Panikattacken: Symptome verstehen und wieder Sicherheit gewinnen

Symptome, Ursachen & Therapie in Berlin

Antworten auf häufige Fragen

Was sind Panikattacken?

Eine Panikattacke ist ein Gefühl der plötzlichen und intensiven Angst. Panikattacken können auch körperliche Symptome haben, darunter Zittern, Orientierungslosigkeit, Übelkeit, schneller, unregelmäßiger Herzschlag, trockener Mund, Atemnot, Schwitzen und Schwindel. Die Symptome einer Panikattacke sind nicht gefährlich, können jedoch äußerst beängstigend sein, bis hin zu Todesängsten.

Was löst Panikattacken aus?

Auslöser für Panikattacken können unter anderem übermäßiges Atmen, lang anhaltender Stress, Aktivitäten, die zu intensiven körperlichen Reaktionen führen, wie beispielsweise Sport, übermäßiger Kaffeegenuss und körperliche Veränderungen nach einer Krankheit oder einem plötzlichen Umgebungswechsel sein.

Wie lange dauern Panikattacken?

Die meisten Panikattacken dauern zwischen 5 und 20 Minuten. Einige Betroffene berichten von einer Dauer bis zu einer Stunde.

Was geschieht nach einer Panikattacke?

Betroffene können weiterhin Angst haben, oder ihre Brust oder ihr Magen können schmerzen. Sie können weiterhin hyperventilieren oder Schwierigkeiten haben, nach Luft zu schnappen. Nach einer Panikattacke können sogar körperliche Schmerzen auftreten, die auf körperliche Verspannungen zurückzuführen sind.

Panikattacken: Symptome verstehen und wieder Sicherheit gewinnen

 

Das Herz rast.

Die Atmung verändert sich.

Schwindel entsteht.

Die Brust fühlt sich eng an.

Vielleicht kommt der Gedanke:

„Ich bekomme einen Herzinfarkt.“

„Ich werde ohnmächtig.“

„Ich verliere die Kontrolle.“

„Ich muss hier raus.“

Eine Panikattacke kann sich innerhalb weniger Minuten so bedrohlich anfühlen, dass Betroffene überzeugt sind, in unmittelbarer Gefahr zu sein.

Und genau darin liegt eine besondere Herausforderung:

Der Körper erlebt Alarm, während objektiv häufig keine entsprechende äußere Gefahr vorhanden ist.

Wer versteht, was bei einer Panikattacke geschieht, kann beginnen, anders mit diesen Reaktionen umzugehen.

Und das lässt sich therapeutisch lernen.

 

 

 

Was ist eine Panikattacke?

 

Eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende Phase intensiver Angst oder starken Unbehagens.

Dabei können verschiedene körperliche und psychische Symptome auftreten.

Typisch sind beispielsweise:

Herzklopfen oder Herzrasen,

Schwitzen,

Zittern,

Atemnot oder ein Gefühl von Enge,

Brustschmerzen oder Druckgefühl,

Übelkeit oder Magenbeschwerden,

Schwindel oder Benommenheit,

Hitze- oder Kälteempfindungen,

Kribbeln oder Taubheitsgefühle,

Derealisation oder Depersonalisation,

Angst vor Kontrollverlust

und Todesangst.

Gerade die körperlichen Symptome können ausgesprochen intensiv sein.

Viele Betroffene suchen deshalb bei ihrer ersten Panikattacke eine ärztliche Notfallversorgung auf.

Das ist nachvollziehbar.

Neu auftretende, starke oder ungeklärte körperliche Beschwerden gehören medizinisch abgeklärt.

 

 

 

Panikattacke oder Panikstörung?

 

Eine einzelne Panikattacke bedeutet noch keine Panikstörung.

Panikattacken können in unterschiedlichen Zusammenhängen auftreten.

Bei einer Panikstörung treten wiederholt unerwartete Panikattacken auf. Hinzu kommen häufig anhaltende Sorgen vor weiteren Attacken oder deutliche Veränderungen des Verhaltens.

Dann beginnt beispielsweise ein Mensch,

bestimmte Situationen zu meiden,

den Körper ständig zu beobachten,

Aktivitäten einzuschränken,

immer Fluchtmöglichkeiten einzuplanen

oder sein Leben zunehmend um die Vermeidung einer weiteren Attacke herum zu organisieren.

Damit bekommt die Angst vor der nächsten Angst immer mehr Bedeutung.

 

 

 

Wie lange dauert eine Panikattacke?

 

Eine Panikattacke steigt typischerweise rasch an und erreicht ihre stärkste Intensität innerhalb kurzer Zeit.

Das subjektive Zeiterleben kann dabei erheblich verändert sein.

Einige Minuten intensiver Panik können sich sehr lang anfühlen.

Nach dem Höhepunkt nimmt die akute Alarmreaktion wieder ab.

Erschöpfung, Unruhe oder erhöhte Aufmerksamkeit für den Körper können anschließend noch länger bestehen bleiben.

Wichtiger als eine bestimmte Minutenzahl ist deshalb die Erkenntnis:

Eine Panikattacke verläuft in einer Welle.

Sie steigt an.

Sie erreicht einen Höhepunkt.

Und sie klingt wieder ab.

 

 

 

Warum fühlt sich eine Panikattacke so gefährlich an?

 

Weil das Schutzsystem des Körpers aktiviert wird.

Der Organismus bereitet sich auf Handlung vor.

Herzschlag und Atmung können sich verändern.

Muskeln werden aktiviert.

Die Aufmerksamkeit richtet sich auf mögliche Gefahren.

Körperempfindungen werden intensiver wahrgenommen.

Diese Veränderungen können wiederum bedrohlich interpretiert werden.

Ein schneller Herzschlag wird dann beispielsweise zu:

„Mit meinem Herzen stimmt etwas nicht.“

Schwindel wird zu:

„Ich werde gleich ohnmächtig.“

Ein Gefühl von Unwirklichkeit wird zu:

„Ich verliere den Verstand.“

Die Interpretation verstärkt die Angst.

Die Angst verstärkt die körperliche Aktivierung.

Und die stärkere körperliche Aktivierung scheint die Befürchtung zu bestätigen.

So entsteht ein sich selbst verstärkender Panikkreislauf.

 

 

 

Der Panikkreislauf

 

Ein vereinfachtes Beispiel:

Sie bemerken Herzklopfen.

Sie denken:

„Warum schlägt mein Herz so schnell?“

Ihre Aufmerksamkeit richtet sich auf das Herz.

Sie werden angespannter.

Das Herz schlägt deutlicher.

Jetzt entsteht der Gedanke:

„Da stimmt wirklich etwas.“

Die Angst steigt.

Die Atmung verändert sich.

Schwindel kommt hinzu.

Jetzt lautet der Gedanke vielleicht:

„Ich breche gleich zusammen.“

Der Alarm nimmt weiter zu.

Das bedeutet keineswegs, dass die Symptome eingebildet sind.

Die körperlichen Reaktionen sind real.

Entscheidend ist, wie sie entstehen, wie sie bewertet werden und welche Reaktionen anschließend folgen.

 

 

 

Warum kommt eine Panikattacke scheinbar aus dem Nichts?

 

Viele Betroffene sagen:

„Ich hatte überhaupt keine Angst. Plötzlich war die Panik da.“

Das kann tatsächlich so erlebt werden.

Auslöser müssen keineswegs immer bewusst wahrgenommen werden.

Manchmal beginnt der Kreislauf mit einer kleinen Körperempfindung.

Vielleicht schlägt das Herz durch Bewegung etwas schneller.

Vielleicht verändert sich die Atmung.

Vielleicht besteht Schlafmangel.

Vielleicht ist der Mensch seit Wochen angespannt.

Vielleicht gab es zuvor Stress.

Vielleicht wird eine vertraute Körperempfindung unbewusst mit einer früheren Panikattacke verbunden.

Auch Koffein, bestimmte Substanzen, Medikamente oder körperliche Faktoren können das Aktivierungsniveau beeinflussen.

Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Betrachtung der individuellen Situation.

 

 

 

Die erste Panikattacke und die zweite Angst

 

Eine erste Panikattacke kann ausgesprochen erschreckend sein.

Danach beginnt bei manchen Menschen etwas Neues:

Sie fürchten eine Wiederholung.

„Was, wenn es wieder passiert?“

„Was, wenn ich dann allein bin?“

„Was, wenn es in der U-Bahn passiert?“

„Was, wenn ich beim Autofahren Panik bekomme?“

„Was, wenn niemand helfen kann?“

Damit entsteht die Angst vor der Angst.

Und diese Erwartungsangst kann langfristig belastender werden als die ursprüngliche Panikattacke.

Denn jetzt wird das eigene Leben nach möglichen Panikrisiken abgesucht.

 

 

 

Wenn der Körper ständig beobachtet wird

 

Nach einer Panikattacke beginnen viele Menschen, ihren Körper genauer zu überwachen.

Wie schnell schlägt mein Herz?

Atme ich richtig?

Ist mir schwindelig?

Fühlt sich meine Brust anders an?

Ist mir zu warm?

Kommt die Panik zurück?

Diese Aufmerksamkeit ist verständlich.

Das Gehirn sucht nach frühen Warnsignalen.

Gleichzeitig hat intensive Körperbeobachtung einen Nebeneffekt:

Kleine Veränderungen werden deutlicher wahrgenommen.

Und je bedeutsamer eine Empfindung erscheint, desto stärker kann die Aufmerksamkeit daran hängen bleiben.

Aus einem gewöhnlichen Herzklopfen wird ein Warnsignal.

Aus einem kurzen Schwindel wird der mögliche Beginn einer Attacke.

So kann der Körper zunehmend als unsicher erlebt werden.

Therapeutisch geht es deshalb auch darum, wieder Vertrauen in körperliche Empfindungen und die eigene Regulationsfähigkeit aufzubauen.

