Redeangst: Einfach nur locker bleiben?

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Redeangst

Redeangst

 

Weshalb verwechseln so viele Menschen Lampenfieber mit Redeangst und was das für Folgen hat.

Überblick

 

 

 

 

Redeangst kann jeden treffen

 

Redeangst, als übersteigerte Form des Lampenfiebers, kann jeden Menschen treffen. Die Auswirkungen sind allerdings unterschiedlich, je nach Interessen, Zielen und Betätigungsfeld. Schon in der Ausbildung kann diese Angst die Voraussetzungen für das weitere Leben maßgeblich einschränken.

 

 

 

Leistungsdenken

 

Schon vor dem Eintritt in das Berufsleben ist die Fähigkeit, sich vor anderen Menschen überzeugend auszudrücken, maßgeblich für den weiteren Lebensweg. Im Studium gibt es beispielsweise häufiger Projektarbeiten zu präsentieren, Referate zu halten oder Diskussionsbeiträge zu leisten. Solche Situationen, in denen sich die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf den Referenten richtet, sind für die meisten Studierenden mit Unbehagen, für einige jedoch auch mit ausgeprägter Angst verbunden. Spätestens im Berufsleben ist es dann für viele Karrieren erforderlich regelmäßig zu präsentieren. Wenn die übersteigerte Angst vor anderen Menschen zu reden dann zu Blockade oder Vermeidung führt, zieht der Wettbewerb an einem vorbei. Zu intensiv sind für viele Betroffene die Angst und die mit ihr verbundenen Symptome.

Körperlich kann sich diese Angst als Zittern oder Herzrasen und auf der Verhaltensebene beispielsweise durch Versprecher, Aussetzer und sogar Blockaden bemerkbar machen. Auf der kognitiven Ebene werden häufig konstruierte, negative Reaktionen gedanklich vorweggenommen und die eigenen Fähigkeiten, die Aufgabe positiv zu meistern, als unzureichend eingeschätzt.

 

 

 

Auswege?

 

Als Hilfen werden Tipps und Übungen angeboten, die dabei helfen sollen mit der Angst umgehen zu lernen. Bei Lampenfieber ist es oft tatsächlich sehr hilfreich im geschützten Rahmen Vortragssituationen zu proben, bei denen das Anspruchsniveau individuell gesteigert wird. Dabei kommt es allerdings ganz wesentlich auf die Qualität des Feedbacks an. Mit ehrlichem und konstruktivem Feedback kann die Selbstwahrnehmung verbessert und mit positiven Erfahrungen Sicherheit gewonnen werden. Falsches Feedback wiederum kann vieles verschlimmern.

 

 

 

Muskelentspannungs- und Imaginationsübungen

 

Auch Muskelentspannungs- und Imaginationsübungen können einen Beitrag leisten, um die mit der Angst verbundenen körperlichen Verspannungen zu reduzieren. Viele der beschriebenen Techniken wirken allerdings, wenn überhaupt, nur nach sorgfältiger Anpassung und Übung mit Betroffenen. Techniken von der Stange führen schnell zu zusätzlichen Frust, wenn sie keine spürbare Wirkung zeigen.

 

 

 

Redeangst braucht mehr Unterstützung als Lampenfieber

 

Handelt es sich allerdings um eine ausgeprägte Form der Redeangst, Redehemmung, Logophobie, Auftrittsangst oder ähnlichen Angststörung, dann werden Empfehlungen für einfaches Lampenfieber selten zum gewünschten Erlebnis führen. In solchen Fällen ist eine systematische therapeutische Arbeit erforderlich.

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Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Letzte Überarbeitung: 6. November 2020
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Ü:
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