Erektionsstörung durch Leistungsangst? Ursachen & Psychotherapie

Wenn Sex zur Prüfung wird
Leben

Leistungsangst und Erektionsstörungen: Wenn Sex zur Prüfung wird

 

Eine sexuelle Begegnung beginnt.

Eigentlich wünschen Sie sich Nähe, Lust und Verbindung.

Und plötzlich taucht eine andere Frage auf:

„Funktioniert meine Erektion?“

Vielleicht überprüfen Sie, wie fest sie ist.

Ob sie bleibt.

Ob Ihr Gegenüber etwas bemerkt.

Ob es diesmal wieder passiert.

Damit verändert sich die Situation.

Aus Erregung wird Beobachtung.

Aus Nähe wird Kontrolle.

Aus Sexualität wird eine Prüfung.

Und genau dieser Kreislauf kann eine Erektion erschweren.

Leistungsangst kann bei Erektionsproblemen eine wichtige Rolle spielen.

Gleichzeitig gilt:

Erektionsstörungen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Denn körperliche und psychische Faktoren greifen häufig ineinander.

 

 

 

Was ist eine Erektionsstörung?

 

Eine erektile Dysfunktion bezeichnet anhaltende Schwierigkeiten, eine für befriedigende sexuelle Aktivität ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Eine einzelne Situation sagt wenig aus.

Fast jeder Mann erlebt im Laufe seines Lebens Phasen, in denen eine Erektion anders reagiert als erwartet.

Stress.

Müdigkeit.

Alkohol.

Krankheit.

Konflikte.

neue sexuelle Situationen

oder besonders starke Erwartungen

können Einfluss haben.

Relevant wird das Thema vor allem, wenn sich ein wiederkehrendes Muster entwickelt und daraus Leidensdruck entsteht.

 

 

 

Psychisch oder körperlich?

 

Diese Frage klingt eindeutig.

In der Praxis ist sie häufig zu einfach.

Erektionsstörungen können körperliche, psychische und partnerschaftliche Faktoren haben.

Und oft wirken mehrere gleichzeitig.

Zu möglichen körperlichen Einflüssen gehören beispielsweise:

  • Gefäßerkrankungen,
  • Diabetes,
  • Bluthochdruck,
  • hormonelle Veränderungen,
  • neurologische Erkrankungen,
  • bestimmte Medikamente,
  • Alkohol und andere Substanzen,
  • Rauchen,
  • Stoffwechselerkrankungen
  • und weitere medizinische Faktoren.

Psychische Einflüsse können unter anderem sein:

  • Leistungsangst,
  • Erwartungsdruck,
  • Stress,
  • Depression,
  • Selbstzweifel,
  • Körperbild,
  • belastende sexuelle Erfahrungen,
  • starke Selbstbeobachtung
  • und Beziehungskonflikte.

Die klassische Trennung in „organisch“ und „psychogen“ sollte mit Vorsicht verwendet werden, weil viele Fälle gemischt entstehen.

 

 

 

Warum gehört eine Erektionsstörung medizinisch abgeklärt?

 

Eine neu auftretende Erektionsstörung kann auch ein Hinweis auf körperliche Faktoren sein.

Deshalb gehört eine ärztliche beziehungsweise urologische Abklärung an den Anfang.

Dabei können unter anderem betrachtet werden:

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit,
  • Blutdruck,
  • Blutzucker,
  • Blutfette,
  • Hormone,
  • Medikamente,
  • neurologische Faktoren
  • und weitere individuelle Risiken.

Erektionsstörungen können mit kardiovaskulären Risikofaktoren verbunden sein. Gerade deshalb sollte die körperliche Seite sorgfältig berücksichtigt werden.

 

 

 

Was ist sexuelle Leistungsangst?

 

Leistungsangst entsteht, wenn Sexualität zunehmend danach bewertet wird, ob etwas „gelingt“.

Zum Beispiel:

  • Bleibt die Erektion?
  • Bin ich gut genug?
  • Kann ich meinen Partner oder meine Partnerin befriedigen?
  • Wie lange halte ich durch?
  • Wirke ich souverän?
  • Was passiert, wenn die Erektion nachlässt?

Damit verschiebt sich die Aufmerksamkeit.

Sexualität wird weniger erlebt.

Sie wird stärker überwacht.

 

 

 

Der Kreislauf der Leistungsangst

 

Ein typischer Kreislauf kann so aussehen:

Eine sexuelle Begegnung beginnt.

Der Gedanke entsteht:

„Hoffentlich funktioniert es diesmal.“

Die Aufmerksamkeit wandert zur Erektion.

Sie prüfen:

„Ist sie fest genug?“

Dadurch steigt die Anspannung.

Die Aufmerksamkeit entfernt sich von Berührung, Lust und Nähe.

Die Erregung verändert sich.

Jetzt kommt:

„Ich wusste es.“

Die Selbstbeobachtung nimmt weiter zu.

Die Erektion wird schwieriger.

Und die nächste sexuelle Begegnung beginnt bereits mit mehr Erwartungsangst.

So kann aus einzelnen Erfahrungen ein stabiler Kreislauf entstehen.

 

 

 

Warum Kontrolle Erektionen erschweren kann

 

Eine Erektion lässt sich kaum durch bewussten Willen erzwingen.

Sexuelle Erregung braucht unter anderem Aufmerksamkeit für erotische Reize, körperliche Wahrnehmung und ein gewisses Maß an Offenheit für das Geschehen.

Wenn der innere Fokus dagegen lautet:

„Funktioniere ich?“

entsteht eine Beobachterposition.

Ein Teil erlebt Sexualität.

Ein anderer Teil kontrolliert ständig die eigene Leistung.

Genau diese kognitive Ablenkung von erotischen Reizen wird auch in sexualmedizinischen Leitlinien als relevanter psychologischer Faktor bei Erektionsproblemen beschrieben.

 

 

 

Der sogenannte Zuschauer im eigenen Bett

 

In der Sexualtherapie wird dieses Phänomen häufig als eine Art inneres Zuschauen beschrieben.

Der Mensch nimmt nicht mehr einfach teil.

Er beobachtet sich.

Wie sehe ich aus?

Wie reagiert mein Penis?

Wie wirkt mein Körper?

Was denkt die andere Person?

Merkt sie meine Unsicherheit?