 

 

 

Warum entsteht der Drang zu fliehen?

 

Bei starker Angst entsteht häufig ein intensiver Handlungsimpuls.

„Raus hier.“

„Nach Hause.“

„An die frische Luft.“

„Ich brauche jemanden.“

Das passt zum biologischen Schutzsystem.

Wenn das Gehirn Gefahr wahrnimmt, bereitet der Körper sich auf Schutz und Handlung vor.

Bei einer Panikattacke richtet sich dieser Fluchtimpuls jedoch häufig gegen eine Situation, die selbst keine entsprechende Gefahr darstellt.

Wer beispielsweise eine U-Bahn während einer Panikattacke verlässt, erlebt häufig sofort Erleichterung.

Und genau diese Erleichterung kann zu einem Lernproblem werden.

Das Gehirn kann daraus schließen:

„Gut, dass wir ausgestiegen sind.“

„Die U-Bahn war gefährlich.“

„Flucht hat mich gerettet.“

Beim nächsten Mal beginnt der Alarm möglicherweise bereits am Bahnsteig.

 

 

 

Vermeidung macht das Leben zunehmend kleiner

 

Nach mehreren Panikattacken werden manchmal immer mehr Situationen vermieden.

Öffentliche Verkehrsmittel.

Autobahnen.

Flugzeuge.

Aufzüge.

Supermärkte.

Kinos.

Restaurants.

Menschenmengen.

Alleinsein.

Weite Entfernungen von zu Hause.

Das Leben wird organisiert, damit Panik möglichst wenig Gelegenheit bekommt.

Kurzfristig entsteht dadurch mehr Ruhe.

Langfristig kann der persönliche Bewegungsradius immer kleiner werden.

Gerade deshalb gehört der Umgang mit Vermeidung zu den wichtigen therapeutischen Ansatzpunkten.

 

 

 

Panikstörung und Agoraphobie

 

Panikstörung und Agoraphobie können gemeinsam auftreten.

Bei einer Agoraphobie werden Situationen gefürchtet, in denen Flucht schwierig erscheinen oder Hilfe im Fall starker Beschwerden schwer erreichbar wirken könnte.

Das kann beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmengen, Geschäfte, Reisen oder weite Entfernungen von vertrauten Orten betreffen.

Manche Menschen verlassen ihre Wohnung schließlich kaum noch allein.

Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, solche zunehmenden Einschränkungen zu unterbrechen.

 

 

 

Sicherheitsverhalten: Die unsichtbare Form der Vermeidung

 

Manchmal geht ein Mensch weiterhin in die gefürchtete Situation.

Und gleichzeitig entsteht ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem.

Immer Wasser dabei.

Immer Medikamente in der Tasche.

Immer nahe am Ausgang sitzen.

Immer eine vertraute Person mitnehmen.

Immer das Handy griffbereit halten.

Vorher alle Fluchtwege prüfen.

Den Puls kontrollieren.

Nur bestimmte Strecken fahren.

Solche Strategien können kurzfristig beruhigen.

Entscheidend ist ihre Funktion.

Wenn innerlich die Überzeugung entsteht:

„Ohne diese Strategie wäre ich in Gefahr“,

kann Sicherheitsverhalten das Angstsystem stabilisieren.

Therapeutische Veränderung kann deshalb bedeuten, solche Absicherungen schrittweise flexibler werden zu lassen.

 

 

 

Kann ich bei einer Panikattacke ohnmächtig werden?

 

Die Angst vor Ohnmacht ist bei Panikattacken verbreitet.

Das Gefühl von Schwindel oder Benommenheit kann sehr überzeugend wirken.

Bei einer typischen Panikreaktion ist eine tatsächliche Ohnmacht eher ungewöhnlich.

Andere medizinische Ursachen für Ohnmacht existieren selbstverständlich.

Auch bei bestimmten Phobien, insbesondere Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobien, können andere Kreislaufreaktionen auftreten.

Wer tatsächlich bewusstlos wird oder entsprechende Beschwerden bisher medizinisch ungeklärt erlebt, sollte dies ärztlich abklären lassen.

 

 

 

Kann eine Panikattacke einen Herzinfarkt auslösen?

 

Panikattacken und Herzprobleme können sich in einzelnen Symptomen ähneln.

Deshalb gehört eine erstmalig auftretende oder medizinisch ungeklärte Symptomatik ärztlich beurteilt.

Besonders bei neuen, starken oder ungewöhnlichen Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder anderen akuten Beschwerden gilt:

Sicherheit geht vor Interpretation.

Nach einer angemessenen medizinischen Abklärung kann therapeutisch daran gearbeitet werden, körperliche Alarmreaktionen wieder realistischer einzuordnen.

 

 

 

Was hilft während einer Panikattacke?

 

Ein verbreiteter Impuls lautet:

„Ich muss die Panik sofort stoppen.“

Damit entsteht leicht ein zusätzlicher Kampf.

„Sie muss weg.“

„Ich darf das nicht spüren.“

„Ich muss mich beruhigen.“

Eine hilfreichere Haltung kann lauten:

„Mein Alarmsystem ist gerade sehr aktiv. Ich kann mich orientieren und die Welle durchlaufen lassen.“

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die tatsächliche Umgebung.

Wo bin ich?

Was sehe ich?

Was höre ich?

Was berühren meine Füße?

Lassen Sie die Atmung möglichst natürlich fließen.

Und erinnern Sie sich:

Sie müssen diesen Moment weder perfekt kontrollieren noch sofort verändern.

Die Panikwelle darf wieder abklingen.

 

 

 

Sollte ich besonders tief atmen?

 

Bei Panik wird häufig empfohlen, besonders tief zu atmen.

Das ist keineswegs für jeden Menschen hilfreich.

Wer bereits zu schnell oder zu intensiv atmet, kann durch zusätzliches tiefes Atmen körperliche Empfindungen wie Schwindel oder Kribbeln verstärken.

Hilfreicher kann eine ruhige, natürliche Atmung sein.

Weniger „Ich muss jetzt richtig atmen“.

Mehr:

„Mein Körper darf wieder seinen Rhythmus finden.“

Wenn Atemübungen für Sie Teil einer therapeutischen Strategie sind, sollten sie so eingesetzt werden, dass daraus keine neue unverzichtbare Sicherheitsstrategie entsteht.

 

 

 

Was hilft langfristig bei Panikattacken?

 

Bei einer Panikstörung reicht es häufig kaum aus, einzelne Attacken möglichst schnell zu beruhigen.

Die entscheidenden Veränderungen betreffen den gesamten Panikkreislauf.

Dazu gehören beispielsweise:

Panikreaktionen verstehen,

Katastropheninterpretationen überprüfen,

Körperempfindungen neu einordnen,

Angst vor körperlicher Aktivierung reduzieren,

Vermeidung abbauen,

Sicherheitsverhalten verändern,

gefürchtete Situationen wieder aufsuchen

und Selbstwirksamkeit entwickeln.

Das Ziel lautet:

Der eigene Körper verliert seine Rolle als vermeintliche Gefahrenquelle.

 

 

 

Exposition: Neue Erfahrungen statt dauernder Vermeidung

 

Expositionsverfahren gehören bei Panikstörungen und Agoraphobie zu den wissenschaftlich besonders gut untersuchten psychotherapeutischen Interventionen.

Dabei begegnet ein Mensch gezielt Situationen oder Empfindungen, die bisher Angst ausgelöst haben.

Entscheidend ist die Lernerfahrung.

Beispielsweise:

„Mein Herz kann schneller schlagen und ich bin weiterhin handlungsfähig.“

„Schwindel fühlt sich unangenehm an und ich kann damit umgehen.“

„Ich kann U-Bahn fahren und die Angst darf dabei vorhanden sein.“

„Ich brauche keinen Fluchtweg, um sicher zu sein.“

Therapeutische Exposition bedeutet deshalb weit mehr als „sich zusammenreißen“.

Sie wird vorbereitet, auf das individuelle Muster abgestimmt und anschließend ausgewertet.

 

 

 

Interozeptive Exposition: Wenn der eigene Körper Angst macht

 

Bei einer Panikstörung werden häufig gerade körperliche Empfindungen gefürchtet.

Ein schneller Herzschlag.

Schwindel.

Kurzatmigkeit.

Wärme.

Ein Gefühl von Unwirklichkeit.

Dann kann die therapeutische Arbeit auch gezielt solche Körperempfindungen einbeziehen.

Das wird als interozeptive Exposition bezeichnet.

Unter geeigneten therapeutischen Bedingungen werden bestimmte ungefährliche Körperempfindungen bewusst hervorgerufen.

Der Mensch kann dadurch neue Erfahrungen sammeln:

„Diese Empfindung ist intensiv.“

„Ich kenne sie.“

„Ich kann sie aushalten.“

„Sie verändert sich wieder.“

„Ich habe Handlungsmöglichkeiten.“

Dadurch kann sich die Bedeutung der Körperreaktion verändern.

 

 

 

Panikattacken und traumatische Erfahrungen

 

Traumatische Erfahrungen können die Empfindlichkeit des Alarmsystems beeinflussen.

Das bedeutet gleichzeitig keineswegs, dass jede Panikstörung auf ein verborgenes Trauma zurückzuführen ist.

Bei manchen Menschen spielen traumatische Erfahrungen eine wichtige Rolle.

Bei anderen finden sich andere Lern- und Belastungsfaktoren.

Deshalb suche ich therapeutisch nicht automatisch nach einem vermeintlichen Ursprung in der Vergangenheit.

Die wichtigere Frage lautet:

Welche Faktoren sind bei diesem Menschen relevant und was hält die Panik heute aufrecht?

Wenn Traumafolgen eine Rolle spielen, können sie entsprechend in die Behandlung einbezogen werden.

