Ängste und Angststörungen

Hypnotherapie und Hypnobalancing™ - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen
Praxis für Hypnotherapie in Berlin - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

Überblick

 

 

 

 

Nicht jede Angst ist schlecht

 

Mal abgesehen von den Momenten, in denen wir uns freiwillig in Situationen begeben, die uns einen Schauer über den Rücken jagen, gehören Ängste wohl seltener zu den willkommenen Gästen. Doch es gibt verschiedene Formen der Angst. Nicht jede Angst ist schlecht. Angst ist zunächst ein notwendiger und normaler Affekt. Angst ist ein Gefühl von Alarmiertheit und Furcht, eine Reaktion auf erwartete Gefahr. Furcht kann beispielsweise als ein realistisches angemessenes Warnsignal vor einer realen Gefahr betrachtet werden. Das schützt uns vor Risiken, während Angststörungen wie Phobien und Panikstörungen die persönlichen Möglichkeiten erheblich einschränken. So wie etwas Lampenfieber die Sinne weckt, schadet es in seiner übersteigerten Form als Redeangst oder Auftrittsangst.

 

 

Automatische Programme

 

Für unser Gehirn ist die Ursache der Angst egal. Wittert es Gefahr, setzt es Mechanismen in Gang, die es sich über die Jahrtausende angeeignet hat. Unsere Körperreaktionen bei Angst sind dieselben geblieben wie bei den Steinzeitmenschen. Das Herz schlägt schneller und schneller, der Blutdruck steigt, damit mehr Sauerstoff in die Muskeln gepumpt wird, die Atemwege erweitern sich, die Pupillen werden größer, wir schwitzen, zittern bis hin zu Schwindelgefühl und Übelkeit.

 

 

Die gute Absicht hinter der Angst

 

All das soll dabei helfen uns entweder besser zu verteidigen oder erfolgreicher zu flüchten. Allerdings sind viele Dinge und Situationen, vor denen wir uns heute fürchten, entweder nicht mit einer relevanten Gefahr verbunden, die Angstreaktion ist unangemessen oder die Angst liefert keinen Beitrag zur Lösung und wird selbst zum eigentlichen Problem. Häufige oder sogar ständige Angst schränkt das Leben ein und wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Betroffene wissen, was es bedeutet, wenn behauptet wird; Angst frisst Seele auf.

 

 

 

Unterschiede Angst und Angststörung

 

Wann wird eine Angst zu einer Angststörung? Eine Angststörung ist vor allem gekennzeichnet durch:

  • Unangemessene Angstzustände
    Angst ohne reale Bedrohung, bei der die äußeren, zumindest erkennbaren Bedingungen in Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft oder Beruf keine hinreichende Erklärung für diese Gemütsbelastung darstellen.
  • Ungewöhnliche Ausprägung
    Die Angstzustände haben eine längere Dauer und treten häufiger auf.
  • Unkontrollierbarkeit
    Unfähigkeit, die Angstzustände durch eigene Bewältigungsstrategien zu lösen oder auch nur zu mildern.
  • Erkennbares mehr oder weniger charakteristisches Beschwerdemuster (Symptomatik der Angst) oder plötzliches Auftreten (beispielsweise Panikzustände) mit vor allem körperlichen Symptomen.

 

Im fortgeschrittenen Stadium kommen bei Angststörungen hinzu:

  • Ausgeprägte Erwartungsangst
    Die Angst vor der Angst beeinträchtigt immer stärker oder lähmt sogar.
  • Vermeidungs- und Rückzugsverhalten
    Zunehmende Versuche Situationen oder Orte die mit Ängsten verbunden werden zu meiden. Während die Vermeidung unangenehmer Empfindungen grundsätzlich normal ist, ist sie bei Angststörungen übersteigert. Handelt es sich um etwas Alltägliches, neigen Betroffene dazu, sich unter konstruierten oder zumindest objektiv nicht haltbaren Vorwänden ganz aus dem Alltag zurückzuziehen. Durch das Vermeidungsverhalten gehen zunehmend zwischenmenschliche Kontakte verloren. Das hat einschneidende Konsequenzen für das Privat- und Berufsleben und kann bis zur Isolation führen.
  • Selbstbehandlungsversuche
    Versuche mit Genussmitteln wie Alkohol, Nikotin, Koffein, Medikamenten wie Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmitteln, gegebenenfalls Rauschdrogen wie Haschisch, Kokain, Opiaten und Designerdrogen die Ängste zu reduzieren. Solche Lösungsversuche bergen eine hohe Suchtgefahr. Außerdem bewältigen Betroffene den Alltag dann nur noch mit solchen Mitteln und der Antrieb erlahmt zunehmend die Ursachen tatsächlich zu lösen.
  • Überkompensation
    Überkompensationsversuche im zwischenmenschlichen, beruflichen und sogar Freizeitbereich hinsichtlich Partnern, Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Arbeitsplatz.

 

 

 

Arten von Ängsten und Angststörungen

 

Angsterkrankungen können ganz allgemein in psychisch bedingte Angststörungen, organische Angststörungen und substanzinduzierte Angststörungen unterschieden werden. Organische Angststörungen werden durch eine körperliche Erkrankung wie beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst, substanzinduzierte Angststörungen werden durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Drogen ausgelöst. Psychisch bedingte Angststörungen können wiederum in Phobien, Panikstörungen und generalisierte Angststörungen unterteilt werden.

 

 

Phobien

 

Als Phobien werden ausgeprägte, krankhafte Ängste vor einer real nicht oder kaum bedrohlichen Situation bezeichnet. Der Begriff der Phobie ist nicht immer ganz eindeutig. Es existieren auch Phobien, die nicht zwingend krankhaft sind, wie beispielsweise die Schluckangst (Phagophobie). Typisch für Phobien ist, dass sie vorhersagbar sind, also immer in bestimmten Situationen auftreten und unangemessen sind.

In den gängigen Einteilungen werden drei Gruppen von Phobien unterschieden:

 

 

1. Agoraphobie

 

Die Agoraphobie war ursprünglich die Angst vor weiten Plätzen. Mittlerweile umfasst der Begriff alle Situationen, bei denen vor deren Eintreten bereits eine Erwartungsangst vorhanden ist und bei denen eine Flucht nicht oder nur bedingt möglich erscheinen. Betroffene befürchten, sich dort zu übergeben, in Panik zu geraten, ohnmächtig zu werden. Deshalb werden die angstbesetzten Situationen vermieden oder nur unter großer Angst durchlitten. Typische Orte bzw. Situationen sind Menschenmengen und Einkaufscenter. Oft kommt die Agoraphobie zusammen mit Panikattacken vor. Sie beginnt meist im 2. Lebensjahrzehnt und betrifft überwiegend Frauen.

 

Weitere Informationen zur Agoraphobie.

 

 

2. Soziale Phobien

 

Die Angst, durch ungeschicktes Verhalten eine peinliche Situation auszulösen. Eine soziale Phobie beginnt meist während der Pubertät und geht oft mit starken Selbstzweifeln und dem Hang zum Substanzmissbrauch einher. Verschiedene Formen der sozialen Phobie sind die Errötungsangst (Erythrophobie), die Gynäkophobie (Angst vor dem Weiblichen), sehr übersteigertes LampenfieberRedeangst bzw. Auftrittsangst und die Versagensangst.

 

Weitere Informationen zu sozialen Phobien.

 

 

3. Spezifische Phobien

 

Bei spezifischen Phobien handelt es sich um eine anhaltende Angst vor einem bestimmten Objekt wie beispielsweise einem Tier (Zoophobie) oder einer speziellen Situation wie beispielsweise Gewitter oder Zahnarztbesuchen. Bei der spezifischen Phobie tauchen bereits bei Gedanken an den Auslöser Angstsymptome auf. Oft beginnen spezifische Phobien schon in der Kindheit.

Zu den spezifischen Phobien gehören:

 

Weitere Informationen zu spezifischen Phobien.

 

 

Panikstörungen

 

Panikstörungen sind durch wiederholte schwere Panikattacken gekennzeichnet, die entweder mit bestimmten Situationen oder Auslösern verbunden werden (Panikstörung mit Agoraphobie) oder unvorhergesehen und plötzlich auftreten (Panikstörung ohne Agoraphobie). Begleitet werden sie von der starken Angst zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren sowie ausgeprägten körperlichen Symptomen. Oft finden sich die Betroffenen als Notfall mit dem Verdacht auf ein körperliches Leiden wie einen Herzinfarkt in der Ambulanz wieder. Auch wiederholte Untersuchungen ohne Befund reduzieren die Angst vor einem erneuten Anfall nicht. Körperliche Veränderungen werden als gefährlich empfunden und schaukeln sich nach oben, bis sich die vegetativen Reaktionen bis zu Panikanfällen steigern. Deshalb sind viele Betroffene bemüht, ihren Kreislauf zu schonen. Werden körperliche Trainingsgelegenheiten vermieden, dann reagiert der Körper zukünftig noch empfindlicher.

 

Typische Ängste bei Panikstörungen sind:

  • Übersteigerte Todesangst
  • Übersteigerte Trennungsangst
  • Erwartungsangst
    Die Angst vor der Angst oder vor dem Unbekannten kommt sowohl bei der Panikstörung als auch bei den Phobien vor.

 

Weitere Informationen zu Panikstörungen.

 

 

Generalisierte Angststörungen

 

Für diese Angsterkrankung ist es typisch, dass verschiedene Alltagssituationen mit innerer Anspannung, Sorge und Befürchtungen gekoppelt sind. Daneben bestehen auch körperliche Beschwerden wie Herzklopfen, Schweißausbrüche und Beklemmungsgefühle sowie psychische Symptome wie Schreckhaftigkeit, Ruhelosigkeit, Konzentrations- und Schlafprobleme. Damit die Diagnose gerechtfertigt ist, müssen die Symptome mindestens ein halbes Jahr bestehen.

Weitere Informationen zu generalisierten Angststörungen.

 

 

 

Medizinische Klärung

 

Nicht jede Angststörung ist rein psychotherapeutisch zu behandeln. Insbesondere wenn Ängste auftreten, für die keine relevanten Ursachen zu erkennen sind, fragen Sie bitte einen Arzt. Angst kann eine Reihe von körperlichen Ursachen haben; Nebenwirkungen von verschreibungspflichtigen oder auch frei verkäuflichen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln, übermäßiger Koffeinkonsum und körperliche Probleme.

Versuchen Sie nicht, sich selbst zu diagnostizieren.

 

 

 

Verlauf

 

Verlauf und Prognose: Angststörungen zeigen sehr häufig einen chronischen Verlauf. Wird eine Angststörung nicht erkannt und wirksam behandelt, kommt es häufig zur Chronifizierung, oft begleitet von längeren Krankschreibungen und Frühberentungen.

 

 

 

Klassifikation

 

Klassifikation nach ICD-10:
F40.0 Agoraphobie
F40.1 Soziale Phobien
F40.2 Spezifische (isolierte) Phobien
F40.8 Sonstige phobische Störungen
F40.9 Phobische Störung, nicht näher bezeichnet
F41.0 Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst)
F41.1 Generalisierte Angststörung
F41.2 Angst und depressive Störung, gemischt

 

 

 

Psychotherapie bei Angststörungen

 

Gerade bei Angststörungen stehen sehr viele Therapieformen zur Auswahl. Dabei sind die Erfolgsaussichten insgesamt im Vergleich zu anderen psychotherapeutischen Themen sehr hoch. In der Praxis hat sich eine Kombination verschiedenster Interventionen bewährt, die auf die jeweilige Angststörung und Persönlichkeit abgestimmt werden. Werden diese in Trance mittels Hypnotherapie und Hypnobalancing erlebt, nimmt die Intensität deutlich zu, zumal das menschliche Unbewusste hier einbezogen wird. Auch mit kurzzeittherapeutischen Ansätzen lassen sich Angststörungen bearbeiten. erzielen oftmals in wenigen Stunden beachtliche Ergebnisse.

 

 

 

Informationen zu Ängsten und Angststörungen

 

 

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Hypnotherapeut in Berlin mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

 

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