Damit wird Sexualität zunehmend zu einer Selbstbeobachtungssituation.

Das Ziel therapeutischer Arbeit kann deshalb sein:

weg von Bewertung, hin zu Erfahrung.

 

 

 

Die Angst vor dem nächsten Mal

 

Nach einer als misslungen erlebten sexuellen Situation beginnt häufig Erwartungsangst.

„Beim nächsten Mal muss es funktionieren.“

Dieser Gedanke erzeugt bereits vor der Begegnung Druck.

Manche Männer beobachten schon Stunden vorher:

Bin ich entspannt genug?

Habe ich Lust?

Bin ich müde?

Habe ich zu viel gegessen?

Was, wenn es wieder passiert?

Damit beginnt die sexuelle Situation psychisch lange vor der eigentlichen Begegnung.

 

 

 

Wenn eine einzelne Erfahrung große Bedeutung bekommt

 

Eine Erektion kann aus vielen Gründen einmal schwächer sein.

Problematisch wird häufig erst die Interpretation:

„Jetzt habe ich ein Problem.“

„Das wird wieder passieren.“

„Mit mir stimmt etwas nicht.“

„Ich kann keine Frau beziehungsweise keinen Mann mehr befriedigen.“

Aus einem körperlichen Ereignis wird eine Aussage über die eigene Person.

Und genau diese Bedeutung kann die nächste Situation belasten.

 

 

 

Erektion ist kein Leistungstest

 

Viele Männer verbinden Erektionsfähigkeit mit:

Männlichkeit,

Attraktivität,

Potenz,

Selbstwert,

Beziehungsfähigkeit

oder sexueller Kompetenz.

Dadurch bekommt eine einzelne körperliche Reaktion enorme Bedeutung.

Ein hilfreicher Perspektivwechsel lautet:

Eine Erektion ist eine körperliche Reaktion. Sie ist kein Zeugnis über den Wert eines Menschen.

Diese Trennung kann erheblich entlasten.

 

 

 

Sexualität und Sympathikus

 

Unter Stress wird das autonome Nervensystem stärker auf Aktivität und Schutz ausgerichtet.

Sexuelle Erregung und Erektion benötigen gleichzeitig komplexe parasympathische, vaskuläre und psychische Prozesse.

Der einfache Satz „Stress verhindert eine Erektion“ wäre zu pauschal.

Und intensive Angst, Leistungsdruck und starke Selbstbeobachtung können sexuelle Erregung deutlich erschweren.

Deshalb kann der Körper bei großer Erwartung anders reagieren als gewünscht.

 

 

 

Warum funktioniert es bei Selbstbefriedigung manchmal besser?

 

Wenn Erektionen bei Selbstbefriedigung zuverlässig auftreten und besonders in partnerschaftlichen Situationen Schwierigkeiten entstehen, kann das Hinweise auf psychische oder relationale Faktoren geben.

Zum Beispiel:

  • Leistungsdruck,
  • Angst vor Bewertung,
  • Beziehungsspannungen,
  • Unsicherheit,
  • spezifische Erwartungen
  • oder intensive Selbstbeobachtung.

Diese Beobachtung ersetzt keine medizinische Diagnostik.

Sie kann jedoch ein wichtiger Hinweis für das therapeutische Gespräch sein.

 

 

 

Und was bedeuten morgendliche Erektionen?

 

Nächtliche und morgendliche Erektionen können diagnostische Hinweise geben.

Ihr Vorhandensein kann dafür sprechen, dass bestimmte körperliche Erektionsmechanismen funktionieren.

Eine einfache Selbstdiagnose lässt sich daraus dennoch kaum ableiten.

Die Gesamtsituation gehört in fachliche medizinische Beurteilung.

 

 

 

Beziehung und Erektionsstörung

 

Sexualität entsteht häufig zwischen zwei Menschen.

Deshalb kann die Beziehungssituation eine wichtige Rolle spielen.

Zum Beispiel:

  • unausgesprochene Konflikte,
  • wenig emotionale Nähe,
  • Angst vor Zurückweisung,
  • unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse,
  • Druck durch Kinderwunsch,
  • Verletzungen aus früheren Situationen
  • oder eine angespannte Kommunikation über Sexualität.

Beziehungszufriedenheit, sexuelle Beziehung und emotionale Verbundenheit sind relevante Faktoren.

 

 

 

Wie der Partner oder die Partnerin reagieren kann

 

Erektionsprobleme können beide Seiten verunsichern.

Das Gegenüber denkt vielleicht:

„Findet er mich nicht mehr attraktiv?“

Der Mann denkt:

„Jetzt enttäusche ich sie beziehungsweise ihn.“

Beide beginnen möglicherweise, vorsichtiger zu werden.

Sex wird seltener.

Körperliche Nähe wird vermieden, weil sie zu Sex führen könnte.

Damit wächst der Druck weiter.

Ein offenes Gespräch kann den Kreislauf deutlich verändern.

 

 

 

Eine hilfreiche gemeinsame Haltung

 

Statt:

„Warum funktioniert es wieder nicht?“

kann eine gemeinsame Haltung lauten:

„Wir müssen hier nichts beweisen. Wir schauen gemeinsam, was sich gut anfühlt.“

Damit verändert sich der Rahmen.

Sexualität wird wieder gemeinsames Erleben statt Funktionsprüfung.

 

 

 

Was ist Sensate Focus?

 

In der Sexualtherapie werden seit vielen Jahren Übungen genutzt, die Leistungsdruck reduzieren und sinnliche Wahrnehmung wieder in den Mittelpunkt stellen.

Bekannt ist insbesondere Sensate Focus.

Dabei steht zunächst Berührung ohne Leistungsziel im Vordergrund.

Der Fokus liegt auf:

  • Wahrnehmung,
  • Berührung,
  • Nähe,
  • Neugier
  • und körperlichem Erleben.

Eine Erektion darf entstehen.

Sie muss es keineswegs.

Genau diese Entkopplung von Berührung und Leistung kann sehr hilfreich sein.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Erregung und Kontrolle

 

Viele Männer versuchen bei Erektionsproblemen, besonders viel Kontrolle zu übernehmen.

Sie prüfen.

Sie planen.

Sie beobachten.

Sie erhöhen die Stimulation.

