zusammenarbeit nicht leichter. Bitte lesen Sie daher die Überlegungen zur Anreise.

Die Flexibel-kooperative Hypnosetherapie in Kombination mit Techniken, die selbst eingesetzt werden können, hat sich bei der Behandlung von Emetophobie sehr bewährt. Hypnose bzw. Trance intensiviert die therapeutischen Interventionen. In Trance ist die Kommunikation mit dem Unbewussten möglich und Lösungen rücken näher. Die Praxis spricht dafür, dass für die dauerhafte Auflösung das menschliche Unbewusste einzubeziehen ist und das stimmt ganz besonders bei der Emetophobie.

Je nach Situation geht es dabei mehr oder weniger um analytische Aufdeckung. Im Fokus steht die Lösung.

Psychotherapie ist eine sehr persönliche Angelegenheit und gerade die eingesetzte Form der Hypnosetherapie mit Hypnobalancing™ beruht auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Daher ist es wichtig das Sie sich vorab einen Eindruck von mir (Profil) machen. Dort erfahren Sie auch, welche Methoden in der Kombination mit Hypnosetherapie zum Einsatz kommen. Auch zur Selbsthilfe bei Emetophobie finden Sie auf diesen Seiten Artikel.

Denken Sie bitte daran körperliche Ursachen durch einen Besuch beim Arzt zu klären und beachten Sie vor der Terminreservierung die Hinweise zu den Kontraindikationen für Hypnosetherapie.

 

 

 

Therapiedauer

 

Die erste Therapiesitzung hat eine Dauer von mindestens 90 Minuten, Folgesitzungen können auch 60 Minuten lang sein. Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen ist so unterschiedlich, wie es die Persönlichkeiten und Erfahrungen der Klienten sind. Für die Behandlung sind im Durchschnitt 8 bis 12 Sitzungen erforderlich. Oft lässt sich das durch die Patienten nach der zweiten Sitzung einschätzen.

Emetophobie ist eine sehr anspruchsvolle Krankheit, die für eine dauerhafte Auflösung Erfahrungen auf Seiten des Therapeuten und auf der Seite der Patienten die Bereitschaft zur Zusammenarbeit erfordert.

Für Klienten, die anreisen, besteht bei frühzeitiger Reservierung die Möglichkeit, an darauffolgenden Tagen jeweils 2 Sitzungen an einem Tag durchzuführen. Es gilt in einem telefonischen Gespräch vorab zu klären, ob das eine empfehlenswerte Option ist, da hierfür entsprechende Voraussetzungen erforderlich sind. Jegliche Quelle zusätzlichen Drucks ist im Interesse des Therapieerfolgs zu vermeiden.

 

 

 

Therapeutische Erfahrungen mit Emetophobie

 

Meine persönlichen therapeutischen Erfahrungen mit Emetophobie umfassen rund 20 Jahre. Anfangs war auch der Begriff Emetophobie noch weitgehend unbekannt. Seitdem habe ich umfangreiche Erfahrungen mit Betroffenen von Emetophobie gesammelt.

Es handelt sich um eine der therapeutisch herausforderndsten Angststörungen. Ermutigend: Zahlreiche Beispiele zeigen, dass sich der Aufwand lohnt. Allerdings wird es für Betroffene zunehmend schwerer Therapeuten zu finden die sich tatsächlich mit der Behandlung von Emetophobie auskennen. Vor wenigen Jahren gab es noch sehr wenige Seiten im Internet, auf denen neben den Foren der Betroffenen auch therapeutische Angebote zur Emetophobie zu finden waren. Bis heute wurden viele Texte übernommen, teilweise sogar ohne sie zu verändern. So finden sich zahlreiche Texte zur Emetophobie von mir im Internet. Ob diejenigen, die sich die Arbeit an dieser Stelle leicht gemaht haben, zumindest ihr Handwerk verstehen ist ungewiss. Doch gerade bei dieser Angststörung lohnt sich die Wahl eines erfahrenen Therapeuten der sich auch tatsächlich mit der Emetophobie auskennt. Dann lohnen sich auch weitere Wege für die Therapie. Früher reisten häufiger als heute Betroffene aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und sogar Auswanderer für Sitzungen nach Berlin. Heute suggeriert das umfangreiche Angebot, dass dies nicht erforderlich ist.

 

 

 

Emetophobie bei Kinderwunsch und Schwangerschaft

 

Emetophobie, das ist die Angst, entweder selbst zu erbrechen oder anderen Menschen dabei zu sehen oder zu hören. Bei genauer Betrachtung ist es bei jedem Betroffenen etwas anders. Doch es gibt einige Gemeinsamkeiten.

Emetophobie hat immensen Einfluss auf das eigene Leben, das Umfeld und auch auf die Rolle als Eltern. Es ist ein häufiger Grund, weshalb ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt und wenn doch, weshalb insbesondere die ersten Jahre als Eltern mit großen Herausforderungen verbunden sind.

Immer wieder kommen zu mir in die Praxis Frauen, die sich in der Zwickmühle fühlen; einerseits der intensive Kinderwunsch und andererseits die Angst vor der erwarteten Übelkeit während der Schwangerschaft.

Einige Klientinnen nennen auch die Angst davor nicht zu wissen ob sie der Verantwortung gerecht werden, wenn das Kind zur Welt gekommen ist und sie mit dessen Übelkeit konfrontiert werden. Die daraus resultierenden Selbstzweifel nagen oft sehr tief. Für Beziehungen kann das sehr belastend sein, da es für Nichtbetroffene schwer verständlich ist. Und doch gelingt es vielen Frauen mit Emo sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen und sich mit Unterstützung von der Emetophobie zu lösen.

 

 

Beispiel

 

Hier ein Beispiel, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Eine Patientin beschrieb mir ihre Zwiespalt. Sie war eine Mutter, die ihr Kind bei den kleinsten Anzeichen eines Magen-Darm-Virus nicht mehr vom Spielplatz oder Kindergarten abholen konnte. Dann musste die Schwiegermutter das Kind abholen und solange betreuen, bis eine Ansteckung nicht mehr vermutet wurde. Sie wollte für ihr geliebtes Kind da sein, doch sie konnte es nicht.

Neben den Folgen für das Kind resultierte daraus ein tiefes Scham- und Schuldgefühl der Mutter, wodurch die Situation zusätzlich belastet wurde. Andere Eltern, die das aus ihrer Sicht beobachteten waren nicht sehr zurückhaltend mit ihren beleidigenden Kommentaren. Wer nicht selbst betroffen ist, kann sich das wohl auch nicht vorstellen. Der Druck ist immens.

In solchen Fällen kann der Einsatz von Selbsthilfetechniken schon zu Anfang der Therapie die Folgen der Emetophobie und reduzieren. Die Erfahrung zeigt, dass viele Emetophobiker dem Wunsch nach einer eigenen Familie nachgegangen sind und dies auch nicht bereut haben. Ich bin sehr dankbar für Patienten, die mich mit solch positiven Rückmeldungen erfreuen. Das macht auch anderen Betroffenen Mut.

 

 

 

Emetophobie wird mitunter verwechselt mit Magersucht (Anorexie)

 

Emetophobie oder Magersucht? Weil Menschen mit Emetophobie sich davor fürchten sich übergeben zu müssen, hat das Einfluss auf das Essverhalten. Deshalb wird die Emetophobie mitunter mit der Magersucht (Anorexie) verwechselt.

Wegen der Angst davor, sich den Magen zu verderben und deshalb erbrechen zu müssen, verzichten die Betroffenen nicht nur auf vermeintlich risikobehaftete Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Fisch. Alkohol wird selten selbst getrunken und zu Orten an denen er konsumiert wird Abstand gehalten. Oft werden auch Restaurants und ganz besonders Essgelegenheiten auf der Straße gemieden.

Die Nahrungsaufnahme wird häufig insgesamt stark eingeschränkt, weil befürchtet wird mehr zu essen, als vertragen wird. Aus Angst vor Übelkeit und Erbrechen hungern viele Emetophobiker so sehr, dass dadurch Übelkeit und Schwindelgefühle hervorgerufen werden.

Viele Betroffene reagieren äusserst empfindlich auf Körpersignale. Selbst ein noch so unscheinbares Gefühl von Unwohlsein wird bemerkt, durch große Aufmerksamkeit verstärkt und führt so zu weiterer Angst.

Einige Betroffene nehmen schon bei geringsten Hinweisen von Übelkeit Anti-Brechmittel zu sich, was oft zu Medikamentenmissbrauch führt. Medikamente hingegen, deren Beipackzettel Übelkeit oder Erbrechen als Nebenwirkungen erwähnt, nehmen Emetophobiker oft nicht,  selbst dann, wenn es dringend erforderlich ist.

 

 

 

Weitere Informationen zur Emetophobie

 

Logo-Hypnobalancing-Berlin

NOACK Praxis für Angsttherapie Berlin
Psychotherapie mit Hypnose bei Ängsten und Angststörungen
Budapester Straße 39
10787 Berlin-Charlottenburg
(Charlottenburg, Schöneberg, Mitte treffen hier zusammen)

Tel. 030 - 864 213 69
mail@noack-hypnose.de

www.noack-hypnose.de

 

Hypnotherapeut in Berlin mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

 

Sicherheitshalber: Diese Seiten informieren Sie, wenn Sie an einer Hypnosetherapie bzw. Psychotherapie bei mir interessiert sind. Die Informationen ersetzen weder eine Psychotherapie bzw. persönliche Beratung noch die Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.

Die Tätigkeit als Hypnosetherapeut (staatliche Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie nach dem HPG) grenzt sich grundlegend von der Tätigkeit eines Arztes ab. Es werden weder medizinische Diagnosen gestellt, Heilungsversprechen abgegeben oder Medikamente verabreicht. Eine gegebenenfalls erforderliche medizinische oder psychiatrische Intervention soll durch die hypnotherapeutische Arbeit keinesfalls ersetzt werden.

Bei Fragen zu meiner Arbeit mit Hypnose scheuen Sie sich bitte nicht, mich zu kontaktieren. Ich berate Sie gerne.

Fragen Sie mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für Fragen und Terminvereinbarungen erreichen Sie mich per E-Mail (mail@noack-hypnose.de), Telefon 030 / 864 213 69, Mobil 01577 / 704 53 56 und diesem Kontaktformular (Datenschutz):

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen!

Anmerkungen:

In der Adresszeile Ihres Browsers sollte die URL beginnen mit „https://www.noack-hypnose.de/...”,  daran erkennen Sie eine sichere Verbindung (SSL). Ob Sie Ihren tatsächlichen Name eingeben, ist Ihnen überlassen.

2 Kommentare

  1. Emetophobie besiegen?
    Ich würde die Emo zu gerne bekämpfen aber bisher hat nichts geholfen.
    Weshalb sollte das hier jetzt anders sein?

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wenn Sie dieses Formular absenden, dann speichert es den eingegebenen Namen, die Email-Anschift sowie die Inhalte. Mehr erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.