 

 

 

Schlaf, Stress und Panik

 

Ein belastetes Nervensystem kann empfindlicher auf zusätzliche Aktivierung reagieren.

Schlafmangel und anhaltender Stress können deshalb bei manchen Menschen Angst und körperliche Unruhe verstärken.

Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus, Erholung, Bewegung und ein insgesamt förderlicher Lebensstil können die Behandlung unterstützen.

Sie ersetzen bei einer ausgeprägten Panikstörung gleichzeitig keine gezielte psychotherapeutische Behandlung.

 

 

 

Koffein und Panikattacken

 

Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem.

Bei empfindlichen Menschen können größere Mengen beispielsweise Herzklopfen, Unruhe oder Zittern verstärken.

Gerade Menschen, die solche Körperempfindungen mit Panik verbinden, können darauf sensibel reagieren.

Eine pauschale Empfehlung, sämtliche koffeinhaltigen Getränke dauerhaft zu meiden, greift jedoch zu weit.

Hilfreicher ist eine individuelle Beobachtung:

Wie reagiere ich auf Koffein?

Welche Menge vertrage ich?

Welche Bedeutung gebe ich den entstehenden Körperempfindungen?

 

 

 

Alkohol und andere Substanzen

 

Manche Menschen nutzen Alkohol oder andere Substanzen, um Angst kurzfristig zu reduzieren.

Das kann problematisch werden.

Neben gesundheitlichen Risiken können Gewöhnung, Rebound-Effekte, Entzugssymptome und die psychische Abhängigkeit von einer Substanz den Umgang mit Angst langfristig erschweren.

Wenn Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen regelmäßig zur Angstreduktion eingesetzt werden, verdient das besondere fachliche Aufmerksamkeit.

 

 

Was bedeutet Fortschritt bei Panik?

 

Fortschritt bedeutet keineswegs zwingend:

„Ich spüre nie wieder Angst.“

Fortschritt kann bedeuten:

Ich erschrecke weniger vor meinem Herzschlag.

Ich beobachte meinen Körper weniger.

Ich fahre wieder U-Bahn.

Ich bleibe länger in Situationen.

Ich brauche weniger Absicherung.

Ich erlebe eine Panikwelle und weiß, was geschieht.

Ich erhole mich schneller.

Ich plane mein Leben wieder nach meinen Wünschen statt nach meiner Angst.

Das ist ein entscheidender Perspektivwechsel.

Das Ziel ist weniger die vollständige Kontrolle über Angst als mehr Freiheit trotz möglicher Angst.

 

 

 

Welche Psychotherapie hilft bei Panikstörungen?

 

Zu den wissenschaftlich besonders gut untersuchten Behandlungen der Panikstörung gehört die kognitive Verhaltenstherapie.

Wichtige Bestandteile können sein:

Psychoedukation,

ein individuelles Verständnis des Panikkreislaufs,

Arbeit mit angstverstärkenden Bewertungen,

Exposition in gefürchteten Situationen,

interozeptive Exposition

und der Abbau von Vermeidung und Sicherheitsverhalten.

Welche Elemente im Vordergrund stehen, richtet sich nach der individuellen Situation.

 

 

 

Welche Rolle kann Hypnotherapie spielen?

 

In meiner Praxis arbeite ich integrativ und beziehe hypnotherapeutische Elemente dort ein, wo sie zum Anliegen und zur jeweiligen Therapiephase passen.

Hypnotherapie kann beispielsweise genutzt werden, um Aufmerksamkeit flexibler auszurichten, Ressourcen zugänglicher zu machen, Körperwahrnehmung zu differenzieren und hilfreiche innere Erfahrungen zu fördern.

Dabei ist mir eine klare fachliche Einordnung wichtig:

Hypnose ersetzt bei einer Panikstörung keine störungsspezifisch sinnvollen therapeutischen Lernerfahrungen.

Wenn Vermeidung, Angst vor Körperempfindungen oder Sicherheitsverhalten den Panikkreislauf aufrechterhalten, gehören genau diese Mechanismen in die therapeutische Arbeit.

Hypnotherapeutische Verfahren können diesen Prozess ergänzen.

 

 

 

Hypnobalancing™ bei Angst und Panik

 

Hypnobalancing™ nutze ich innerhalb meines integrativen Ansatzes, um Selbstregulation, Körperwahrnehmung, Ressourcen und Selbstwirksamkeit zu fördern.

Bei Panik kann beispielsweise daran gearbeitet werden,

körperliche Aktivierung differenzierter wahrzunehmen,

Aufmerksamkeit flexibler auszurichten,

förderliche innere Zustände zugänglicher zu machen,

Vertrauen in die eigene Regulationsfähigkeit zu entwickeln

und therapeutische Lernerfahrungen vorzubereiten oder zu vertiefen.

Die Methode folgt dabei dem therapeutischen Ziel.

 

 

 

Wie viele Sitzungen brauche ich?

 

Das lässt sich vor Beginn einer Therapie seriös kaum vorhersagen.

Eine einzelne, klar umrissene Problematik unterscheidet sich von einer langjährig bestehenden Panikstörung mit ausgeprägter Agoraphobie, zusätzlichen Ängsten, Depressionen oder Traumafolgen.

Deshalb lege ich keine pauschale Sitzungszahl fest.

Wir schauen gemeinsam auf die Entwicklung:

Was verändert sich?

Welche Situationen werden wieder möglich?

Wie entwickelt sich der Umgang mit Körperempfindungen?

Welche Sicherheitsstrategien verlieren an Bedeutung?

Wo braucht es weitere therapeutische Arbeit?

 

 

 

Wann sollte ich ärztliche Hilfe suchen?

 

Panikattacken können intensive körperliche Symptome hervorrufen.

Gleichzeitig können körperliche Erkrankungen ähnliche Beschwerden verursachen.

Deshalb ist eine medizinische Abklärung besonders wichtig, wenn Symptome erstmalig auftreten, ungewöhnlich stark sind, sich deutlich verändern oder bisher keine medizinische Einschätzung erfolgt ist.

Bei akuten starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder anderen medizinischen Notfallsymptomen wenden Sie sich unmittelbar an die medizinische Notfallversorgung beziehungsweise an 112.

 

 

 

Was können Sie selbst beobachten?

 

Wenn Sie Ihren Panikkreislauf besser verstehen möchten, beobachten Sie einmal fünf Punkte:

1. Auslöser
Was geschah unmittelbar vor der Angst?

2. Körper
Welche Empfindung bemerkten Sie zuerst?

3. Bedeutung
Was dachten Sie, könnte diese Empfindung bedeuten?

4. Reaktion
Was haben Sie anschließend getan?

5. Lernerfahrung
Welche Botschaft könnte Ihr Gehirn daraus mitgenommen haben?

Gerade der fünfte Punkt ist wichtig.

Wenn Sie beispielsweise sofort fliehen und anschließend Erleichterung erleben, kann das Gehirn lernen:

„Flucht war notwendig.“

Wenn Sie eine angemessen vorbereitete Situation erleben und feststellen:

„Ich konnte bleiben und die Welle ging vorbei“,

entsteht eine andere Erfahrung.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke bei Panikattacken

 

Eine Panikattacke kann sich anfühlen wie Kontrollverlust.

Therapeutische Veränderung beginnt häufig mit einer anderen Erfahrung:

Ich muss meinen Körper nicht vollständig kontrollieren, um handlungsfähig zu sein.

Mein Herz darf schlagen.

Mein Körper darf aktiviert sein.

Angst darf auftauchen.

Und ich kann trotzdem Entscheidungen treffen.

Mit jeder neuen Erfahrung kann das Vertrauen wachsen.

Der Körper wird wieder weniger zum Gegner.

Die Welt wird wieder größer.

Und das eigene Leben richtet sich zunehmend nach dem aus, was wichtig ist.

 

 

 

Psychotherapie bei Panikattacken und Panikstörung in Berlin und online

 

Ich bin Karsten Noack.

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen psychotherapeutisch bei Ängsten, Angststörungen und Traumafolgen.

Ein Schwerpunkt meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg und online liegt auf dem Verständnis und der Veränderung von Angstkreisläufen.

Dabei arbeite ich integrativ und verbinde psychotherapeutische Interventionen mit hypnotherapeutischen Elementen und Hypnobalancing™, wenn diese zum individuellen Anliegen passen.

Im Mittelpunkt steht eine konkrete Frage:

Was braucht Ihr Nervensystem, damit Sie wieder mehr Sicherheit erleben und gleichzeitig Ihren Handlungsspielraum zurückgewinnen?

Wenn Sie überlegen, therapeutische Unterstützung wegen Panikattacken in Anspruch zu nehmen, können Sie mir über das Kontaktformular kurz schildern, was Sie erleben und wie stark die Panik Ihren Alltag derzeit beeinflusst.

Dann lässt sich einschätzen, ob mein therapeutisches Angebot zu Ihrem Anliegen passt.

Terminreservierung  

 

Bitte lesen Sie vor Ihrer Terminreservierung die wichtigen Informationen mit den Hinweisen zu den Kontraindikationen für Psychotherapie mit Hypnotherapie. Reservieren Sie nur dann Termine, wenn Sie mit den auf diesen Seiten veröffentlichten genannten Voraussetzungen einverstanden sind. Grundlegende Fragen habe ich hier für Sie beantwortet. Für den Erfolg Ihrer Behandlung sind diese Informationen von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie das anspricht, dann freue ich mich auf intensive Sitzungen mit Ihnen. Gut informiert können wir uns gezielt Ihnen und Ihrem Anliegen widmen.