Sie versuchen, die Erektion festzuhalten.

Das kann kurzfristig sinnvoll erscheinen.

Therapeutisch kann jedoch eine andere Fähigkeit wichtiger werden:

Erregung wahrnehmen, statt sie ständig zu kontrollieren.

 

 

 

Medikamente können sehr hilfreich sein

 

PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil gehören zu etablierten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten der erektilen Dysfunktion.

Sie werden ärztlich verordnet und können für viele Männer sehr hilfreich sein.

Medikamentöse und psychotherapeutische Ansätze schließen sich gegenseitig keineswegs aus.

Im Gegenteil:

Bei Leistungsangst kann eine medizinische Behandlung vorübergehend zusätzliche Sicherheit schaffen, während psychische Muster gleichzeitig bearbeitet werden.

Viele Stellen empfehlen ausdrücklich, bei Erektionsstörungen auch eine psychotherapeutische beziehungsweise sexualtherapeutische Begleitung zu erwägen, um Leistungsangst zu reduzieren und Behandlung in die sexuelle Beziehung zu integrieren.

 

 

 

Medikamentöse Unterstützung ist keine Niederlage

 

Manche Männer erleben die Einnahme eines Medikaments als Zeichen von Schwäche.

Das ist wenig hilfreich.

Ein Medikament ist ein medizinisches Werkzeug.

Genau wie eine Brille.

Oder ein Blutdruckmedikament.

Die sinnvolle Frage lautet:

Welche Kombination von Maßnahmen unterstützt mich am besten?

 

 

 

Wenn Medikamente allein den Kreislauf kaum verändern

 

Manchmal funktioniert eine Erektion mit Medikamenten zuverlässig.

Die Angst bleibt dennoch bestehen.

Dann entstehen Gedanken wie:

„Was, wenn die Tablette diesmal nicht wirkt?“

Oder:

„Ohne Medikament geht es bestimmt nicht.“

Dann kann ein neues Sicherheitsverhalten entstehen.

Psychotherapeutisch lässt sich genau daran arbeiten:

Was gibt Sicherheit?

Was wird befürchtet?

Welche Erfahrungen fehlen noch?

 

 

 

Pornografie als Ursache?

 

Bei einzelnen Menschen kann intensiver oder sehr spezifischer Pornokonsum mit sexuellen Gewohnheiten, Erwartungen oder Erregungsmustern verbunden sein.

Dann lohnt sich eine individuelle Betrachtung.

Daraus lässt sich jedoch keine generelle Ursache ableiten.

 

 

 

Stress und Erschöpfung

 

Sexuelle Funktion hängt stark von der allgemeinen körperlichen und psychischen Situation ab.

Chronischer Stress.

Schlafmangel.

berufliche Überforderung.

Konflikte.

Krankheit.

Depression.

Angst.

All das kann sexuelles Interesse und Erregung beeinflussen.

Deshalb lohnt sich neben dem Sexualthema immer auch ein Blick auf den Alltag.

 

 

 

Depression und Erektionsprobleme

 

Depressive Symptome können sexuelle Lust und sexuelle Reaktionsfähigkeit beeinflussen.

Auch bestimmte Antidepressiva können sexuelle Nebenwirkungen haben.

Wenn Libido oder Erektionsfähigkeit sich im Zusammenhang mit einer Depression oder einem Medikament verändert haben, gehört das in das Gespräch mit der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt.

Medikamente sollten eigenständig weder reduziert noch abgesetzt werden.

 

 

 

Angststörungen und sexuelle Funktion

 

Auch allgemeine Angststörungen können Sexualität beeinflussen.

Wer dauerhaft angespannt ist, viel grübelt oder körperliche Alarmbereitschaft erlebt, hat möglicherweise weniger Zugang zu sexueller Erregung.

Bei manchen Männern ist die Leistungsangst auf Sexualität begrenzt.

Bei anderen ist sie Teil eines breiteren Angstmusters.

Diese Unterscheidung kann therapeutisch wichtig sein.

 

 

 

Was kann Psychotherapie leisten?

 

Psychotherapie kann besonders hilfreich sein, wenn Leistungsangst, Selbstbeobachtung und Erwartungsdruck das sexuelle Erleben prägen.

Mögliche therapeutische Themen sind:

  • Katastrophengedanken,
  • sexuelle Erwartungen,
  • Selbstwert,
  • Körperbild,
  • Angst vor Bewertung,
  • starke Selbstbeobachtung,
  • Scham,
  • Beziehungskommunikation,
  • Vermeidungsverhalten,
  • frühere belastende sexuelle Erfahrungen
  • und der Umgang mit Unsicherheit.

Das Ziel besteht weniger darin, eine Erektion psychisch zu erzwingen.

Es geht darum, Bedingungen zu fördern, unter denen Sexualität wieder freier erlebt werden kann.

 

 

 

Psychotherapie ersetzt keine Urologie

 

Dieser Punkt ist zentral.

Psychotherapie behandelt psychische und relationale Faktoren.

Eine mögliche körperliche Ursache gehört medizinisch abgeklärt.

Die stärkste Behandlung kann deshalb gerade in einer Kombination liegen:

medizinische Diagnostik,

gegebenenfalls medikamentöse Behandlung,

psychotherapeutische beziehungsweise sexualtherapeutische Arbeit

und bei Bedarf Einbeziehung des Partners oder der Partnerin.

 

 

 

Welche Rolle kann Hypnotherapie spielen?

 

Hypnotherapeutische Elemente können innerhalb einer integrativen Psychotherapie eingesetzt werden, wenn Leistungsangst, Erwartungsdruck, belastende innere Bilder oder starke Selbstbeobachtung eine Rolle spielen.

Sie können beispielsweise dazu dienen,

Aufmerksamkeit flexibler auszurichten,

hilfreiche innere Zustände zugänglicher zu machen,

Körperwahrnehmung zu differenzieren,

sexuelle Situationen mental anders vorzubereiten

und Selbstregulation zu fördern.

Dabei ist mir eine klare Einordnung wichtig:

Hypnotherapie ist keine medizinische Standardbehandlung der erektilen Dysfunktion.

Sie kann den psychischen Anteil eines komplexen Geschehens therapeutisch begleiten.

 

 

 

Hypnobalancing™ bei sexueller Leistungsangst

 

Hypnobalancing™ nutze ich innerhalb meiner integrativen therapeutischen Arbeit zur Förderung von Selbstregulation, Körperwahrnehmung und Selbstwirksamkeit.

Bei sexueller Leistungsangst kann beispielsweise daran gearbeitet werden,

Erwartungsangst früher wahrzunehmen,

Aufmerksamkeit von der Selbstüberwachung wegzulenken,

körperliche Erregung weniger kontrollierend zu erleben,

innere Sicherheit zu fördern

und zukünftige Situationen mental mit weniger Leistungsdruck vorzubereiten.

Das Ziel lautet:

mehr Präsenz und weniger Selbstbeobachtung.

 

 

 

Was ist mit früheren belastenden sexuellen Erfahrungen?

 

Manche Männer haben Erfahrungen gemacht, die Sexualität bis heute beeinflussen.

Zum Beispiel:

Beschämung,

Zurückweisung,

Leistungsdruck,

sexuelle Grenzverletzungen,

negative erste Erfahrungen

oder traumatische Erlebnisse.

Wenn solche Erfahrungen relevant sind, können sie therapeutisch berücksichtigt werden.

Dabei wird keineswegs automatisch angenommen, jede Erektionsstörung habe eine verborgene Ursache in der Vergangenheit.

Entscheidend ist, was im individuellen Fall tatsächlich Bedeutung besitzt.

 

 

 

Was, wenn die Erektion während der Therapie weiterhin schwankt?

 

Dann geschieht etwas sehr Normales.

Erektionen sind keine Maschinenfunktion.

Sie verändern sich.

Auch bei guter sexueller Gesundheit.

Das therapeutische Ziel ist deshalb keineswegs:

„Meine Erektion muss ab jetzt immer funktionieren.“

Eine hilfreichere Richtung lautet:

„Eine Veränderung meiner Erektion darf passieren, ohne dass daraus sofort Angst, Scham oder ein Abbruch entsteht.“

Diese Flexibilität nimmt dem Symptom viel Macht.

 

 

 

Sexualität ohne Penetrationspflicht

 

Wenn Sexualität ausschließlich dann als erfolgreich gilt, wenn Penetration stattfindet und eine Erektion währenddessen vollständig stabil bleibt, entsteht ein sehr enger Rahmen.

Sexualität umfasst wesentlich mehr:

  • Nähe,
  • Berührung,
  • Küsse,
  • manuelle Sexualität,
  • orale Sexualität,
  • Erotik,
  • Spiel,
  • Fantasie,
  • Humor,
  • Kommunikation
  • und gemeinsames Erleben.

Je weiter der sexuelle Möglichkeitsraum wird, desto weniger Belastung trägt eine einzelne Körperreaktion.

 

 

 

Vermeidung kann das Problem stabilisieren

 

Nach einigen belastenden Erfahrungen vermeiden manche Männer zunehmend sexuelle Situationen.

Sie gehen früher schlafen.

Vermeiden körperliche Nähe.

Beginnen weniger Beziehungen.

Oder verhindern Situationen, aus denen Sexualität entstehen könnte.

Kurzfristig sinkt der Leistungsdruck.

Langfristig bleibt die Befürchtung ungeprüft.

Auch deshalb kann es therapeutisch sinnvoll sein, Nähe und Sexualität wieder schrittweise mit neuen Erfahrungen zu verbinden.

 

 

 

Welche Fragen sind therapeutisch besonders hilfreich?

 

Statt ausschließlich zu fragen:

„Warum bekomme ich keine Erektion?“

können weitere Fragen helfen:

Wann funktioniert Sexualität besser?

Wann schlechter?

Welche Gedanken tauchen auf?

Was beobachte ich währenddessen?

Was befürchte ich?

Welche Bedeutung hat eine nachlassende Erektion für mich?

Was denke ich, was mein Gegenüber erwartet?

Welche Sicherheitsstrategien nutze ich?

Wie offen sprechen wir über Sexualität?

Was würde passieren, wenn ich nichts beweisen müsste?

Diese Fragen führen häufig näher zum tatsächlichen psychischen Kreislauf.

 

 

 

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

 

Das lässt sich seriös kaum vorhersagen.

Eine klar umrissene Leistungsangst kann einen anderen therapeutischen Rahmen benötigen als eine Situation mit:

langjährigen Erektionsproblemen,

ausgeprägten Beziehungskonflikten,

Depression,

allgemeiner Angststörung,

traumatischen Erfahrungen

oder mehreren gleichzeitig wirkenden körperlichen Faktoren.

Deshalb arbeite ich ohne pauschale Sitzungszahl.

Wir orientieren uns an konkreten Veränderungen.

 

 

 

Woran lässt sich Fortschritt erkennen?

 

Fortschritt bedeutet keineswegs ausschließlich:

„Die Erektion funktioniert immer.“

Fortschritt kann beispielsweise bedeuten:

weniger Erwartungsangst,

weniger Selbstbeobachtung,

mehr Lust,

mehr Nähe,

offenere Kommunikation,

weniger Vermeidung,

mehr sexuelle Flexibilität,

weniger Scham,

mehr Vertrauen in den eigenen Körper

und eine entspanntere Reaktion, wenn die Erektion einmal schwankt.

Das sind therapeutisch sehr relevante Veränderungen.

 

 

 

Wann medizinische Abklärung besonders wichtig ist

 

Eine urologische beziehungsweise ärztliche Abklärung ist besonders sinnvoll, wenn:

die Erektionsstörung neu auftritt,

sie dauerhaft besteht,

auch bei Selbstbefriedigung auftritt,

morgendliche beziehungsweise nächtliche Erektionen deutlich verändert sind,

weitere körperliche Symptome auftreten,

Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen,

Medikamente eingenommen werden, die sexuelle Funktion beeinflussen können

oder Unsicherheit über körperliche Ursachen besteht.

 

 

 

Der entscheidende Perspektivwechsel

 

Leistungsangst erzeugt häufig eine Frage:

„Funktioniere ich?“

Sexualität wird leichter, wenn eine andere Frage Raum bekommt:

„Was erlebe ich gerade?“

Berührung.

Nähe.

Lust.

Neugier.

Kontakt.

Atmung.

Erregung.

Verbindung.

Der Körper darf reagieren.

Die Erektion darf sich verändern.

Und Sexualität darf wieder Begegnung sein.

 

 

 

Fazit: Leistungsangst kann Erektionsprobleme verstärken

 

Erektionsstörungen können körperliche, psychische und partnerschaftliche Ursachen haben.

Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Leistungsangst kann einen starken Kreislauf erzeugen:

Erwartungsdruck.

Selbstbeobachtung.

Anspannung.

veränderte sexuelle Erregung.

noch mehr Kontrolle.

Genau dieser Kreislauf lässt sich psychotherapeutisch bearbeiten.

Eine medizinische Abklärung bildet dabei eine wichtige Grundlage.

Wenn körperliche Faktoren geklärt beziehungsweise behandelt sind und Leistungsangst, Selbstbeobachtung oder Beziehungsmuster weiterhin eine Rolle spielen, kann Psychotherapie helfen, wieder mehr sexuelle Freiheit zu entwickeln.

 

 

 

Psychotherapie bei sexueller Leistungsangst in Berlin und online

 

Ich bin Karsten Noack.

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen psychotherapeutisch bei Ängsten, Angststörungen, Traumafolgen und belastenden psychischen Reaktionsmustern.

Sexuelle Leistungsangst kann eine sehr konkrete Form von Angst sein.

In meiner therapeutischen Arbeit betrachten wir unter anderem:

Erwartungsangst,

Selbstbeobachtung,

Körperwahrnehmung,

Selbstwert,

Beziehungserleben,

Vermeidungsverhalten

und belastende Erfahrungen.

Dabei arbeite ich integrativ und beziehe hypnotherapeutische Elemente und Hypnobalancing™ dort ein, wo sie therapeutisch sinnvoll sind.

Das Ziel lautet weniger:

„Ich muss funktionieren.“

Sondern:

„Ich kann Sexualität wieder erleben.“

Damit Sie leichter entscheiden können, ob therapeutische Begleitung jetzt hilfreich ist

 

Vielleicht spüren Sie schon länger den Wunsch nach Entlastung und Veränderung.

Ängste, innere Unruhe, Panik, belastende Erfahrungen oder körperliche Alarmreaktionen können viel Kraft binden. Gleichzeitig wächst häufig der Wunsch, wieder mehr Sicherheit, Ruhe und Freiheit im eigenen Leben zu erleben.

Therapeutische Unterstützung kann dabei helfen, das eigene Erleben besser zu verstehen, innere Ressourcen zu stärken und neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Am Anfang steht Orientierung.

Wir schauen gemeinsam auf Ihre aktuelle Situation, Ihre Ziele und darauf, welcher therapeutische Rahmen zu Ihnen passt. Sie können in Ihrem Tempo ankommen, Gedanken sortieren und mit einfachen Worten beginnen.

Sicherheit, Stabilisierung und ein stimmiges therapeutisches Tempo bilden die Grundlage der Zusammenarbeit.

Professionelle Unterstützung ist dabei ein Ausdruck von Selbstverantwortung: Sie entscheiden sich dafür, Ihrem Anliegen Aufmerksamkeit zu geben und aktiv an einer hilfreichen Veränderung mitzuwirken.

 

 

 

Eine Frage kann Ihnen bei der Entscheidung helfen

 

Wie stark beeinflussen Ängste, Anspannung oder belastende Erfahrungen derzeit Ihre Lebensqualität und Ihren Handlungsspielraum?

Zur Orientierung können Sie sich fragen:

  • Wie viel Aufmerksamkeit und Kraft beansprucht das Thema in Ihrem Alltag?

  • In welchen Situationen wünschen Sie sich wieder mehr Freiheit?

  • Wie wirken sich Ihre Beschwerden auf Arbeit, Beziehungen und Lebensfreude aus?

  • Wie gut gelingt es Ihnen, sich zu konzentrieren und innere Ruhe zu erleben?

  • Wie viel Energie verwenden Sie darauf, Ihren Alltag weiterhin zu bewältigen?

  • Was möchten Sie wieder tun, erleben oder genießen können?

  • Was könnte sich entwickeln, wenn mehr Sicherheit, Ruhe und Selbstvertrauen entstehen?

Vielleicht entsteht beim Lesen bereits eine Vorstellung davon, was Sie verändern möchten.

Das ist ein guter Ausgangspunkt für therapeutische Zusammenarbeit.

 

 

 

Ein erster Eindruck vor dem persönlichen Kontakt

 

Therapie ist eine persönliche Zusammenarbeit. Vertrauen und eine passende therapeutische Beziehung spielen deshalb eine wichtige Rolle.

Eine Empfehlung durch einen vertrauten Menschen kann dieses Vertrauen bereits fördern. Ebenso können Informationen, Texte und Videos Ihnen dabei helfen, einen Eindruck von meiner Haltung und Arbeitsweise zu gewinnen.

Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über meinen therapeutischen Hintergrund, meine Schwerpunkte und den Ablauf der Zusammenarbeit.

Ich arbeite mit integrativer Psychotherapie und besonderer Kompetenz in Hypnotherapie.

Dabei gilt ein einfaches Prinzip:

Die Methode dient dem Menschen.

Gemeinsam wählen wir die therapeutischen Zugänge, die zu Ihnen, Ihrem Anliegen und Ihrer aktuellen Situation passen. Ziel ist, möglichst früh hilfreiche Veränderungen anzustoßen und daraus zunehmend mehr innere Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Handlungsspielraum entstehen zu lassen.

So können Sie in Ruhe prüfen, ob meine Arbeitsweise und meine Haltung zu Ihnen und Ihrem Anliegen passen.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn Sie eine therapeutische Zusammenarbeit erwägen, schreiben Sie mir über das Kontaktformular kurz, worum es Ihnen geht.

Anhand Ihrer Angaben kann ich einschätzen, ob Ihr Anliegen zu meinen therapeutischen Schwerpunkten passt und welcher nächste Schritt sinnvoll erscheint.

Der Einstieg erfolgt direkt über einen vereinbarten therapeutischen Termin. Informationen zu Ablauf, Dauer und Kosten finden Sie ebenfalls auf diesen Seiten.

Wer Sie begleitet

 

Mein Name ist Karsten Noack.

Seit 1998 begleite ich Menschen therapeutisch bei Ängsten, Angststörungen, Traumafolgen und innerer Überforderung – in Berlin-Charlottenburg und online.

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder: Viele Menschen tragen nach außen Verantwortung, wirken leistungsfähig und halten im Alltag vieles zusammen. Zugleich kostet es innerlich viel Kraft, mit Angst, Anspannung, alten Erfahrungen oder körperlichen Alarmreaktionen zu leben.

Meine therapeutische Arbeit basiert auf integrativer Psychotherapie mit hypnotherapeutischen Elementen. Ich verbinde verschiedene bewährte Ansätze und stimme das Vorgehen auf Ihre Situation, Ihre Belastbarkeit und Ihre Ziele ab.

Wichtig sind mir ein geschützter Rahmen, ein passendes Tempo, fachliche Sorgfalt und eine klare Orientierung an dem, was Sie in Ihrer aktuellen Situation brauchen.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was hilft Ihnen jetzt, wieder mehr Sicherheit, Orientierung, Selbstwirksamkeit und inneren Spielraum zu entwickeln?

 

 

 

Ein persönlicher Eindruck

 

Therapie ist eine persönliche Zusammenarbeit. Deshalb kann es hilfreich sein, bereits vor der ersten Kontaktaufnahme einen Eindruck davon zu bekommen, wer Sie begleitet.

In meinem Profil erfahren Sie mehr über meinen beruflichen Weg, meine Erfahrung, meine therapeutische Haltung und meine Art zu arbeiten.

So können Sie in Ruhe prüfen, ob mein Angebot und meine Arbeitsweise zu Ihrem Anliegen passen.

Mehr über mich (Karsten Noack) erfahren

 

 

 

Sitzungen auf Deutsch oder Englisch

 

Die Sitzungen können wahlweise auf Deutsch oder Englisch stattfinden.

Wichtig ist, dass Sie sich im Gespräch gut aufgehoben, verstanden und sorgfältig begleitet fühlen.

 

 

 

Transparenz zum therapeutischen Rahmen

 

Meine therapeutische Tätigkeit erfolgt im Rahmen meiner Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.

Sie sind nicht in Berlin, bzw. wünschen sich eine Alternative zum Praxisbesuch?

 

Sie sind nicht in Berlin oder wollen bzw. können aus anderen Gründen nicht in die Praxis kommen? Dann lohnt es sich, die folgenden Informationen zu den Optionen zu lesen:

 

 

a. Anreise

 

Für Klienten, die anreisen, besteht bei frühzeitiger Reservierung die Möglichkeit, an aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 2 Sitzungen an einem Tag durchzuführen. Es gilt in einer ersten Telefon- oder Onlinesitzung  vorab zu klären, ob das eine empfehlenswerte Option ist, da hierfür entsprechende Voraussetzungen erforderlich sind. Jegliche Quellen zusätzlichen Drucks sind im Interesse des Therapieerfolgs zu vermeiden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Anreise.

 

 

 

b. Onlinesitzungen

 

Manchmal ist ein persönliches Treffen nicht möglich oder ideal. In solchen Fällen ist eine Telefonsitzung oder eine Sitzung mit Videounterstützung über das Internet eine Alternative oder Ergänzung. Seit vielen Jahren nutze ich dieses Setting und viele Klient:innen haben damit sehr gute Erfolge erzielt. Die Erfahrungen machen es leicht, auch auf diesem Weg sehr intensive Sitzungen zu realisieren. Sie sind flexibler und können auch sehr zeitnah meine Unterstützung nutzen. Es gelten aktuell reduzierte Honorare für solche Sitzungen.

Das ist übrigens auch eine Option, falls Sie einmal überraschend verhindert sein sollten.

ich Bräuche von Ihnen die Versicherung, dass Sie sich während der Onlinesitzung in Deutschland aufhalten. Hierzu benötige ich ggf. eine Anschrift in Deutschland.

Was kostet therapeutische Begleitung mit hypnotherapeutischen Elementen?

Integrative Psychotherapie bei Ängsten, Angststörungen und Traumafolgen – online und in Berlin

 

Transparente Rahmenbedingungen schaffen eine gute Grundlage für therapeutische Zusammenarbeit.

Hier finden Sie die Honorare, Informationen zur Sitzungsdauer, zur möglichen Anzahl der Sitzungen sowie zu Zahlung und Terminvereinbarung.

 

 

Honorar für therapeutische Sitzungen

 

Die folgenden Honorare gelten während meiner regulären Geschäftszeiten:

Montag bis Mittwoch, 07:00 bis 17:00 Uhr

Online-Sitzungen und telefonische Sitzungen

60 Minuten: 179 Euro
90 Minuten: 268,50 Euro

Online-Sitzungen bilden meinen regulären therapeutischen Rahmen.

Sie ermöglichen konzentriertes Arbeiten in vertrauter Umgebung und lassen sich gut mit dem Alltag verbinden. Viele therapeutische Impulse können anschließend unmittelbar dort weiterwirken, wo Ihr tägliches Leben stattfindet.

Sitzungen in der Praxis in Berlin

60 Minuten: 229 Euro
90 Minuten: 343,50 Euro

Sitzungen in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg stehen als zusätzliches Format zur Verfügung.

 

 

Welche Sitzungsdauer ist sinnvoll?

 

Für die erste Sitzung empfehle ich in der Regel 90 Minuten.

Dieser Rahmen bietet ausreichend Zeit, Ihre Situation und Ihre Ziele kennenzulernen, Zusammenhänge einzuordnen und bereits erste therapeutische Schritte zu gehen.

Auch im weiteren Verlauf sind 90 Minuten für viele Anliegen ein hilfreicher Rahmen.

Je nach Thema, Entwicklung und therapeutischem Prozess können Sitzungen von 60 Minuten ebenso sinnvoll sein.

 

 

 

Optionales therapeutisches Vorgespräch

 

Für eine gezielte Indikations- und Rahmenklärung kann ein telefonisches Vorgespräch vereinbart werden.

Dauer: bis zu 30 Minuten
Honorar: 45 Euro

Das Gespräch dient dazu, Ihr Anliegen und wichtige Voraussetzungen einzuordnen und den passenden therapeutischen Rahmen zu klären.

Die therapeutische Arbeit beginnt in den regulären Sitzungen.

 

 

 

Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?

 

Jeder therapeutische Prozess entwickelt sich individuell.

Bei Ängsten und Angststörungen erlebe ich häufig einen Rahmen von ungefähr drei bis acht Sitzungen. Bei manchen Anliegen zeigen sich wesentliche Veränderungen bereits früh. Andere Themen profitieren von einem längeren Prozess oder größeren Abständen zwischen den Sitzungen.

Nach den ersten Sitzungen lässt sich meist gut erkennen, welche Entwicklung bereits stattfindet und welcher weitere Rahmen hilfreich erscheint.

Mein Anspruch dabei ist:

Von Beginn an arbeiten wir auf spürbare Veränderung hin.

Therapie darf zielgerichtet sein. Gleichzeitig bekommt der Prozess den Raum und das Tempo, das zu Ihnen und Ihrer Situation passt.

 

 

 

Was den therapeutischen Verlauf beeinflusst

 

Die Dauer der Zusammenarbeit wird unter anderem beeinflusst durch:

  • Ihr Anliegen und Ihre Ziele
  • die Intensität und Dauer der bisherigen Belastung
  • Ihre aktuelle Lebenssituation
  • vorhandene Ressourcen
  • bisherige therapeutische Erfahrungen
  • die Qualität unserer Zusammenarbeit
  • Ihre Möglichkeiten, therapeutische Impulse im Alltag aufzugreifen
  • die Erfahrungen und Veränderungen zwischen den Sitzungen

Gerade die Zeit zwischen den Terminen kann wertvoll sein.

Neue Perspektiven, Übungen und Erfahrungen dürfen sich im Alltag entwickeln und zunehmend selbstverständlich werden.

Aus therapeutischen Impulsen entsteht auf diese Weise gelebte Veränderung.

 

 

 

Die therapeutische Zusammenarbeit

 

Therapie ist für mich eine aktive Zusammenarbeit.

Sie bringen Ihre Erfahrungen, Ziele und Wahrnehmungen mit.

Ich bringe meine therapeutische Erfahrung, unterschiedliche Zugänge und einen klaren Blick auf den Prozess ein.

Besonders hilfreich ist es, wenn Sie neue Perspektiven mit Interesse prüfen, Erfahrungen auf sich wirken lassen und therapeutische Impulse auch zwischen den Sitzungen aufgreifen.

So kann Schritt für Schritt mehr innere Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Handlungsspielraum entstehen.

 

 

 

Zahlung

 

Das Honorar wird per Überweisung gezahlt.

Für die erste Sitzung ist der Zahlungseingang spätestens 14 Tage vor dem Termin vorgesehen.

Für Folgesitzungen ist der Zahlungseingang spätestens 7 Tage vor dem Termin vorgesehen.

Alle Zahlungsinformationen erhalten Sie rechtzeitig per E-Mail.

So kennen Sie die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen bereits vor dem jeweiligen Termin.

 

 

 

Verbindliche Terminplanung

 

Ein vereinbarter Termin reserviert die entsprechende Zeit ausschließlich für Sie.

Für reguläre Termine bis zu einer Dauer von 120 Minuten ist eine einmalige Terminverschiebung bis 72 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Dabei zählen Werktage von Montag bis Freitag einschließlich der jeweiligen Uhrzeit.

Für spätere Änderungen oder versäumte Termine wird die reservierte Zeit entsprechend der getroffenen Vereinbarung berechnet.

Für längere Termine und Terminblöcke gelten individuell vereinbarte Rahmenbedingungen.

Die konkreten Informationen erhalten Sie im Zusammenhang mit Ihrer Terminvereinbarung schriftlich.

 

 

 

Termine mit erhöhter Flexibilität

 

Falls Ihnen eine kurzfristigere Terminänderung wichtig ist, können Sie bereits bei der Vereinbarung eine erhöhte Flexibilität wählen.

Der Aufpreis beträgt:

45 Euro je Sitzung

Damit ist eine einmalige Terminänderung bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.

Diese Option kann besonders hilfreich sein, wenn Ihre berufliche oder persönliche Situation eine größere terminliche Beweglichkeit erfordert.

 

 

 

Termine außerhalb der regulären Zeiten

 

Termine außerhalb meiner regulären Geschäftszeiten sowie Termine an Wochenenden und Feiertagen können nach Vereinbarung angeboten werden.

Hierfür gilt ein Aufschlag von 20 bis 35 Prozent.

Wenn für einen Termin zusätzliche Reise- oder Übernachtungszeiten erforderlich sind, vereinbaren wir den entsprechenden Rahmen und das Honorar vorab schriftlich.

 

 

 

Krankenkasse, private Krankenversicherung und Beihilfe

 

Die therapeutischen Sitzungen werden grundsätzlich als Selbstzahlerleistung vereinbart.

Je nach persönlichem Vertrag können private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder Zusatzversicherungeneine Erstattung vorsehen.

Wenn Sie eine Erstattung nutzen möchten, klären Sie die Bedingungen am besten vor Beginn der Zusammenarbeit direkt mit Ihrem Versicherer beziehungsweise Ihrer Beihilfestelle.

Sie erhalten für die therapeutischen Leistungen eine Rechnung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite:

Kostenübernahme durch Krankenkassen und Versicherungen

 

 

 

Umsatzsteuer

 

Psychotherapeutische Heilbehandlungen werden bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen umsatzsteuerfrei berechnet.

Die steuerliche Behandlung richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben.

 

 

 

Online oder Praxis?

 

Für viele therapeutische Anliegen bietet die Online-Sitzung einen sehr guten Rahmen.

Sie können aus Ihrer vertrauten Umgebung teilnehmen, sparen Anfahrtszeit und können therapeutische Erfahrungen anschließend unmittelbar in Ihren Alltag übertragen.

Sitzungen in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg stehen ebenfalls zur Verfügung.

Gemeinsam können wir den Rahmen wählen, der zu Ihrem Anliegen und Ihrer Situation passt.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn Sie eine therapeutische Zusammenarbeit erwägen, schreiben Sie mir über das Kontaktformular kurz, worum es Ihnen geht.

Je konkreter Sie Ihr Anliegen und Ihr gewünschtes Ziel beschreiben, desto leichter kann ich Ihre Anfrage einordnen.

Sie können dort auch angeben:

  • ob Sie eine Online-Sitzung oder einen Termin in Berlin bevorzugen
  • welche Zeiten für Sie gut passen
  • ob Sie die persönliche Ansprache mit Sie oder Du wünschen

So kann die therapeutische Zusammenarbeit bereits mit einem klaren und gut vorbereiteten Rahmen beginnen.

Wenn meine Arbeitsweise zu Ihnen und Ihrem Anliegen passt, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

Vorbereitung auf die erste Sitzung

 

Mit Ihrer Terminbestätigung erhalten Sie Hinweise, wie Sie sich auf die erste Sitzung vorbereiten können.

Dazu gehören Informationen zum Ablauf, zur Zahlung, zum organisatorischen Rahmen und – falls erforderlich – aktuelle Hinweise zu Praxisbesuchen, Online-Sitzungen oder besonderen Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Sie dürfen Ihr Anliegen in einfachen Worten beschreiben. Es reicht, wenn Sie mitbringen, was Sie aktuell belastet, was Sie sich wünschen und was Sie bereits versucht haben.

Hilfreich kann es sein, sich vorab einige Fragen zu stellen:

  • Was ist der wichtigste Grund für Ihre Kontaktaufnahme?

  • Seit wann besteht das Thema?

  • In welchen Situationen zeigt es sich besonders deutlich?

  • Was vermeiden Sie inzwischen?

  • Was hat Ihnen bisher geholfen?

  • Was hat zusätzlichen Druck erzeugt?

  • Welche Veränderung wünschen Sie sich?

  • Gibt es medizinische oder psychiatrische Themen, die bereits abgeklärt wurden?

Diese Fragen dienen Ihrer Orientierung. Eine erste innere Sortierung genügt.

 

 

 

Die erste Sitzung

 

Die erste Sitzung dient der Orientierung, dem Kennenlernen und der gemeinsamen Klärung Ihres Anliegens.

Wir schauen sorgfältig auf Ihre Situation, Ihre Belastung, Ihre bisherigen Erfahrungen und Ihre Ziele. Dabei entsteht ein erster Eindruck davon, welcher therapeutische Rahmen sinnvoll ist und welche nächsten Schritte hilfreich sein können.

Wichtige Weichen werden gleich zu Beginn gestellt. Dazu gehören Vertrauen, ein passendes Tempo, fachliche Sorgfalt und ein gemeinsames Verständnis Ihres Anliegens.

Sie bestimmen mit, wie tief wir einsteigen und welches Tempo für Sie stimmig ist. Gerade bei Ängsten, Traumafolgen oder schambesetzten Themen ist ein sicherer Rahmen besonders wichtig.

Meine therapeutische Arbeit basiert auf integrativer Psychotherapie mit hypnotherapeutischen Elementen. Das bedeutet: Die Methode folgt dem Menschen. Entscheidend ist, was in Ihrer aktuellen Situation hilfreich, stimmig und tragfähig ist.

Oft erhalten Sie Impulse oder Übungen, mit denen Sie die therapeutische Arbeit zwischen den Sitzungen unterstützen können. Denn Veränderung soll in der Sitzung beginnen und Schritt für Schritt auch im Alltag tragfähig werden.

Ziel ist, dass Sie mehr Orientierung, Selbstregulation, innere Sicherheit und Handlungsspielraum entwickeln.

Therapeutische Begleitung soll Sie stärken – und mit der Zeit immer eigenständiger machen.

Selbsthypnose

 

Wenn Sie das wollen und wo es sich anbietet, vermittle ich Ihnen Selbsthypnose zur Ergänzung der hypnotherapeutischen Sitzungen. Selbsthypnose ist ein Werkzeug, um unbewusste Prozesse und somit mentale Zustände selbst zu steuern.

Nachdem Sie mit meiner Unterstützung positive Tranceerfahrungen gemacht haben, können Sie Selbsthypnose sehr schnell erlernen. Das hilft Ihnen auch außerhalb der Therapie selbstbestimmt voranzukommen. Es beschleunigt den Prozess, vertieft und festigt das Erreichte. Ihre Eigenständigkeit wird so gefördert. Ein guter Therapeut macht sich aus meiner Sicht so schnell wie möglich überflüssig. Selbsthypnose ist eine hervorragende Methode zur Selbsthilfe, die über das eigentliche Thema hinaus sehr bereichernd ist.

Ihr Termin

 

Sie wünschen sich therapeutische Unterstützung? Beschreiben Sie mir kurz Ihr Anliegen. Ich lese jede Anfrage persönlich und melde mich mit einer Einschätzung zum passenden weiteren Vorgehen.

Erste Sitzungen dauern üblicherweise 90 Minuten.
Online: 268,50 € für 90 Minuten
Präsenz in Berlin: 343,50 € für 90 Minuten

Termine werden mit Eingang des Honorars verbindlich reserviert.

Welche Zeiten passen für Sie üblicherweise?

Wie zeitnah wünschen Sie einen Termin?

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen!

Wichtige Hinweise für Ihre Orientierung

 

Vor einer Kontaktaufnahme finden Sie auf diesen Seiten ausführliche Informationen zu Honorar, Terminvereinbarung, therapeutischen Rahmenbedingungen, Kontraindikationen und häufigen Fragen.

So können Sie sich bereits vorab ein klares Bild von meiner Arbeitsweise und den organisatorischen Voraussetzungen machen.

Die Inhalte dieser Website dienen der Information und Orientierung. Eine persönliche therapeutische Einschätzung entsteht im direkten Kontakt und im Rahmen der vereinbarten Zusammenarbeit.

Meine therapeutische Tätigkeit erfolgt auf Grundlage der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.

Medizinische Diagnostik, ärztliche Behandlung und medikamentöse Therapie gehören in den entsprechenden ärztlichen beziehungsweise psychiatrischen Rahmen. Wenn eine solche Abklärung sinnvoll erscheint, kann sie die psychotherapeutische Begleitung ergänzen.

Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken, psychotischen Symptomen oder dringendem medizinischem Klärungsbedarf wenden Sie sich bitte unmittelbar an die zuständigen ärztlichen oder psychiatrischen Stellen, eine psychiatrische Notaufnahme beziehungsweise den Notruf 112.

Erstveröffentlichung: 12. Januar 2006
Letzte Überarbeitung: 5. September 2026
Englische Version: