Gehirn, Ängste und Hypnosetherapie

Wissenswertes zu Hypnose, Hypnosetherapie und Hypnobalancing™ mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

Übersicht

 

  • Amygdala
  • Corpus callosum
  • Cortex
  • Epithalamus
  • Epiphyse
  • Gehirn-Hemisphären
  • Gehirnfrequenzen
  • Habenula
  • Hemisphärenmodell
  • Hippocampus
  • Hirnstamm
  • Hormonsystem
  • Hypophyse
  • Hypothalamus
  • Kleinhirn
  • Limbisches System
  • Linke Gehirnhälfte
  • Mandelkern
  • Medulla oblongata
  • Melatonin
  • Mittelhirn
  • Neuromodulatoren
  • Nucleus subthalamicus
  • Pallidum
  • Präfrontaler Kortex
  • Rechte Gehirnhälfte
  • Reptiliengehirn
  • Spiegelneuronen
  • Stammhirn
  • Subthalamus
  • Temporallappen
  • Thalamus
  • Zwischenhirn

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NOACK Praxis für Angsttherapie Berlin
Psychotherapie mit Hypnose bei Ängsten und Angststörungen
Budapester Straße 39
10787 Berlin-Charlottenburg
(Charlottenburg, Schöneberg, Mitte treffen hier zusammen)

Tel. 030 - 864 213 69
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Hypnotherapeut in Berlin mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

 

Sicherheitshalber: Diese Seiten informieren Sie, wenn Sie an einer Hypnosetherapie bzw. Psychotherapie bei mir interessiert sind. Die Informationen ersetzen weder eine Psychotherapie bzw. persönliche Beratung noch die Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.

Die Tätigkeit als Hypnosetherapeut (staatliche Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie nach dem HPG) grenzt sich grundlegend von der Tätigkeit eines Arztes ab. Es werden weder medizinische Diagnosen gestellt, Heilungsversprechen abgegeben oder Medikamente verabreicht. Eine gegebenenfalls erforderliche medizinische oder psychiatrische Intervention soll durch die hypnotherapeutische Arbeit keinesfalls ersetzt werden.

Bei Fragen zu meiner Arbeit mit Hypnose scheuen Sie sich bitte nicht, mich zu kontaktieren. Ich berate Sie gerne.

Amygdala bzw. Mandelkern

 

Als Amygdala, wegen ihrer Form und Größe auch Mandelkern genannt, wird die beidseitig angelegte, mandelförmige Hirnregion im Schläfenlappen des Großhirns bezeichnet. Die Amygdala ist Teil des limbischen Systems und an der emotionalen Bewertung neuronaler Informationen und der Konditionierung beteiligt. Sie ist wesentlich zuständig für das Gefühl der Angst als Reaktion auf externe Impulse.

Bei der Entstehung von Angst im Körper spielen unterschiedliche Gehirnbereiche eine Rolle. Die Amygdala galt lange Zeit als das emotionale Zentrum, das vor allem Angstgefühle steuert. Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass auch Menschen, deren Amygdala nicht funktionsfähig ist, in bestimmten Situationen eine Angstreaktion zeigen. Es sind weitere Bereiche im Gehirn an Angstreaktionen beteiligt.

Ein Angst erzeugender Reiz wird in der Amygdala verarbeitet und setzt eine Kaskade in Gang. Wenn die Amygdala bei Gefahr den Hypothalamus aktiviert, führt dies auf Umwegen zur Ausschüttung von Stresshormonen. Dazu gehören Adrenalin, Cortisol und Dopamin. Das daran beteiligt System wird auch als Stressachse und Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHN) bezeichnet.

Cortex cerebri

 

Als Cortex Cerebri bezeichnet man die Großhirnrinde.

Cortex

 

Mit Cortex ist meist die Großhirnrinde (Cortex cerebri) gemeint. Die Rinde des Großhirns umfasst die vier Bereiche Frontallappen (Lobus frontalis), Temporallappen (Lobus temporalis), Parietallappen (Lobus parietalis) und Okzipitallappen (Lobus occipitalis).

Die Rinde des Kleinhirns nennt sich Cortex cerebelli.

Epiphyse

 

Die Epiphyse (Zirbeldrüse) gehört zum Epitalamus und ist im Gehirn für die biologische Uhr zuständig.

Ihre Informationen erhält sie vor allem vom Nucleus suprachiasmaticus, einem Kern des Hypothalamus.
Sie reagiert auf dessen Erregung mit der Ausschüttung von Melatonin.

Epithalamus

 

Der Epithalamus ist ein Teil des Zwischenhirns. Zu diesem Bereich gehören die Epiphyse und die Habenula.

Gehirn-Hemisphären

 

Menschen haben zwei Gehirn-Hemisphären; die rechte bzw. linke Hälfte der Großhirnrinde (Neo-Cortex).

Die Gehirnforscher Sperry und Ornstein entdeckten, dass die beiden Hemisphären zur Verarbeitung menschlicher Erfahrung spezielle separate Aufgaben übernehmen. Die Aufteilung von Prozessen auf die rechte und linke Hälfte wird als Lateralisation bezeichnet.

Das Hemisphärenmodell griff einige Beobachtungen auf, ist aber mittlerweile weitgehend überholt.

Habenula

 

Die Habenula gehört zum Epitalamus.

Hirnstamm

 

Der Hirnstamm ist der älteste Teil des Gehirns, er ist bereits bei den Reptilien vorhanden. Dort befinden sich die Steuerungs- und Regulationszentren für die wichtigsten Lebensfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Atmung, Magen-Darm-Funktionen, Schlaf-Wach-Rhythmus, Temperaturregulation.

Zum Hirnstamm gehören alle unterhalb des Diencephalons liegenden Hirnabschnitte, mit Ausnahme des Cerebellum (Kleinhirn). Im unteren Teil des Hirnstamms befindet sich die Medulla oblongata, eine direkte Fortsetzung des Rückenmarks. Darüber befindet sich die Brücke (Pons), die vom Kleinhirn überlagert wird. Der oberste Teil des Hirnstamms besteht aus dem Mittelhirn.

Der Hirnstamm verbindet das Rückenmark mit dem Zwischenhirn und der Großhirnrinde, alle  Verbindungen von Rückenmark und Gehirn führen durch ihn hindurch.

Als eine locker verteilte Gruppen von Nervenzellen bildet die Formatio reticularis mit zahlreichen Faserbündeln eine netzartige (reticuläre) Struktur die sich über den ganzen Hirnstamm bis hin zum Mittel- und Zwischenhirn erstreckt.

Das gesamte Netzwerk von Nervenverbindungen, das von der Formatio reticularis im Hirnstamm aus bei plötzlicher Gefahr sofort das ganze Gehirn aktiviert, wird als aufsteigendes reticuläres Aktivierungssystem (ARAS) bezeichnet.

Die Formatio reticularis steuert die Wachheit und damit den Grad der Bewusstseinshelligkeit (Vigilanz). Wird sie erregt, bewirkt sie eine Alarmreaktion mit gesteigerter Wachheit, Angst, Blutdruckanstieg, Schwitzen, Erhöhung der Muskelspannung.

Werden Reize als bedrohlich bewertet folgt eine massive Alarm- oder Bereitstellungsreaktion des Organismus. Wiederholt sich ein Reiz, führt das zu einer Gewöhnung (Habituation) und die Aufmerksamkeit nimmt ab. Monotone Reize wirken einschläfernd.

Zusätzlich wirkt ein noradrenerges und ein dopaminerges aufsteigendes System Wachsamkeit und Aufmerksamkeit. In der Brücke zum Stammhirn befindet sich der Locus coeruleus, in dem die Hälfte aller Neuronen des Gehirns befinden, die Noradrenalin synthetisieren und von dem der größte Anteil des gesamten Noradrenalins im Gehirns produziert wird. Dieses System hat eine erregend-aktivierende Wirkung auf das ganze Gehirn, insbesondere auf das limbische System mit Amygdala, Hippocampus, Septum, Gyrus cinguli und auch die Großhirnrinde.

Der Locus coeruleus gilt als Umschaltsystem in einem Alarm-Furcht-Angst-System.
Es sprich einiges dafür, dass eine Stimulierung des Locus coeruleus zu Angstzuständen führt. An Panikattacken scheint der Locus coeruleus nicht beteiligt zu sein.

Hormonsystem

 

Das Hormonsystem, auch als endokrines System bezeichnet, ist ein Organsystem zur Steuerung der Körperfunktionen. Sein Einfluss reicht vom Wachstum über die Fortpflanzung bis hin zum täglichen Verdauungsvorgang.

Es übt seine Funktion durch über 30 verschiedene Hormone aus.

Zu den endokrinen Drüsen gehören:

  • Hypophyse (Hypophysis oder Glandula pituitaria)
  • Epiphyse bzw. Zirbeldrüse (Epiphysis cerebri, Epiphyse, Glandula pinealis)
  • Schilddrüse (Glandula thyroidea)
  • Nebenschilddrüse (Epithelkörperchen, Glandula parathyroidea)
  • Nebenniere (Glandula adrenalis oder Glandula suprarenalis)
  • Langerhanssche Inseln (Inselorgan, Insulae pancreaticae)
  • Leydig-Zellen im Hoden

 

Hypophyse

 

Die Hypophyse (griech.: das nach unten anhängende Gewächs) ist eine Hormondrüse, die eine wesentliche Rolle bei der Regulation des Hormonsystems im Körper spielt.

Sie ist eine Art Schnittstelle, mit der das Gehirn über die Freisetzung von Hormonen Vorgänge wie Wachstum, Fortpflanzung und Stoffwechsel reguliert.

Die Hypophyse befindet sich im Türkensattel (Sella turcica), einer knöchernen Vertiefung der mittleren Schädelgrube auf der Höhe der Nase.

Eine geläufige deutsche Bezeichnung ist Hirnanhangsdrüse, die lateinisch-anatomische Bezeichnung lautet Glandula pituitaria.

 

Medulla oblongata

 

Die Medulla oblongata befindet sich im unteren Teil des Hirnstamms, als eine direkte Fortsetzung des Rückenmarks.

Melatonin

 

Melatonin wirkt als Zeitgeberhormon, das die tageszeitliche Rhythmik (zirkadiane Rhythmen) und sogar die jahreszeitlichen Rhythmen steuert.

So werden der Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zeitabhängige Rhythmen des Körpers gesteuert.

In der Epiphyse (Zirbeldrüse) wird es von den Pinealozyten produziert.

Die Hormonproduktion findet überwiegend nachts statt.

Mittelhirn

 

Das Mittelhirn (auch als „Mesencephalon“ bezeichnet) ist die vorderste Fortsetzung des Hirnstamms. Es gliedert sich auf in das Mittelhirndach (Tectum) mit Sammelstellen für Seh- und Hörreflexe, zuständig für Blick- und Kopforientierung, in die Mittelhirnhaube (Tegmentum) mit der Substantia nigra, verantwortlich für die Bewegungssteuerung und den Großhirnschenkel (Crura cerebri), in dem die Pyramidenbahnen verlaufen, die zur Bewegungssteuerung eine Verbindung des Großhirns zu den Muskeln schaffen.

Die Nervenzellen der Substantia nigra bilden den Neurotransmitter Dopamin, der eine wichtige Rolle für die Motorik spielt.

Neuromodulatoren

 

Neuromodulatoren sind chemische Substanzen, die die Arbeitsweise des Nervensystems beeinflussen.

Der Körper kann sie selbst produzieren und sind für die normale, physiologische Funktion des Gehirns unverzichtbar.

Neuromodulatoren können dem Körper von außen als Medikamente oder Drogen zugeführt werden.

Neuronen

 

Neuronen (Nervenzellen) sind spezialisierte Zellen, die für die Reizaufnahme und die Weitergabe und Verarbeitung von Nervenimpulsen zuständig sind.

 

Nucleus subthalamicus

 

Der Nucleus subthalamicus ist ein Bereich des Subthalamus.

Er steht vor allem mit dem Pallidum in Verbindung, von dort empfängt er Signale und sendet auch welche dorthin.
Der Nucleus subthalamicus wird vom motorikfördernden Teil des Pallidums gehemmt und wirkt auf den motorikhemmenden Teil des Pallidums mittels Glutamat erregend.
Dadurch übernimmt er eine wichtige bewegungsimpulshemmende Funktion.

 

Pallidum

 

Das Pallidum ist ein Bereich des Subthalamus.

Es kann in einen bewegungsfördernden und einen bewegungshemmenden Bereich aufgeteilt werden.

 

Mandelkern

 

Siehe Amygdala.

Präfrontaler Kortex

 

Der bei Menschen im Vergleich zu Tieren deutlich ausgeprägtere präfrontale Vortex befindet sich im Bereich der Stirn.

Er ist maßgeblich an Angstreaktionen beteiligt. Nach Aktivierung durch die Amygdala geht von hier aus der Impuls für die nächste Reaktion aus. Bei einem Fluchtimpuls informiert der präfrontale Kortex die Gehirnbereiche, die für Bewegung zuständig sind. So soll das Überleben durch Flucht ermöglicht werden.

Der präfrontale Kortex meldet nach der Gefahrensituation eine Entwarnungsmeldung an die Amygdala.

Refraktärphase

 

Die Refräktärphase ist die Ruhezeit von Muskel- und Nervenfasern unmittelbar nach Ablauf einer Erregungsphase.

 

Reptiliengehirn

 

Reptiliengehirn siehe Stammhirn.

Stammhirn

 

Das Stammhirn ist der entwicklungsgeschichtlich älteste Teil des menschlichen Gehirns. Es ist zuständig für die essenziellen Lebensfunktionen und steuert Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung. Außerdem ist es für einige wichtige Reflexe wie den Lidschluss-, Schluck- oder Husten-Reflex verantwortlich.

Es bildet die Schnittstelle zwischen den übrigen Gehirnbereichen und dem Rückenmark. Eintreffende Informationen leitet es überkreuz weiter, so dass die linke Körperhälfte von der rechten Gehirnhälfte (Hemisphäre) gesteuert wird und umgekehrt.

 

Das Stammhirn besteht aus den folgenden Bereichen:

 

Dieser Gehirnbereich wird auch als Reptiliengehirn bezeichnet, weil er dem einfachen Gehirn von Reptilien ähnelt. Alle Wirbeltiere besitzen diesen Gehirnteil und er ist sehr ähnlich aufgebaut. Bei niederen (Nicht-Säugetier-) Wirbeltieren wie den Reptilien, besteht fast das gesamte Gehirn aus diesem Bereich. Es ist hauptsächlich für die Art- und Selbsterhaltung zuständig, es hat also die Aufgabe, das Überleben zu sichern.

Der Hirnstamm wird vor allem von den Nerven gebildet, die aus allen Körperregionen durch das Rückenmark bis in diesen Bereich verlaufen und Informationen aus dem Körper an das Gehirn liefern.

Bestimmte Zellverbände des Hirnstamms bestimmen den Wachheitszustand des Gehirns insgesamt und regulieren autonome lebensnotwendige Körperprozesse, wie Atmung, Herzschlag und Blutdruck.

Es stellt sicher, dass der Körper mit all seinen Systemen bei Gefahr die größte Aussicht auf Überleben hat. So sorgt es dafür, dass wir selbst bei Verlust des Bewusstseins und im Koma überleben.

In die höheren Funktionen des Gehirns sollte sich dieser Gehirnbereich normalerweise nicht einmischen. Doch das geschieht bei vielen Menschen zu häufig. Es übernimmt in Stresssituationen zunehmend Kontrolle.

Sind das limbische Gehirn und die Großhirnrinde in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt übernimmt es mehr und mehr Einfluss. Gründe dafür können Alkohol oder andere Drogen, Stress, Krankheit, Alterserscheinungen, Müdigkeit, depressive Gefühle und Angst sein.

Die meisten Bedrohungen die der Hirnstamms für existenziell hält, sind es entweder nicht oder die von ihm initiierten Reaktionen sind heutzutage nicht mehr hilfreich. Weder Flucht, noch körperlicher Kampf liefern in den überwiegenden Fällen förderliche Beiträge zur Problemlösung. Im Gegenteil, es verschlimmert viele Situationen oder erzeugt sogar wesentlich das Problem!

Subthalamus

 

Der Subthalamus ist ein Teil des Zwischenhirns (Diencephalon). Er ist vor allem für die Steuerung der Grobmotorik zuständig.

Die wichtigsten Bereiche des Subthalamus sind der Nucleus subthalamicus und das Pallidum.

Temporallappen

 

Der Temporallappen ist der Schläfenlappen des Gehirns.
Es existiert ein Temporallappen je Gehirnhemisphäre.

Zellkern

 

Der Zellkern (lat. Nucleus) ist der im Zell- oder Cytoplasma befindliche, meist rundlich geformte Bestandteil einer Zelle, der den Großteil der Erbinformationen in Form von Desoxyribonukleinsäure (DNA) enthält. Vom Zellplasma ist er durch eine Doppelmembran, die Kernhülle, abgegrenzt.

Die Aufgabe des Zellkerns ist die Regulierung und Steuerung aller in der Zelle ablaufenden Prozesse, wie die Zellteilung, die Steuerung der zu synthetisierenden Proteine, die Aufnahme von Nährstoffen sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten und die Weitergabe der Erbinformationen in Form von DNA und RNA.

Thalamus

 

Der Thalamus ist eine wichtige Schaltstation im Zwischenhirn, die vom Hirnstamm zum Großhirn führt. Er bekommt Informationen von allen Hirnteilen und kann Bereiche der Großhirnrinde aktivieren.

Über die Verbindung mit dem Hypothalamus, die von dort zur Hypophyse reicht, erfolgt die Steuerung für Hormone.

Der Thalamus hat auch Einfluss auf den Tastsinn, die Temperatur- und Schmerzempfindung, sowie die Sinnesfunktionen wie Sehen, Hören und Riechen.

Linke Gehirnhälfte

 

Die linke Gehirnhälfte des menschlichen Gehirns ist verbunden mit der rechten Gehirnhälfte über das Corpus callossum.
Diese Verbindung sorgt dafür, dass die jeweils andere Seite darüber informiert ist was die andere tut bzw. Übergänge z.B. für motorische Handlungen möglich sind.

Einige Theorien, wie das Hemisphärenmodell, gehen davon aus, dass der Aufgabenschwerpunkt der linken Gehirnhälfte bei Planung, Sprache, Organisation, Strukturierung liegt.

Rechte Gehirnhälfte

 

Die rechte Gehirnhälfte steuert die Aktivitäten der linken Körperseite.

Verbunden sind die rechte und die linke Gehirnhälfte über das Corpus callossum.

Diese Verbindung sorgt dafür, dass die jeweils andere Seite darüber informiert ist was die andere tut bzw. Übergänge z.B. für motorische Handlungen möglich sind.

Hippocampus

 

Der beidseitig des Gehirns gelegene Hippocampus gehört zu den evolutionär ältesten Bereichen des Gehirns. Der Name Hippocampus bezieht sich auf seine Seepferdchenform, die allerdings nur mit einer wirklich sehr großzügigen Vorstellungskraft nachvollziehbar ist. Der Hippocampus bildet eine wichtige Schaltstelle des limbischen Systems. Es ist an der emotionalen Bewertung von externen Reizen beteiligt. Der Hippocampus hat vermutlich eine wichtige Rolle bei der Auswahl welche Informationen im Langzeitgedächtnis zu speichern sind.

Die meisten Sinneseindrücke werden nur für kurze Zeit gespeichert, während andere mit starken Gefühlen verbundene in das Langzeitgedächtnis übernommen werden. Diese Übergabe in das Langzeitgedächtnis, in die Großhirnrinde, benötigt beim Menschen eine längere Zeit und Wiederholungen oder eine bestimmte Intensität.

Limbisches System

 

Das limbische System ist der Teil des Gehirns, der sich zwischen dem Corpus callosum und der Großhirnrinde befindet. Zum limbischen System gehören u. a. der Hippocampus und die Amygdala.

Das limbische System ist für das instinktive (triebhafte) Verhalten und die Emotionen zuständig. So steuert es Aggressionen, das Sexualverhalten. Im limbischen System werden Botenstoffe (Transmittersubstanzen) ausgeschüttet, die sogenannten Neuropeptide. Diese Stoffe sind für unsere Gefühle verantwortlich. Die bekanntesten sind die Endorphine, die beispielsweise bei Freude, Glück und übermäßiger sportlicher Anstrengung ausgeschüttet werden.

Das limbische System spielt vermutlich auch eine Rolle beim Lernen. Deshalb wird alles leichter behalten, dass Gefühle auslöst.

Die Entdeckung, dass sich an der Oberfläche von Zellen des Immunsystems Rezeptoren befinden, die gleichfalls auf Neuropeptide reagieren, spricht dafür, dass über das limbische System Gefühle das Immunsystem anregen oder hemmen können.

Zwischenhirn

 

Das Zwischenhirn (Diencephalon) befindet sich beim Menschen zwischen den beiden Hemisphären des Großhirns und dem dritten Hirnventrikel. Zum Zwischenhirn gehören Thalamus, Hypothalamus, Subthalamus und Epithalamus. Es koordiniert die sensorischen und motorischen Funktionen. Außerdem ist es die Zentrale des vegetativen Nervensystems.

Endorphine

 

Endorphine sind natürliche chemische Stoffe, die im menschlichen Körper vorkommen. Sie sind Neuropeptide und kommen normalerweise im Gehirn vor. Ihre Wirkung ähnelt dem Morphium. So wirken sie mildernd auf Schmerz und sind für weitere Reaktionen verantwortlich.

Corticotropin-releasing Hormone

 

Das Corticotropin-releasing Hormon (CRH) ist ein Polypeptid, das eine wichtige Rolle bei der Bildung des Stresshormons Cortisol spielt.

Es entsteht im Nucleus paraventricularis (Hypothalamus) und setzt sich aus insgesamt 41 Aminosäuren zusammen.

 

Nervensystem

 

Das Nervensystem umfasst die Gesamtheit der Nerven als Einheit. Es zieht sich durch den ganzen Körper und dient der Reizaufnahme und Beförderung dieser Informationen zum Gehirn und zur Steuerung von Muskeln und Organen durch das Gehirn.

Unterschieden werden das Zentralnervensystem zu dem das Gehirn und das Rückenmark zählen, das periphere Nervensystem zur Aktivierung der Skelettmuskeln und das vegetative bzw. autonome Nervensystem.

Peripheres Nervensystem

 

Die Gesamtheit der Anteile des Nervensystems, der sich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks befindet wird als Peripheres Nervensystem bezeichnet.

Zum Peripheren Nervensystem gehören die Hirnnerven, die Spiralnerven und das intramurale Nervensystem (Nerven in der Wand von inneren Organen) inklusive deren Rezeptoren und Organe.

Neuropeptide

 

Neuropeptide sind Botenstoffe im Gehirn, die über den Blutkreislauf zum Empfänger gelangen. Neuropeptide werden von Nervenzellen gebildet und freigesetzt. Bekannt sind heute mehr als 60 Neuropeptide, wie beispielsweise die Endorphine. Wenn Neuropeptide die Wirkung von Neurotransmittern beeinflussen bzw. modulieren, werden sie als Neuromodulatoren bezeichnet. Die Wirkung von Neuropeptiden ist vergleichsweise langsam.

Hypothalamus

 

Der Hypothalamus ist der Hirnteil im Zwischenhirn unter dem Thalamus. Der Hypothalamus mit der Hypophyse ist die Zentrale des Hormonsystems und Schaltstelle zu anderen Gehirnzentren. Er kontrolliert pH-Wert, Temperatur und Blutdruck, nimmt Einfluss auf die zirkadiane Rhythmik.

Er ist für die Steuerung des Wärmehaushaltes, den Wach-Schlaf-Rhythmus, Blutdruck, Atmung, Hunger, Durst und Sexualität zuständig. Wesentlicher Bestandteil ist die Hypophyse, die Hormone in die Blutbahn abgibt und damit das vegetative Nervensystem steuert.

Bei Angst lösst die Amygdala hier die Ausschüttung von Stresshormonen aus und das sympathische Nervensystem wird aktiviert, wodurch alles andere als sympathische Gefühle ausgelöst werden.

Spiegelneuronen

 

Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die im Gehirn während der Betrachtung eines Vorganges die gleichen Reaktionen auslösen, als wenn es sich nicht um eine passive Beobachtung, sondern aktive Teilnahme handeln würde.

Spiegelneuronen wurden 1991 zufällig von Prof. Dr. Giacomo Rizzolatti im Tierversuch mit Affen („Makaken“) entdeckt.

Spiegelneuronen sind auch daran beteiligt, wenn wir automatisch mitlachen, wenn jemand anders zu lachen beginnt. Gelächter und Gähnen sind ansteckend, weil die für Spiegelneuronen bekannten Areale im prämotorischen Cortex dann besonders aktiv sind, wenn positive Gefühlsausdrücke beobachtet werden.

Testosteron

 

Testosteron ist ein Sexualhormon (Androgen), das bei beiden Geschlechtern vorkommt.
Hinsichtlich Konzentration und Wirkungsweise unterscheidet es sich bei Mann und Frau.

Es ist das wichtigste Männlichkeitshormon.
Beim Mann wird es in den Hoden aus Cholesterin gebildet und über das Blut in Gehirn, Hoden, Prostata, Haarwurzeln, Muskeln und Knochen verteilt.
In den einzelnen Zellen dockt es an die Testosteronrezeptoren an und entfaltet seine spezifischen Wirkungen.

Es ist unter anderem beteiligt an der Steuerung männlicher Lust und Aktivität.

Es gibt tageszeitliche Schwankungen des Testosteronwertes im Blut, außerdem kann durch Ängste, Stress oder Sport eine vorübergehende Erniedrigung des Testosteronwertes auftreten.

Corpus callossum

 

Das Corpus callossum verbindet die rechte und die linke Gehirnhälfte. Diese Verbindung (auch als Balken bezeichnet) sorgt dafür, dass die jeweils andere Seite darüber informiert ist, was die andere tut bzw. Übergänge z.B. für motorische Handlungen möglich sind.

 

Serotonin

 

Serotonin, auch als 5-Hydroxytryptamin (5-HT) oder Enteramin bezeichnet, ist ein Botenstoff, ein Neurotransmitter. Bei der Übertragung von Signalen im Gehirn und im Zentralnervensystem spielt er eine wichtige Rolle, aber auch im Herz-Kreislaufsystem im Darmnervensystem. Er gilt als zentraler Stimmungsmacher und beeinflusst unter anderem Appetit, Sexualtrieb und das psychische Wohlbefinden.

Ein Ungleichgewicht kann zu psychischen Problemen führen. Beispielsweise bei Depressionen ist die Konzentration dieses Botenstoffs oft reduziet. Deswegen setzt die Medizin hier Antidepressiva als Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer ein, mit denen die Wiederaufnahme von Serotonin in den Zellen verhindert werden und so der Serotoninspiegel erhöht werden soll.

Mögliche Symptome eines Serotoninmangels im Gehirn sind depressive Stimmung, Angst, Aggression oder gesteigerter Appetit. Auch der Schlaf-Wach-Rhythmus, die Körpertemperatur, das Sexualverhalten, das Schmerzempfinden und das Entstehen von Migräne werden durch Serotonin reguliert und geraten bei einem Serotoninmangel leicht aus dem Gleichgewicht.

Zentrales Nervensystem

 

Das Zentrale Nervensystem ist Teil des Nervensystems des Menschen und umfasst das Rückenmark und das Gehirn, während das periphere Nervensystem sich durch den ganzen Körper erstreckt. Das Zentrale Nervensystem hat vor allem die Aufgabe die Körperfunktionen und willentlichen Bewegungen zu koordinieren.

Quellengedächtnis

 

Das Quellengedächtnis, ist das Gedächtnis für die Fakten, wo und wann bestimmte Informationen erworben wurden.

Maßgeblich im Gehirn scheint daran vor allem der Frontallappen beteiligt zu sein.

Fehler des Quellengedächtnisses sind bei kleinen Kindern und älteren Menschen häufiger zu beobachten.
Der Frontallappen wächst in der Entwicklung (Ontogenese des Nervensystems) erst langsam heran und wird bei Alterungsprozessen mitunter beeinträchtigt.

Die frontale Großhirnrinde übt eine Kontrolle auf die neuronalen Aktivitäten anderer Cortexbereiche aus.
Sie beeinflusst die Organisation des expliziten Gedächtnisses, also der bewusst zugänglichen Langzeiterinnerungen.

zerebral

 

Zerebral (von lateinisch: cerebrum = Gehirn) bedeutet; zum Gehirn gehörig.