Für Ihre Terminvereinbarung können Sie den Kontakt vorzugsweise per E-Mail mail@noack-hypnose.de (Datenschutz) aufnehmen. Im Anschluss erhalten Sie dann eine Bestätigung Ihrer Vorreservierung per E-Mail. In dieser Antwortmail finden Sie die Hinweise für die erste Sitzung. Dies geschieht in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Sollten Sie keine Antwort erhalten, dann könnte es daran liegen, dass eine Mail im Spamfilter gelandet ist. In einem solchen Fall rufen Sie bitte nochmals an.

Es sind nur wenige Praxisstunden verfügbar und die wollen gut genutzt werden. Das Honorar für einzelne Sitzungsstunden ist deshalb stets mittels Überweisung vollständig mit Zahlungseingang spätestens 14 Tage vor dem ersten Treffen und bei weiteren 7 Tage vorher zu begleichen. Details dazu sende ich Ihnen per Mail, damit Sie auch hier gut informiert sind.

Weshalb spätestens 14 beziehungsweise 7 Tage vorher? Termine, die nicht mit Zahlungseingang bestätigt worden sind, fallen auffällig häufiger aus. Und die wiederholten Nachfragen nehmen sehr viele Zeit in Anspruch. Ich stehe deswegen gerade vor der Entscheidung, ob und wie ich die Honorare entweder deutlich anpasse, um das aufzufangen oder die Organisation konsequent so zu gestalten, dass es für alle Beteiligten fair ist. Aus diesem Grund biete ich auch testweise zwei Optionen hinsichtlich der Terminverschiebung bei den Honoraren an.

Es stehen hier in der Woche maximal 20 Stunden für Psychotherapie zur Verfügung und jeder ausgefallene Termin bedeutet für Betroffene, dass sie meine Hilfe nicht in Anspruch nehmen können. Ich verstehe, wenn es anders für Sie angenehmer wäre, doch ist diese Lösung für alle Beteiligten die fairste.

Sie können bei zeitnahen Terminen Echtzeitüberweisung (ist mittlerweile oft kostenfrei) nutzen und die Überweisung benötigt wenige Minuten oder wir vereinbaren einen Termin mit entsprechendem Vorlauf.

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und freue mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Wer Sie begleitet

 

Mein Name ist Karsten Noack.

Seit 1998 begleite ich Menschen therapeutisch bei Ängsten, Angststörungen, Panik, Phobien, Traumafolgen und innerer Überforderung.

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder: Viele Menschen tragen nach außen Verantwortung, wirken leistungsfähig und halten im Alltag vieles zusammen. Zugleich kostet es innerlich viel Kraft, mit Angst, Anspannung, alten Erfahrungen oder körperlichen Alarmreaktionen zu leben.

Meine therapeutische Arbeit basiert auf integrativer Psychotherapie mit hypnotherapeutischen Elementen. Ich verbinde verschiedene bewährte Ansätze und stimme das Vorgehen auf Ihre Situation, Ihre Belastbarkeit und Ihre Ziele ab.

Therapie ist eine persönliche Zusammenarbeit. Deshalb kann es hilfreich sein, bereits vor der ersten Kontaktaufnahme einen Eindruck davon zu bekommen, wer Sie begleitet.

In meinem Profil erfahren Sie mehr über meinen beruflichen Weg, meine Erfahrung, meine therapeutische Haltung und meine Art zu arbeiten. So können Sie in Ruhe prüfen, ob mein Angebot und meine Arbeitsweise zu Ihrem Anliegen passen.

Vertrauen entsteht durch Erfahrung, Transparenz und einen sorgfältigen Rahmen. Darauf lege ich großen Wert.

Die Sitzungen können auf Deutsch oder Englisch stattfinden.

Was kostet therapeutische Begleitung mit hypnotherapeutischen Elementen?

Integrative Psychotherapie bei Ängsten, Angststörungen und Traumafolgen – online und in Berlin

 

Transparente Rahmenbedingungen schaffen eine gute Grundlage für therapeutische Zusammenarbeit.

Hier finden Sie die Honorare, Informationen zur Sitzungsdauer, zur möglichen Anzahl der Sitzungen sowie zu Zahlung und Terminvereinbarung.

 

 

Honorar für therapeutische Sitzungen

 

Die folgenden Honorare gelten während meiner regulären Geschäftszeiten:

Montag bis Mittwoch, 07:00 bis 17:00 Uhr

Online-Sitzungen und telefonische Sitzungen

60 Minuten: 179 Euro
90 Minuten: 268,50 Euro

Online-Sitzungen bilden meinen regulären therapeutischen Rahmen.

Sie ermöglichen konzentriertes Arbeiten in vertrauter Umgebung und lassen sich gut mit dem Alltag verbinden. Viele therapeutische Impulse können anschließend unmittelbar dort weiterwirken, wo Ihr tägliches Leben stattfindet.

Sitzungen in der Praxis in Berlin

60 Minuten: 229 Euro
90 Minuten: 343,50 Euro

Sitzungen in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg stehen als zusätzliches Format zur Verfügung.

 

 

Welche Sitzungsdauer ist sinnvoll?

 

Für die erste Sitzung empfehle ich in der Regel 90 Minuten.

Dieser Rahmen bietet ausreichend Zeit, Ihre Situation und Ihre Ziele kennenzulernen, Zusammenhänge einzuordnen und bereits erste therapeutische Schritte zu gehen.

Auch im weiteren Verlauf sind 90 Minuten für viele Anliegen ein hilfreicher Rahmen.

Je nach Thema, Entwicklung und therapeutischem Prozess können Sitzungen von 60 Minuten ebenso sinnvoll sein.

 

 

 

Optionales therapeutisches Vorgespräch

 

Für eine gezielte Indikations- und Rahmenklärung kann ein telefonisches Vorgespräch vereinbart werden.

Dauer: bis zu 30 Minuten
Honorar: 45 Euro

Das Gespräch dient dazu, Ihr Anliegen und wichtige Voraussetzungen einzuordnen und den passenden therapeutischen Rahmen zu klären.

Die therapeutische Arbeit beginnt in den regulären Sitzungen.

 

 

 

Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?

 

Jeder therapeutische Prozess entwickelt sich individuell.

Bei Ängsten und Angststörungen erlebe ich häufig einen Rahmen von ungefähr drei bis acht Sitzungen. Bei manchen Anliegen zeigen sich wesentliche Veränderungen bereits früh. Andere Themen profitieren von einem längeren Prozess oder größeren Abständen zwischen den Sitzungen.

Nach den ersten Sitzungen lässt sich meist gut erkennen, welche Entwicklung bereits stattfindet und welcher weitere Rahmen hilfreich erscheint.

Mein Anspruch dabei ist:

Von Beginn an arbeiten wir auf spürbare Veränderung hin.

Therapie darf zielgerichtet sein. Gleichzeitig bekommt der Prozess den Raum und das Tempo, das zu Ihnen und Ihrer Situation passt.

 

 

 

Was den therapeutischen Verlauf beeinflusst

 

Die Dauer der Zusammenarbeit wird unter anderem beeinflusst durch:

  • Ihr Anliegen und Ihre Ziele
  • die Intensität und Dauer der bisherigen Belastung
  • Ihre aktuelle Lebenssituation
  • vorhandene Ressourcen
  • bisherige therapeutische Erfahrungen
  • die Qualität unserer Zusammenarbeit
  • Ihre Möglichkeiten, therapeutische Impulse im Alltag aufzugreifen
  • die Erfahrungen und Veränderungen zwischen den Sitzungen

Gerade die Zeit zwischen den Terminen kann wertvoll sein.

Neue Perspektiven, Übungen und Erfahrungen dürfen sich im Alltag entwickeln und zunehmend selbstverständlich werden.

Aus therapeutischen Impulsen entsteht auf diese Weise gelebte Veränderung.

 

 

 

Die therapeutische Zusammenarbeit

 

Therapie ist für mich eine aktive Zusammenarbeit.

Sie bringen Ihre Erfahrungen, Ziele und Wahrnehmungen mit.

Ich bringe meine therapeutische Erfahrung, unterschiedliche Zugänge und einen klaren Blick auf den Prozess ein.

Besonders hilfreich ist es, wenn Sie neue Perspektiven mit Interesse prüfen, Erfahrungen auf sich wirken lassen und therapeutische Impulse auch zwischen den Sitzungen aufgreifen.

So kann Schritt für Schritt mehr innere Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Handlungsspielraum entstehen.

 

 

 

Zahlung

 

Das Honorar wird per Überweisung gezahlt.

Für die erste Sitzung ist der Zahlungseingang spätestens 14 Tage vor dem Termin vorgesehen.

Für Folgesitzungen ist der Zahlungseingang spätestens 7 Tage vor dem Termin vorgesehen.

Alle Zahlungsinformationen erhalten Sie rechtzeitig per E-Mail.

So kennen Sie die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen bereits vor dem jeweiligen Termin.

 

 

 

Verbindliche Terminplanung

 

Ein vereinbarter Termin reserviert die entsprechende Zeit ausschließlich für Sie.

Für reguläre Termine bis zu einer Dauer von 120 Minuten ist eine einmalige Terminverschiebung bis 72 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Dabei zählen Werktage von Montag bis Freitag einschließlich der jeweiligen Uhrzeit.

Für spätere Änderungen oder versäumte Termine wird die reservierte Zeit entsprechend der getroffenen Vereinbarung berechnet.

Für längere Termine und Terminblöcke gelten individuell vereinbarte Rahmenbedingungen.

Die konkreten Informationen erhalten Sie im Zusammenhang mit Ihrer Terminvereinbarung schriftlich.

 

 

 

Termine mit erhöhter Flexibilität

 

Falls Ihnen eine kurzfristigere Terminänderung wichtig ist, können Sie bereits bei der Vereinbarung eine erhöhte Flexibilität wählen.

Der Aufpreis beträgt:

45 Euro je Sitzung

Damit ist eine einmalige Terminänderung bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.

