Erektionsstörungen und Potenzprobleme durch den Konsum von Pornografie

Pornosucht: Risiken, Nebenwirkungen, Hilfe bei Problemen durch den Konsum von Pornographie.

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Übersicht

 

 

 

 

Potenzstörungen durch Pornokonsum

 

Männer konsumieren bei Pornos tendenziell Darstellungen, die im realen Leben unwahrscheinlich sind. Heftiger Geschlechtsverkehr mit mehreren Frauen, Sex mit viel jüngeren und überdurchschnittlich attraktiven Partnerinnen bis hin zu exotischen Fetischen. Von der Realität ist das meist meilenweit entfernt. Bei aller Begeisterung für die sexuelle Selbstentfaltung, das birgt Nachteile für ein reales erfüllendes Liebesleben. Viele Männer klagen aus verschiedensten Gründen über sexuelle Probleme. Zunehmend häufiger verzweifeln selbst jüngere Männer an Erektionsstörungen, die sich medizinisch nicht erklären lassen. 

Als Erstes ist so oder so eine medizinische Klärung erforderlich. Typische Anlaufstellen sind die Urologen, seltener den Neurologen oder Internisten und manchmal der Hausarzt.

Frühzeitig ist auch auf die Psyche zu achten, weil bei ausbleibender Erektion, ob organisch oder psychisch bedingt, Unsicherheit, Selbstzweifel und Versagensängste zunehmen, wodurch wiederum die Erektionsstörungen zunehmen. Der Kopf hat stets seinen Anteil, denn jedes erneute Versagen verstärkt die Ängste.

Zeigen sich Potenzstörungen ausschließlich mit Partner auf, während die Selbstbefriedigung ohne Pornografie weiterhin genussvoll ist und nächtliche beziehungsweise morgendliche Erektion wie gewohnt sind, ist eher von einer psychischen Ursache auszugehen. Ist beim Sex mit einem anderen Partner alles wie gewohnt, dann spricht das ebenfalls eher gegen eine organische Ursache.

Langjähriger Pornokonsum kann zu einer Abhängigkeit und zu Desensibilisierung führen, als deren Folge sich Funktionsstörungen einstellen können. Häufig kommt es so zur Erektilen Dysfunktion, Orgasmushemmung und Lustlosigkeit.

 

 

 

Porno-Induzierte-Erektile Dysfunktion

 

Masturbation und Pornokonsum können das Gehirn nachhaltig verändern. Kommt es anfänglich noch zum Lustgewinn durch den intensiveren Reiz, so kommt es mit der Zeit zur Konditionierung. Es wird zur Stimulation eine Steigerung benötigt. Immer intensivere (Selbst-)Berührungen und stärkere optische Reize sind für die Erregung erforderlich. 

Die meisten Patienten die mit diesem Thema zu mir kommen praktizierten exzessiven Konsum von Internet-Pornographie. Immer auf der Suche nach dem intensivsten Reiz wird in Windeseile von Medium zu Medium gewechselt. So wird das Gehirn ständig mit neuen Impulse stimuliert. Das Dopamin, als Teil des Belohnungssystems, wird so mehr und mehr beansprucht, bis er mit der Zeit nicht mehr auf gewöhnliche Reize reagiert. Die Folgen:

  • Verlust der Freude an realem Geschlechtsverkehr
  • Erektionsstörungen
  • Der Orgasmus erfolgt verzögert oder bleibt vollkommen aus. 
  • Gefühllosigkeit am Glied, weil häufig so kräftig masturbiert wird, dass die Stimulation im Vergleich dazu bei einem überdurchschnittlich vaginalen Geschlechtsverkehr durch die Desensibilisierung als zu gering empfunden wird.

 

Eine der Voraussetzungen einer Erektion ist die Ausschüttung von Dopamin. Beeinflusst von der Intensität der sexuellen Erregung wird eine entsprechende Menge ausgeschüttet und ermöglicht den gesteigerten Blutfluss im Penis.

Der Zusammenhang zwischen sexuellen Reizen und der tatsächlichen Erektion führt dazu, dass eine Erektion nicht möglich oder nicht ausreichend ist, wenn die sexuelle Stimulation nicht intensiv genug ist. Die Reize, die beim partnerschaftlichen Sex üblicherweise im Vergleich zarter ausfallen, werden nur noch unterschwellig wahrgenommen. Der Fokus beim Sex widmet sich zunehmend der unzureichenden Erektion beziehungsweise dem ausbleibenden Orgasmus, erzeugt Stress und nährt Ängste.

Das nagt am Selbstbild. Die Pornoindustrie und auch die andern Medien vermitteln ein unrealistisches Bild vom potenten Mann. Dort ist er mit seiner stahlharten Dauererektion allzeit einsatzbereit. Dadurch wird der Geschlechtsverkehr zum Leistungssport. Diese überzogenen Ansprüche führen zu einem Leistungsdruck, der mit der Realität kaum noch etwas zu tun hat.

Tatsächlich ist der sexuelle Akt auch bei Männern eine empfindliche Angelegenheit. Zahlreiche Einflussfaktoren können sich hier störend einmischen. Müdigkeit, Stress, Frustration, Sorgen, Ängste und Ablenkung wirken sich hemmend auf das vegetative Nervensystem aus, wodurch die Arterien des Penis nicht weit gestellt werden und die so ersehnte Erektion ausbleibt.

 

 

 

Lösungsversuche

 

Die meisten Männer sprechen ungern darüber. Lieber greifen sie zu Potenzmittel, die eine schnelle Lösung versprechen. Viele Betroffene berichten in der Therapie darüber, wie glücklich sie gerade anfänglich waren dem Teufelskreis zwischen Angst und dadurch bewirkter Erektionsstörung zu durchbrechen. Allerdings ist der Anteil derjenigen recht hoch, die dann auch weiterhin unter einem ausbleibenden Orgasmus leiden. Handelt es sich um psychische Ursachen, an denen Pornokonsum beteiligt ist, erfordert eine grundlegende Lösung mehr als eine pharmazeutische Abkürzung.

 

 

 

Hilfe

 

Je früher sich Betroffene psychotherapeutische Hilfe suchen, nachdem die medizinische Abklärung erfolgt, desto besser. Dabei sollte auf einen kompetenten Therapeuten geachtet werden. 

Häufig geht es parallel darum, dass Selbstwertgefühl zu stärken und Erfüllung zu fördern. Dazu werden die Ressourcen der Betroffenen gestärkt, der Umgang mit Stress und negativen Gefühlen, die Förderung einer gesunden und erfüllenden Einstellung zum Sex.

Die Auswahl der Methoden und Ergebnisse variieren von Person zu Person. Die Bereitschaft, gemeinsam diesen Weg zu beschreiten, wirkt sich wesentlich auf den Erfolg aus. Es erfordert Wege und Bereitschaft den destruktive Medienkonsum zugunsten förderlicher Aktivitäten zu verändern. Bei einer Porno-induzierten Impotenz ist nach all meinen Erfahrungen in der Therapie Betroffener ein vollständiger Entzug notwendig. Also: das bedeutet einen kompletten Verzicht auf jegliche pornographische Stimulation. Nur dann hat das Gehirn die Möglichkeit sexuelle Reize neu zu entdecken und bei realem Geschlechtsverkehr die Stimulation intensiv zu genießen.

Erfreulich viele Patienten berichten davon, nach einiger Arbeit, wieder ein erfüllendes Liebesleben zu genießen und dabei auch keine pharmazeutischen Hilfsmittel mehr zu benötigen. Mit zunehmendem Selbstvertrauen löst sich die einschränkende Gedankenspirale auf, die so einschränkende Auswirkungen hat.

Es lohnt sich die frühzeitige Einbeziehung des Partners.

 

 

 

Vorbeugung

 

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet ist es hilfreich das Online-Verhalten bewusst zu beobachten. Sind die eigenen Aktivitäten im Internet eher suchtgefährdend oder eher unbedenklich?

Der zu häufige Besuch von Sexseiten birgt die beschriebenen und noch weitgehend unterschätzen Risiken. Das reale Liebesleben wirkt im Vergleich zum Internetangebot mitunter langweilig. Eine mögliche Folge sind sexuelle Dysfunktion beim Sex realen Partnern. Die Desensibilisierung der sexuellen Erregung durch die übertriebenen pornographischen Darstellungen hat ihren Preis. Männer, die exzessiv Pornos konsumieren leiden häufiger unter dem Rückgang der Libido und verringerten Reaktionen auf sexuelle Reize. Mit der Zeit kann dieser Rückgang zur vollständigen Impotenz führen.

Beratungsstellen und in diesem Bereich erfahrene Therapeuten stehen als Anlaufstellen zur Verfügung.

 

 

 

Ergänzende Informationen

 

 

 

 

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Haben Sie dazu Fragen? Dann beantworte ich sie hier auch gleich für andere Betroffene.

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