Diese Option kann besonders hilfreich sein, wenn Ihre berufliche oder persönliche Situation eine größere terminliche Beweglichkeit erfordert.

 

 

 

Termine außerhalb der regulären Zeiten

 

Termine außerhalb meiner regulären Geschäftszeiten sowie Termine an Wochenenden und Feiertagen können nach Vereinbarung angeboten werden.

Hierfür gilt ein Aufschlag von 20 bis 35 Prozent.

Wenn für einen Termin zusätzliche Reise- oder Übernachtungszeiten erforderlich sind, vereinbaren wir den entsprechenden Rahmen und das Honorar vorab schriftlich.

 

 

 

Krankenkasse, private Krankenversicherung und Beihilfe

 

Die therapeutischen Sitzungen werden grundsätzlich als Selbstzahlerleistung vereinbart.

Je nach persönlichem Vertrag können private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder Zusatzversicherungeneine Erstattung vorsehen.

Wenn Sie eine Erstattung nutzen möchten, klären Sie die Bedingungen am besten vor Beginn der Zusammenarbeit direkt mit Ihrem Versicherer beziehungsweise Ihrer Beihilfestelle.

Sie erhalten für die therapeutischen Leistungen eine Rechnung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite:

Kostenübernahme durch Krankenkassen und Versicherungen

 

 

 

Umsatzsteuer

 

Psychotherapeutische Heilbehandlungen werden bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen umsatzsteuerfrei berechnet.

Die steuerliche Behandlung richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben.

 

 

 

Online oder Praxis?

 

Für viele therapeutische Anliegen bietet die Online-Sitzung einen sehr guten Rahmen.

Sie können aus Ihrer vertrauten Umgebung teilnehmen, sparen Anfahrtszeit und können therapeutische Erfahrungen anschließend unmittelbar in Ihren Alltag übertragen.

Sitzungen in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg stehen ebenfalls zur Verfügung.

Gemeinsam können wir den Rahmen wählen, der zu Ihrem Anliegen und Ihrer Situation passt.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn Sie eine therapeutische Zusammenarbeit erwägen, schreiben Sie mir über das Kontaktformular kurz, worum es Ihnen geht.

Je konkreter Sie Ihr Anliegen und Ihr gewünschtes Ziel beschreiben, desto leichter kann ich Ihre Anfrage einordnen.

Sie können dort auch angeben:

  • ob Sie eine Online-Sitzung oder einen Termin in Berlin bevorzugen
  • welche Zeiten für Sie gut passen
  • ob Sie die persönliche Ansprache mit Sie oder Du wünschen

So kann die therapeutische Zusammenarbeit bereits mit einem klaren und gut vorbereiteten Rahmen beginnen.

Wenn meine Arbeitsweise zu Ihnen und Ihrem Anliegen passt, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

Fragen Sie mich gerne persönlich  

 

Wenn Sie eine therapeutische Zusammenarbeit erwägen, können Sie mir über das Kontaktformular kurz schildern, worum es Ihnen geht.

Das Kontaktformular ist der beste Weg für den ersten Kontakt. Ihre Angaben helfen mir, Ihr Anliegen einzuordnen und Ihnen gezielt zu antworten.

Viele organisatorische Fragen können Sie bereits vorab auf diesen Seiten klären. Sie finden ausführliche Informationen zu Honoraren, Sitzungsdauer, möglicher Kostenübernahme durch Versicherer, therapeutischem Ablauf und wichtigen Rahmenbedingungen.

Auch mein Profil sowie zahlreiche Beiträge und Videos geben Ihnen einen Eindruck von meiner therapeutischen Haltung und Arbeitsweise. So können Sie in Ruhe prüfen, ob Sie sich eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen können.

Transparenz ist mir wichtig. Sie sollen möglichst früh wissen, was Sie erwartet und wie die Zusammenarbeit gestaltet ist.

 

 

Während der therapeutischen Zusammenarbeit

 

Mit Beginn der Therapie erhalten Sie meine Telefonnummern für den persönlichen Kontakt.

Während meiner Sitzungen widme ich meine Aufmerksamkeit vollständig dem jeweiligen Menschen. Eine Nachricht mit Ihrem Namen, Ihrer Telefonnummer und dem konkreten Anlass Ihres Anrufs ermöglicht mir anschließend eine gezielte Rückmeldung.

 

 

Kontakt und Terminvereinbarung

 

Für Anfragen und Terminvereinbarungen nutzen Sie vorzugsweise das Kontaktformular.

Alternativ erreichen Sie mich per E-Mail unter mail@noack-hypnose.de.

Wenn Sie vor Ihrer Anfrage die organisatorischen Informationen lesen, kennen Sie bereits die wichtigsten Rahmenbedingungen und können leichter entscheiden, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen und Ihren Vorstellungen passt.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass meine therapeutische Arbeitsweise zu Ihnen passt, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

Nachricht

 

Vorzugsweise bitte dieses Formular nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist Ihnen überlassen, was Sie eintragen. Umso genauer Sie sind, desto einfacher machen Sie mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklären Sie sich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Ihnen ist bekannt, dass Sie Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs! ...". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen!

Anmerkungen:

In der Adresszeile Ihres Browsers sollte die URL beginnen mit „https://www.noack-hypnose.de/...”,  daran erkennen Sie eine sichere Verbindung (SSL). Ob Sie Ihren tatsächlichen Name eingeben, ist Ihnen überlassen.

Vorbereitung auf die erste Sitzung

 

Mit Ihrer Terminbestätigung erhalten Sie Hinweise, wie Sie sich auf die erste Sitzung vorbereiten können.

Dazu gehören Informationen zum Ablauf, zur Zahlung, zum organisatorischen Rahmen und – falls erforderlich – aktuelle Hinweise zu Praxisbesuchen, Online-Sitzungen oder besonderen Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Sie dürfen Ihr Anliegen in einfachen Worten beschreiben. Es reicht, wenn Sie mitbringen, was Sie aktuell belastet, was Sie sich wünschen und was Sie bereits versucht haben.

Hilfreich kann es sein, sich vorab einige Fragen zu stellen:

  • Was ist der wichtigste Grund für Ihre Kontaktaufnahme?

  • Seit wann besteht das Thema?

  • In welchen Situationen zeigt es sich besonders deutlich?

  • Was vermeiden Sie inzwischen?

  • Was hat Ihnen bisher geholfen?

  • Was hat zusätzlichen Druck erzeugt?

  • Welche Veränderung wünschen Sie sich?

  • Gibt es medizinische oder psychiatrische Themen, die bereits abgeklärt wurden?

Diese Fragen dienen Ihrer Orientierung. Eine erste innere Sortierung genügt.

 

 

 

Die erste Sitzung

 

Die erste Sitzung dient der Orientierung, dem Kennenlernen und der gemeinsamen Klärung Ihres Anliegens.

Wir schauen sorgfältig auf Ihre Situation, Ihre Belastung, Ihre bisherigen Erfahrungen und Ihre Ziele. Dabei entsteht ein erster Eindruck davon, welcher therapeutische Rahmen sinnvoll ist und welche nächsten Schritte hilfreich sein können.

Wichtige Weichen werden gleich zu Beginn gestellt. Dazu gehören Vertrauen, ein passendes Tempo, fachliche Sorgfalt und ein gemeinsames Verständnis Ihres Anliegens.

Sie bestimmen mit, wie tief wir einsteigen und welches Tempo für Sie stimmig ist. Gerade bei Ängsten, Traumafolgen oder schambesetzten Themen ist ein sicherer Rahmen besonders wichtig.

Meine therapeutische Arbeit basiert auf integrativer Psychotherapie mit hypnotherapeutischen Elementen. Das bedeutet: Die Methode folgt dem Menschen. Entscheidend ist, was in Ihrer aktuellen Situation hilfreich, stimmig und tragfähig ist.

Oft erhalten Sie Impulse oder Übungen, mit denen Sie die therapeutische Arbeit zwischen den Sitzungen unterstützen können. Denn Veränderung soll in der Sitzung beginnen und Schritt für Schritt auch im Alltag tragfähig werden.

Ziel ist, dass Sie mehr Orientierung, Selbstregulation, innere Sicherheit und Handlungsspielraum entwickeln.

Therapeutische Begleitung soll Sie stärken – und mit der Zeit immer eigenständiger machen.

Sie sind nicht in Berlin, bzw. wünschen sich eine Alternative zum Praxisbesuch?

 

Sie sind nicht in Berlin oder wollen bzw. können aus anderen Gründen nicht in die Praxis kommen? Dann lohnt es sich, die folgenden Informationen zu den Optionen zu lesen:

 

 

a. Anreise

 

Für Klienten, die anreisen, besteht bei frühzeitiger Reservierung die Möglichkeit, an aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 2 Sitzungen an einem Tag durchzuführen. Es gilt in einer ersten Telefon- oder Onlinesitzung  vorab zu klären, ob das eine empfehlenswerte Option ist, da hierfür entsprechende Voraussetzungen erforderlich sind. Jegliche Quellen zusätzlichen Drucks sind im Interesse des Therapieerfolgs zu vermeiden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Anreise.

 

 

 

b. Onlinesitzungen

 

Manchmal ist ein persönliches Treffen nicht möglich oder ideal. In solchen Fällen ist eine Telefonsitzung oder eine Sitzung mit Videounterstützung über das Internet eine Alternative oder Ergänzung. Seit vielen Jahren nutze ich dieses Setting und viele Klient:innen haben damit sehr gute Erfolge erzielt. Die Erfahrungen machen es leicht, auch auf diesem Weg sehr intensive Sitzungen zu realisieren. Sie sind flexibler und können auch sehr zeitnah meine Unterstützung nutzen. Es gelten aktuell reduzierte Honorare für solche Sitzungen.

Das ist übrigens auch eine Option, falls Sie einmal überraschend verhindert sein sollten.

ich Bräuche von Ihnen die Versicherung, dass Sie sich während der Onlinesitzung in Deutschland aufhalten. Hierzu benötige ich ggf. eine Anschrift in Deutschland.

Selbsthypnose

 

Wenn Sie das wollen und wo es sich anbietet, vermittle ich Ihnen Selbsthypnose zur Ergänzung der hypnotherapeutischen Sitzungen. Selbsthypnose ist ein Werkzeug, um unbewusste Prozesse und somit mentale Zustände selbst zu steuern.

Nachdem Sie mit meiner Unterstützung positive Tranceerfahrungen gemacht haben, können Sie Selbsthypnose sehr schnell erlernen. Das hilft Ihnen auch außerhalb der Therapie selbstbestimmt voranzukommen. Es beschleunigt den Prozess, vertieft und festigt das Erreichte. Ihre Eigenständigkeit wird so gefördert. Ein guter Therapeut macht sich aus meiner Sicht so schnell wie möglich überflüssig. Selbsthypnose ist eine hervorragende Methode zur Selbsthilfe, die über das eigentliche Thema hinaus sehr bereichernd ist.

Wichtige Hinweise für Ihre Orientierung

 

Vor einer Kontaktaufnahme finden Sie auf diesen Seiten ausführliche Informationen zu Honorar, Terminvereinbarung, therapeutischen Rahmenbedingungen, Kontraindikationen und häufigen Fragen.

So können Sie sich bereits vorab ein klares Bild von meiner Arbeitsweise und den organisatorischen Voraussetzungen machen.

Die Inhalte dieser Website dienen der Information und Orientierung. Eine persönliche therapeutische Einschätzung entsteht im direkten Kontakt und im Rahmen der vereinbarten Zusammenarbeit.

Meine therapeutische Tätigkeit erfolgt auf Grundlage der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.

Medizinische Diagnostik, ärztliche Behandlung und medikamentöse Therapie gehören in den entsprechenden ärztlichen beziehungsweise psychiatrischen Rahmen. Wenn eine solche Abklärung sinnvoll erscheint, kann sie die psychotherapeutische Begleitung ergänzen.

Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken, psychotischen Symptomen oder dringendem medizinischem Klärungsbedarf wenden Sie sich bitte unmittelbar an die zuständigen ärztlichen oder psychiatrischen Stellen, eine psychiatrische Notaufnahme beziehungsweise den Notruf 112.

Wenn Sie eine therapeutische Zusammenarbeit erwägen, schildern Sie mir über das Kontaktformular kurz Ihr Anliegen. So kann ich Ihre Anfrage gezielt einordnen.

Beiträge zum Thema

Häufige Fragen zu Ängsten und Angststörungen

 

Angst kann verwirrend sein.

Manchmal versteht der Verstand längst, dass eine Situation sicher ist.

Und trotzdem reagiert der Körper.

Das Herz schlägt schneller.

Die Gedanken kreisen.

Der Impuls entsteht, eine Situation zu verlassen oder künftig zu vermeiden.

Viele Menschen fragen sich dann:

„Was passiert da mit mir?“

„Ist das gefährlich?“

„Kann sich das wieder verändern?“

„Was hilft wirklich?“

Auf dieser Seite beantworte ich häufige Fragen zu Ängsten und Angststörungen.

Die Antworten dienen der Orientierung.

Eine individuelle therapeutische Einschätzung entsteht immer aus der persönlichen Situation.

 

 

 

Ist Angst grundsätzlich etwas Schlechtes?

 

Angst gehört zu unserem natürlichen Schutzsystem.

Sie hilft uns, Gefahren wahrzunehmen, Aufmerksamkeit zu bündeln und schnell zu reagieren.

Ohne Angst wären wir deutlich schlechter geschützt.

Problematisch wird Angst vor allem dann, wenn das Alarmsystem sehr empfindlich reagiert.

Dann entsteht starke Angst auch in Situationen, die objektiv vergleichsweise sicher sind.

Oder die Angst bleibt lange aktiv, obwohl die ursprüngliche Belastung bereits vorbei ist.

Therapeutisch geht es deshalb selten darum, Angst vollständig abzuschaffen.

Es geht darum, dass das Alarmsystem wieder angemessener reagiert und Sie mehr Freiheit im Umgang damit gewinnen.

 

 

 

Ist Angst gefährlich?

 

Angst kann sich ausgesprochen intensiv anfühlen.

Herzrasen.

Zittern.

Schwindel.

Atemveränderungen.

Engegefühl.

Hitze.

Übelkeit.

Ein Gefühl von Kontrollverlust.

Diese Reaktionen können erschreckend wirken.

Bei einer Angstreaktion aktiviert der Körper Schutzmechanismen, die auf schnelles Handeln vorbereiten.

Die Symptome selbst sind dabei häufig Ausdruck dieser Aktivierung.

Körperliche Beschwerden verdienen zugleich eine angemessene medizinische Abklärung, besonders wenn sie neu auftreten, sich verändern oder bisher ungeklärt sind.

Nach einer solchen Abklärung kann es sehr entlastend sein zu verstehen:

Ein starkes Alarmsignal bedeutet nicht automatisch eine starke äußere Gefahr.

 

 

 

Kann man vor Angst ohnmächtig werden?

 

Viele Menschen mit Panik oder starker Angst fürchten eine Ohnmacht.

Bei typischen Angst- und Panikreaktionen steigt die körperliche Aktivierung häufig zunächst an.

Ohnmachten sind deshalb bei klassischen Panikreaktionen eher ungewöhnlich.

Eine Ausnahme können bestimmte Reaktionsmuster sein, etwa bei Blut-, Verletzungs- oder Spritzenphobien. Dort kann es zu einem deutlichen Blutdruckabfall kommen.

Wenn Sie Ohnmachtsanfälle erleben, gehört die Ursache medizinisch abgeklärt.

 

 

 

Ist ein Leben ohne Angst möglich?

 

Ein vollkommen angstfreies Leben wäre weder realistisch noch wünschenswert.

Angst schützt.

Das therapeutische Ziel lautet eher:

Angst darf wieder die passende Größe bekommen.

Sie darf auftauchen, wenn sie gebraucht wird.

Und sie darf wieder abklingen.

Menschen können lernen, Angst wahrzunehmen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben.

Genau daraus entsteht Freiheit.

 

 

 

Ist Angst angeboren oder erlernt?

 

Beides spielt eine Rolle.

Menschen unterscheiden sich in ihrer biologischen Sensibilität.

Auch Temperament und Stressreaktivität können verschieden ausgeprägt sein.

Gleichzeitig lernt unser Nervensystem aus Erfahrungen.

Ein konkretes belastendes Erlebnis kann Angst prägen.

Auch wiederholter Stress, Beobachtungslernen, Beziehungserfahrungen oder Vermeidung können eine Rolle spielen.

Deshalb ist die sinnvollere Frage häufig:

Wie ist mein persönliches Angstmuster entstanden – und was hält es heute aufrecht?

 

 

 

Wie entsteht eine Angststörung?

 

Angststörungen entstehen meist aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Dazu können gehören:

biologische Empfindlichkeit,

belastende Erfahrungen,

lang anhaltender Stress,

bestimmte Bewertungen,

starke Selbstbeobachtung,

Lernerfahrungen,

Vermeidungsverhalten,

Sicherheitsstrategien,

körperliche Sensibilität

und psychosoziale Belastungen.

Das bedeutet gleichzeitig:

Es gibt mehrere Ansatzpunkte für Veränderung.

 

 

 

Ist Angst reine Kopfsache?

 

Angst ist weit mehr als Denken.

Sie umfasst Körper, Gehirn, Nervensystem, Aufmerksamkeit, Verhalten und Lernerfahrungen.

Der Verstand kann durchaus wissen:

„Ich bin sicher.“

Und der Körper reagiert gleichzeitig:

„Gefahr.“

Genau deshalb reicht der Satz „Denk einfach anders“ häufig kaum aus.

Therapeutische Veränderung entsteht besonders wirksam, wenn Denken, Körperreaktionen, Verhalten und neue Erfahrungen zusammenkommen.

Mehr dazu:

Ist Angst reine Kopfsache?

 

 

 

Warum reagiert mein Körper, obwohl ich weiß, dass ich sicher bin?

 

Automatische Alarmreaktionen können schneller ablaufen als bewusste Bewertungen.

Das Nervensystem arbeitet stark mit Mustern und Erfahrungen.

Wenn eine Situation früher mit Gefahr, Überforderung oder Kontrollverlust verbunden wurde, kann der Körper bereits reagieren, bevor der bewusste Verstand die Lage vollständig eingeordnet hat.

Das erklärt einen häufigen Satz meiner Patientinnen und Patienten:

„Ich weiß, dass nichts passiert. Mein Körper glaubt mir bloß noch nicht.“

Therapeutisch geht es deshalb um neue Erfahrungen.

Der Körper darf zunehmend erleben:

Diese Situation kann ich bewältigen.

 

 

 

Was bedeutet Angst vor der Angst?

 

Nach einer intensiven Angst- oder Panikerfahrung kann die Angst vor einer Wiederholung entstehen.

Dann richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf mögliche erste Anzeichen:

„Ist mir gerade schwindelig?“

„Schlägt mein Herz schneller?“

„Beginnt es wieder?“

Diese intensive Beobachtung erhöht häufig die Anspannung.

Körperempfindungen werden stärker wahrgenommen.

Und genau das kann erneut Angst auslösen.

So entsteht ein Kreislauf.

Ein wichtiger therapeutischer Schritt besteht darin, Körperempfindungen wieder angemessener einzuordnen und die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken.

 

 

 

Was ist eine Panikattacke?

 

Eine Panikattacke ist eine Phase sehr intensiver Angst, die häufig rasch ansteigt.

Typische Symptome können sein:

Herzklopfen,

Atemveränderungen,

Schwindel,

Zittern,

Schwitzen,

Enge,

Übelkeit,

Derealisation,

Angst vor Kontrollverlust

oder die Befürchtung, etwas Schlimmes könne geschehen.

Gerade die Intensität führt häufig dazu, dass Menschen beginnen, die Panik selbst zu fürchten.

Dann wird aus einer einzelnen Erfahrung möglicherweise ein größerer Angstkreislauf.

 

 

 

Warum fühlt sich Angst manchmal an, als würde ich sterben?

 

Starke Angst aktiviert das Schutzsystem des Körpers.

Viele der entstehenden Empfindungen werden normalerweise mit Gefahr verbunden.

Wenn Herz, Atmung und Wahrnehmung sich plötzlich stark verändern, kann das Gehirn daraus schließen:

„Hier geschieht etwas Ernstes.“

Dadurch verstärkt sich die Alarmreaktion.

Bei medizinisch ungeklärten Beschwerden steht zunächst eine ärztliche Abklärung im Vordergrund.

Ist die körperliche Situation geklärt, hilft vielen Menschen ein besseres Verständnis ihrer Angstreaktionen.

 

 

 

Welche Rolle spielt Adrenalin bei Angst?

 

Adrenalin gehört zu den Botenstoffen, die bei einer Stress- und Alarmreaktion eine wichtige Rolle spielen.

Der Körper stellt Energie bereit.

Herz und Kreislauf passen sich an.

Die Aufmerksamkeit wird fokussierter.

Muskeln werden für Handlung vorbereitet.

Das kann sich sehr intensiv anfühlen.

Diese Aktivierung besitzt einen Sinn:

Der Organismus bereitet sich auf Schutz und Handlung vor.

 

 

 

Warum verändert Angst die Atmung?

 

Unter Stress verändert sich häufig die Atmung.

Sie kann schneller oder flacher werden.

Manche Menschen beginnen stärker zu atmen, als der Körper aktuell benötigt.

Dadurch können Empfindungen wie Kribbeln, Benommenheit oder Schwindel entstehen.

Diese Empfindungen werden wiederum möglicherweise als Gefahr bewertet.

So kann sich ein Kreislauf verstärken.

Eine ruhige, natürliche Atmung und ein hilfreicher Umgang mit Körperempfindungen können deshalb Bestandteil therapeutischer Arbeit sein.

 

 

 

Welche Rolle spielt die Amygdala?

 

Die Amygdala ist Teil eines komplexen Netzwerks im Gehirn, das an der Verarbeitung emotional bedeutsamer Reize beteiligt ist.

Sie wird häufig als „Angstzentrum“ bezeichnet.

Diese Vereinfachung greift jedoch zu kurz.

Angst entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Hirnregionen, Körpersysteme, Gedächtnisprozesse und Bewertungen.

Für Betroffene ist vor allem eine Erkenntnis wichtig:

Das Gehirn kann Gefahrenreaktionen lernen.

Und es kann durch neue Erfahrungen ebenfalls umlernen.

 

 

 

Warum bekomme ich plötzlich Angst ohne erkennbaren Grund?

 

Manchmal erscheint Angst wie aus dem Nichts.

Das bedeutet keineswegs, dass keinerlei Auslöser vorhanden war.

Möglicherweise wurde ein subtiler körperlicher Reiz wahrgenommen.

Ein Gedanke.

Eine Erinnerung.

Ein Geruch.

Ein bestimmter Ort.

Erschöpfung.

Stress.

Koffein.

Eine Körperempfindung.

Oder eine unbewusste Verbindung zu früheren Erfahrungen.

Therapeutisch muss deshalb keineswegs immer der eine große Auslöser gefunden werden.

Oft ist wichtiger, den gegenwärtigen Kreislauf zu verstehen.

 

 

 

Welche Rolle spielt Stress bei Angststörungen?

 

Anhaltender Stress kann das gesamte System empfindlicher machen.

Wenn der Organismus über längere Zeit stark beansprucht ist, sinkt häufig die Schwelle für Alarmreaktionen.

Menschen erleben dann beispielsweise:

mehr innere Unruhe,

stärkere Reizbarkeit,

schlechteren Schlaf,

intensivere Körperreaktionen

oder schnellere Überforderung.

Stressreduktion allein löst eine ausgeprägte Angststörung selten vollständig.

Sie kann jedoch einen wichtigen Teil der therapeutischen Arbeit bilden.

 

 

 

Können Sorgen Angst verstärken?

 

Sorgen sind zunächst ein Versuch, Probleme gedanklich vorzubereiten.

Bei übermäßigem Sorgen entsteht jedoch leicht eine dauerhafte Beschäftigung mit möglichen Gefahren.

Das Gehirn erhält immer wieder dieselbe Botschaft:

„Da könnte etwas passieren.“

Dadurch kann das Alarmsystem aktiv bleiben.

Besonders bei einer generalisierten Angststörung spielen schwer steuerbare Sorgen eine zentrale Rolle.

 

 

 

Welche Rolle spielt Perfektionismus?

 

Perfektionismus kann Ängste verstärken, wenn Sicherheit an unrealistisch hohe Bedingungen geknüpft wird.

Zum Beispiel:

„Ich darf keinen Fehler machen.“

„Ich muss sicher wissen, was passieren wird.“

„Ich muss vollständig vorbereitet sein.“

„Ich darf keinerlei Unsicherheit zeigen.“

Das Problem liegt weniger in hohen Ansprüchen als in der Bedeutung, die Abweichungen bekommen.

Therapeutisch kann es hilfreich sein, mehr Flexibilität und einen realistischeren Umgang mit Unsicherheit zu entwickeln.

 

 

 

Warum verstärkt Kontrollieren manchmal Angst?

 

Kontrollieren kann kurzfristig beruhigen.

Noch einmal die Tür prüfen.

Noch einmal den Körper überprüfen.

Noch einmal nach Symptomen suchen.

Noch einmal jemanden um Bestätigung bitten.

Die Erleichterung wirkt angenehm.

Und genau darin liegt ein möglicher Lernmechanismus.

Das Gehirn kann daraus schließen:

„Gut, dass wir kontrolliert haben. Offenbar war Kontrolle notwendig.“

Dadurch wächst beim nächsten Mal der Impuls, erneut zu prüfen.

 

 

 

Was ist Sicherheitsverhalten?

 

Sicherheitsverhalten sind Strategien, die helfen sollen, eine gefürchtete Situation auszuhalten oder eine vermutete Gefahr zu verhindern.

Beispiele:

immer in der Nähe eines Ausgangs sitzen,

nur mit Begleitung fahren,

ständig Wasser mitnehmen,

den eigenen Puls überprüfen,

eine bestimmte Person jederzeit erreichbar halten,

Fluchtwege planen.

Viele dieser Verhaltensweisen wirken zunächst vernünftig.

Entscheidend ist ihre Funktion.

Wenn das Nervensystem lernt:

„Ohne diese Strategie bin ich in Gefahr“,

kann Sicherheitsverhalten die Angst langfristig stabilisieren.

 

 

 

Warum kann Vermeidung Angst verstärken?

 

Vermeidung wirkt kurzfristig hervorragend.

Die gefürchtete Situation entfällt.

Die Anspannung sinkt.

Das Gehirn kann daraus lernen:

„Weggehen hat mich geschützt.“

Dadurch bekommt die Situation beim nächsten Mal noch mehr Bedeutung.

Der Lebensradius kann sich zunehmend verkleinern.

Therapeutisches Lernen setzt deshalb häufig darauf, angemessene neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Schritt für Schritt.

 

 

 

Muss ich mich meiner Angst stellen?

 

Bei vielen Angststörungen gehören neue Erfahrungen mit gefürchteten Situationen oder Körperempfindungen zu einer wirksamen Behandlung.

Dabei geht es um mehr als bloßes Aushalten.

Es geht um Lernen.

Zum Beispiel:

„Ich kann hier bleiben.“

„Ich kann diese Empfindung erleben.“

„Ich habe Handlungsmöglichkeiten.“

„Meine Befürchtung tritt anders ein als erwartet.“

Solche Erfahrungen verändern Angst häufig nachhaltiger als reine Beruhigung.

 

 

 

Ist Ablenkung bei Angst hilfreich?

 

Ablenkung kann kurzfristig entlasten.

Sie kann in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll sein.

Wird Ablenkung jedoch zur zwingenden Voraussetzung, kann daraus eine Sicherheitsstrategie entstehen.

Dann lautet die innere Botschaft:

„Ich kann Angst nur bewältigen, solange ich sie nicht wahrnehme.“

Therapeutisch ist häufig hilfreicher, Flexibilität zu entwickeln.

Manchmal Aufmerksamkeit bewusst umlenken.

Manchmal Körperempfindungen wahrnehmen.

Manchmal in der Situation bleiben.

Und dabei zunehmend erleben:

Ich kann damit umgehen.

 

 

 

Hilft Bewegung bei Angst?

 

Regelmäßige körperliche Bewegung kann psychisches Wohlbefinden, Schlaf, Stressregulation und körperliches Vertrauen unterstützen.

Sie ist deshalb häufig ein wertvoller Baustein.

Bei einer ausgeprägten Angststörung ersetzt Bewegung eine gezielte Behandlung kaum.

Sie kann sie sinnvoll ergänzen.

Besonders interessant ist Bewegung für Menschen, die körperliche Aktivierung selbst fürchten.

Denn der Körper darf dabei erleben:

Ein schnellerer Herzschlag, Wärme und stärkere Atmung können auch Ausdruck gesunder Aktivität sein.

 

 

 

Können Angststörungen Beziehungen belasten?

 

Ja.

Angst betrifft häufig auch das soziale Umfeld.

Partnerinnen, Partner oder Angehörige übernehmen möglicherweise immer mehr Aufgaben.

Gemeinsame Aktivitäten werden eingeschränkt.

Rückversicherung nimmt viel Raum ein.

Oder beide Menschen beginnen, ihr Leben zunehmend um die Angst herum zu organisieren.

Gleichzeitig können Beziehungen eine enorme Ressource darstellen.

Ein hilfreicher Umgang unterstützt den Menschen, ohne die Angststruktur dauerhaft zu verstärken.

 

 

 

Wie können Angehörige helfen?

 

Hilfreich sind häufig:

Ruhe,

Interesse,

Respekt,

Geduld

und Vertrauen in die Fähigkeiten der betroffenen Person.

Weniger hilfreich kann es sein, jede gefürchtete Situation dauerhaft zu vermeiden oder ständig neue Rückversicherung zu geben.

Eine hilfreiche Haltung lautet:

„Ich bin bei dir. Und ich traue dir zu, dass du zunehmend wieder eigene Schritte gehen kannst.“

 

 

 

Können Angststörungen mit zunehmendem Alter verschwinden?

 

Angststörungen entwickeln sich individuell.

Manche Beschwerden verändern sich über die Lebensspanne.

Andere bleiben bestehen oder wandeln ihre Form.

Entscheidend ist weniger das Alter allein als das Zusammenspiel aus Lernerfahrungen, Belastungen, Gesundheit, Lebenssituation und Umgang mit der Angst.

Auch langjährig bestehende Muster können sich verändern.

 

 

 

Kann Ernährung Angst beeinflussen?

 

Körperliche Faktoren können das Erleben von Angst beeinflussen.

Beispielsweise reagieren manche Menschen empfindlich auf größere Mengen Koffein.

Auch Schlafmangel, Alkohol, starke Schwankungen der Energieversorgung oder gesundheitliche Faktoren können körperliche Aktivierung verändern.

Eine ausgewogene Lebensweise kann deshalb unterstützend wirken.

Eine Angststörung lässt sich gleichzeitig kaum auf ein einzelnes Lebensmittel reduzieren.

 

 

 

Kann helles Licht Angst verstärken?

 

Licht beeinflusst unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und zahlreiche biologische Prozesse.

Bei manchen Menschen können sehr intensive Umweltreize, Schlafmangel oder sensorische Überforderung das allgemeine Aktivierungsniveau erhöhen.

Eine direkte pauschale Aussage „helles Licht verursacht Angststörungen“ wäre wissenschaftlich zu weitgehend.

Entscheidend ist die individuelle Reaktion und der Gesamtkontext.

 

 

 

Warum wird meine Angst morgens manchmal stärker erlebt?

 

Bei manchen Menschen verändert sich die Angst über den Tagesverlauf.

Dafür können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen:

Schlafqualität,

Stresshormone,

Erwartungen an den kommenden Tag,

körperliche Aktivierung,

Blutzucker,

Gedanken unmittelbar nach dem Aufwachen

oder aktuelle Belastungen.

Auch hier lohnt sich ein individueller Blick auf wiederkehrende Muster.

 

 

 

Kann Angst vollständig geheilt werden?

 

Menschen fragen häufig nach Heilung.

Ich formuliere das therapeutische Ziel lieber konkreter.

Kann jemand wieder Bahn fahren?

Wieder reisen?

Wieder vor Menschen sprechen?

Wieder allein sein?

Wieder körperlichen Empfindungen vertrauen?

Wieder Entscheidungen treffen?

Wieder einen größeren Lebensradius erleben?

Solche Veränderungen sind sehr konkrete Zeichen therapeutischer Entwicklung.

Das Ziel besteht darin, dass Angst das Leben zunehmend weniger bestimmt.

 

 

 

Wann ist ein guter Zeitpunkt für Therapie?

 

Ein guter Zeitpunkt ist spätestens dann erreicht, wenn Angst beginnt, Entscheidungen oder Lebensqualität deutlich einzuschränken.

Zum Beispiel wenn Sie:

Situationen zunehmend vermeiden,

häufig unter starker Angst oder Panik leiden,

viel Zeit mit Sorgen verbringen,

ständig Ihren Körper kontrollieren,

immer mehr Sicherheitsstrategien brauchen,

berufliche oder private Aktivitäten einschränken

oder merken, dass sich Ihr Leben zunehmend um die Angst dreht.

Frühe Unterstützung kann helfen, bevor sich Vermeidung und Angstkreisläufe stärker verfestigen.

 

 

 

Welche Therapie hilft bei Angststörungen?

 

Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der jeweiligen Angststörung und der individuellen Situation ab.

Bei vielen Angststörungen gehören kognitive und verhaltensorientierte Verfahren sowie gezielte Konfrontation beziehungsweise Exposition zu den wissenschaftlich besonders gut untersuchten psychotherapeutischen Ansätzen.

Weitere Verfahren können passend zur Situation ergänzend eingesetzt werden.

In meiner Praxis arbeite ich integrativ und beziehe unter anderem hypnotherapeutische Elemente und Hypnobalancing™ ein.

Die Methode folgt dabei dem therapeutischen Ziel.

 

 

 

Hilft Hypnose bei Angst?

 

Hypnotherapeutische Verfahren können in einer psychotherapeutischen Behandlung verschiedene Funktionen übernehmen.

Zum Beispiel:

Aufmerksamkeit gezielt lenken,

Körperwahrnehmung verändern,

Ressourcen zugänglicher machen,

Selbstregulation unterstützen,

innere Erfahrungen vertiefen

und hilfreiche Vorstellungen nutzen.

Bei einer Angststörung ersetzt Hypnose dabei keine sorgfältige Diagnostik und keine therapeutisch sinnvollen Lernerfahrungen.

Sie kann Bestandteil eines integrativen Behandlungsplans sein.

 

 

 

Wie lange dauert eine Therapie bei Angst?

 

Das lässt sich seriös kaum pauschal beantworten.

Eine klar umrissene spezifische Phobie unterscheidet sich deutlich von einer komplexen Situation mit mehreren Angstbereichen, langjährigem Vermeidungsverhalten oder zusätzlichen Traumafolgen.

Deshalb arbeite ich ohne vorab festgelegtes Erfolgsversprechen oder starre Sitzungszahl.

Wir betrachten gemeinsam:

Was verändert sich?

Was braucht mehr Aufmerksamkeit?

Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

 

 

 

Was kann ich selbst gegen Angst tun?

 

Ein hilfreicher Anfang besteht darin, das eigene Muster kennenzulernen.

Beobachten Sie beispielsweise:

Was löst meine Angst aus?

Welche Körperempfindung bemerke ich zuerst?

Welche Bedeutung gebe ich ihr?

Wohin richtet sich meine Aufmerksamkeit?

Was tue ich anschließend?

Was vermeide ich?

Welche Sicherheitsstrategien nutze ich?

Und dann die entscheidende Frage:

Welcher kleine Schritt würde meinem Nervensystem heute eine neue Erfahrung ermöglichen?

Therapeutische Veränderung entsteht häufig aus vielen solchen Erfahrungen.

 

 

 

Wann sollte Angst medizinisch abgeklärt werden?

 

Körperliche Symptome verdienen eine angemessene medizinische Abklärung.

Besonders dann, wenn Beschwerden:

neu auftreten,

ungewöhnlich stark sind,

sich deutlich verändern,

mit Bewusstlosigkeit oder anderen auffälligen Symptomen verbunden sind

oder bisher medizinisch ungeklärt bleiben.

Körperliche und psychische Perspektiven ergänzen sich.

Eine seriöse psychotherapeutische Arbeit berücksichtigt beides.

 

 

 

Wann braucht es schnelle Hilfe?

 

Bei akuten psychischen Krisen, konkreter Suizidgefahr, psychotischen Symptomen oder dringenden medizinischen Notfällen ist eine sofortige psychiatrische beziehungsweise ärztliche Versorgung erforderlich.

In Deutschland erreichen Sie den Rettungsdienst über 112.

Meine Praxis bietet keine psychiatrische Akut- oder Notfallversorgung.

 

 

 

Was ist der wichtigste Gedanke im Umgang mit Angst?

 

Vielleicht dieser:

Angst ist ein Alarmsignal. Sie ist kein Befehl.

Ihr Körper darf Angst melden.

Und Sie können zunehmend lernen, genauer zu prüfen:

Was geschieht gerade wirklich?

Was brauche ich?

Welche Möglichkeiten habe ich?

Welcher nächste Schritt entspricht meinem Leben?

Genau daraus wächst Selbstwirksamkeit.

 

 

 

Psychotherapie bei Ängsten und Angststörungen

 

Ich bin Karsten Noack.

Seit 1998 begleite ich Menschen therapeutisch bei Ängsten, Angststörungen und Traumafolgen – in Berlin-Charlottenburg und online.

Meine Arbeit verbindet psychotherapeutische Verfahren mit hypnotherapeutischen Elementen und Hypnobalancing™.

Dabei geht es mir um mehr als kurzfristige Beruhigung.

Menschen sollen ihr eigenes Alarmsystem besser verstehen, wieder mehr Vertrauen in sich und ihren Körper entwickeln und zunehmend den Lebensraum zurückgewinnen, den Angst eingeschränkt hat.

Wenn Sie überlegen, therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, können Sie sich auf der Seite Ablauf & Honorar über die Rahmenbedingungen informieren.

Die allgemeine Seite Häufige Fragen zur Psychotherapie beantwortet zusätzlich Fragen zur ersten Sitzung, Hypnose, Online-Terminen und zum organisatorischen Ablauf.

Erstveröffentlichung: 2. Januar 2001
Letzte Überarbeitung: 01. Juni 2026
K: CNA
Ü:
#A42611
Englische Version: