Trichotillomanie (Trich): Ursachen, Formen und Behandlung

Trichotillomanie ist behandelbar: Hypnosetherapie und Hypnobalancing™ bei Trichotillomanie
Praxis für Hypnotherapie in Berlin - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

Trichotillomanie: Es ist zum Haare ausreißen

 

 

 

 

Trichotillomanie (Trich)

 

Die Bezeichnung Trichotillomanie geht auf einen Dermatologen aus Frankreich zurück, der 1889 dieses „Bedürfnis“ beschrieb.

Trichotillomanie (ICD-10: F63.3.) ist das zwanghafte Bedürfnis sich Haare auszureißen. Dabei sind meist die Kopfhaare betroffen, aber auch Wimpern, Augenbrauen, Barthaare, Schamhaare, Armhaare und Beinbehaarung können betroffen sein. Die Ursachen sind vielfältig und jeder Mensch individuell zu betrachten. Oft sind reduzierte Selbstwertgefühle und Stressanfälligkeit beteiligte Faktoren.

In meiner therapeutischen Praxis habe ich regelmäßig Klienten, die auf die eine oder andere Weise unter den Folgen von Trichotillomanie leiden. Viele davon denken, dass sie zu einigen wenigen betroffenen Personen gehören. Tatsächlich jedoch sind mehr Menschen davon betroffen, als weithin vermutet wird. Die Auswirkungen sind so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten, mit denen ich an der Lösung gearbeitet habe. Gerade Frauen, die mitunter sehr geschickt darin sind die Folgen zu kaschieren, berichten von großem Leidensdruck. Männer rasieren sich häufiger den Kopf, um die Versuchung zu reduzieren, doch auch das gelingt kaum. Dann werden andere Haare umso häufiger gezupft.

Häufig begleitet Betroffene die Trichotillomanie schon einen großen Teil des Lebens. Umso erstaunlicher sind die oft sehr schnellen positiven Fortschritte.

 

 

 

Typische Verhaltensweisen und Symptome

 

Trichotillomanie ist der unwiderstehliche Drang (Verlust der Impulskontrolle) Haare vom eigenen Kopf, von anderen Stellen des Körpers, die Augenbrauen oder die Wimpern zu zupfen. Trich wird hinsichtlich Komplexität, Anzahl der Betroffenen und einschränkenden Auswirkungen unterschätzt. Für manche Menschen mag die Trichotillomanie eine milde Ausprägung haben und als handhabbar empfunden werden. Für andere kann der Drang, sich Haare auszureißen, überwältigend erlebt und als sehr unangenehm empfunden werden.

Manchen Betroffenen ist es kaum oder gar nicht bewusst, andere berichten von angenehmen oft beruhigenden Empfindungen, wenn sie sich Haare ausreißen. Für einige ist das Herausreißen mit einer besonderen Aufmerksamkeit verbunden, die sie fasziniert und die sehr intensiv sein kann und manche entwickeln eine regelrechte Sucht danach. Häufiger ist zu hören, dass sich das Zeitempfinden dabei verändert und unangenehme Gedanken sich so ausblenden lassen.

Einige Klienten haben Rituale entwickelt, bei denen manche anschließend mit dem ausgerissenen Haar spielen. Es gibt auch jene, die weder spezielle Empfindungen oder gar Vergnügen erkennen können. Und es gibt Betroffene, bei denen es eher an eine Zwangserkrankung oder Dismorphophobie erinnert. Sie fühlen sich gezwungen die Haare zu entfernen, die ihnen aus irgendeinem Grund nicht passend erscheinen. Sie meinen, so etwas korrigieren zu können.

 

In der Praxis unterscheiden sich die Betroffenen also in vielerlei Hinsicht, doch einige Gemeinsamkeiten sind recht häufig:

  • Viele Betroffene berichten von einem zunehmenden Spannungsgefühl kurz vor dem Haare ausreißen oder beim Versuch, der Handlung zu widerstehen.
  • Es wird nach dem „richtigen Haar“ gesucht, z.B. dickere, sich unregelmäßig anfühlende, gekräuselte Haare.
  • Es können sämtliche behaarte Körperregionen können betroffen sein. Bevorzugt werden Kopfhaare, dann folgen Wimpern, Brauen und Schamhaare.
  • Einige Betroffene beschreiben an einer bestimmten Stelle ein Jucken zu spüren, an der sie dann unbedingt Haare zupfen müssen, um endlich Erleichterung zu bekommen.
  • Das Ausreißen wird als genussvoll oder entspannend empfunden.
  • Während des Haarausreißens erleben viele Anspannung, depressive Langeweile, Leere, das Gefühl in einem Vakuum zu sein.
  • Während es mitunter zeitnah nur einige wenige Haare betreffen kann, dehnt es sich manchmal auf eine Stunde aus.
  • Trotz ausgedünnter bis kahler Stellen und des daraus resultierenden großen Leidensdrucks gelingt es nicht mit das Reißen zu beenden.
  • Nach dem Ausreißen stellt sich ein mehr oder weniger kurzes Gefühl von Entspannung und Zufriedenheit ein.
  • Einige beschäftigen sich hinterher mit dem Haar, besonders mit der Haarwurzel. Einige berichten das sie mit der Wurzel über die Lippen streichen, auf der Wurzel oder dem Haar herumkauen, das Haar verknoten, das Haar zerteilen, etc.
  • Es geschieht oft begleitend bei anderen Tätigkeiten wie Fernsehen, Lesen, Autofahren etc.
  • Alle diese Ausprägungen haben gemeinsam, dass die Betroffenen sich darüber ärgern was sie getan und den Eindruck haben, es nicht selbst entscheiden zu können. 
Sie haben den Eindruck fremdgesteuert zu sein.

 

 

 

Leidensdruck bei Trichotillomanie

 

Für Betroffene ist die Trichotillomanie deshalb mit einem zunehmenden Leidensdruck verbunden. Menschen mit Trichotillomanie schämen sich ihres Verhaltens meist sehr. Sie verdecken die kahlen Stellen mit Mützen, Tüchern oder Haarteilen. In einigen Fällen ziehen sich Betroffene ganz aus dem sozialen Umfeld zurück, was die Lebensqualität weiter einschränkt.

 

 

Ein Teufelskreis

 

Viele halten sich für die einzigen, denen es so geht und verbergen lieber die kahlen Stellen, anstatt sich Hilfe zu suchen. Dabei sind viele Menschen davon betroffen. Therapeuten konnten hier Mut machende Erfahrungen sammeln, die zu bewährtem Vorgehen geführt haben.

 

 

 

Noch so gut gemeinter Rat hilft oft nicht, es ist nicht so einfach

 

So gut gemeint der Rat des Umfelds sein mag; „Hör doch einfach auf damit!“, er hat wohl noch niemandem geholfen. Angehörige, Freunde, Lebenspartner, die tatsächlich helfen möchten, benötigen hier oft ebenfalls Unterstützung.

 

 

 

Ursachen der Trichotillomanie

 

Da es verschiedene Erscheinungsformen der Trichotillomanie gibt, scheintes ein Zusammenspiel mehrerer körperlicher und seelsicsher Ursachen zu geben. Untersuchungen zum Thema Trichotillomanie weisen auf unterschiedliche Ursachen hin. Traumatische Erlebnisse, negative Beeinflussungen des Selbstwertgefühls, Stress im persönlichen Umfeld oder im Beruf bis hin zu genetischen Gründen sind beteiligt.

Trichotillomanie wird von Betroffenen oft als Möglichkeit gesehen, Spannung abzubauen, sich zu stimulieren und sich zu trösten. Doch die ersehnte Wirkung hält nicht an, wenn sie überhaupt einsetzt. Eine größere Anzahl von Betroffenen berichtet von Belastungen während der Kindheit, wie beispielswesie Mißbrauchs- oder Gewalterfahrungen, Vernachlässigung, Fehlen von Geborgenheit und eingeschränkter Liebe wegen einer autoritären oder vernlachlässigenden Erziehung. Unverarbeitete Verlusterfahrungen und Überforderung sowie genetische Veranlagungen scheinen Faktoren zu sein. In manchen Fällen entpuppte sich die Trichtotillomanie als eine Form der Selbstverletzung oder Ablenkung von einem anderen körperlichen oder emotionalen Thema.

 

 

 

Hypnosetherapie bei Trichotillomanie

 

Die Trichotillomanie einen immensen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Trichotillomania kann Gefühle der Schuld, Scham, Isolation oder Verlegenheit verursachen und so das Sozialleben und die Leistungsfähigkeit beim Lernen und bei der Arbeit einschränken.

Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Wenn dieser Zwang Ihr Leben einschränkt, lassen Sie sich helfen. Für die Auflösung der Trichotillomanie hat sich eine Kombination verschiedener Methoden mit Hypnosetherapie bewährt. Wenn erforderlich kann mit Selbsthypnose, Entspannungstechniken und anderen Methoden der Einsatz des Erlernten in das tägliche Leben zusätzlich gefördert werden.

In meiner Praxis zeigt sich immer wieder wie wichtig gerade bei Trich die Chemie zum Therapeuten und Vertrauen sind. Deswegen ist es wichtig, dass Sie die Geschwindigkeit vorgeben. Sie können sich auch schon vorab ein Bild von mir als Therapeuten machen.

Viele bewährte Interventionen werden durch Hypnose intensiviert. Förderliche Zustände werden durch Hypnose erfahrbar und bisher ungenutzte Ressourcen werden aktiviert. Je mehr Kontrolle abgelegt wird, desto mehr innere Sicherheit wird erlebt. Doch das ist mit bewusstem Willen nur bedingt möglich.

Durch die Hypnotherapie mit 6 Phasen Hypnobalancing™ können die zugrunde liegenden Konflikte aufgelöst werden. Dazu werden zuerst die Ursachen ermittelt und durch das Lösen unbewusster Konflikte der Vergangenheit werden Wahrnehmung, Denken und Handeln in der Gegenwart verändert.

Einschränkende Konditionierung lässt sich in Trance mittels Hypnosetherapie und Hypnobalancing auflösen und neue förderliche Denkmuster fördern. 

Sie fokussieren sich mehr und mehr auf förderliche Aspekte auf das was Sie vermeidnen wollen. Die veränderte Fokussierung verbessert oft die Situation sehr wesentlich. Durch einfach erlernbare Techniken kann die persönliche Einflussnahme zusätzlich erweitert werden.

Klienten fühlen sich während des Prozesses sicher, da sie die entsprechende Begleitung und Unterstützung durch ihren Hypnosetherapeuten in einem als angenehm empfundenen Zustand erleben. Lernprozesse finden dadurch schneller und tiefer statt, prägen sich ein. 

Insbesondere die tiefe Trance bei Deep Hypnobalancing™ wirkt sich positiv auf die Selbstorganisationsfähigkeiten von Körper und Geist aus. Patienten berichten häufiger, dass sie sich insgesamt aufgeräumter und wohler fühlen.

Denken Sie bitte daran körperliche Ursachen durch einen Besuch beim Arzt zu klären und beachten Sie vor der Terminreservierung auch die Hinweise zu den Kontraindikationen für Hypnotherapie.

 

 

 

Therapiedauer

 

 

Die erste Therapiesitzung hat eine Dauer von meist 90 Minuten, Folgesitzungen können auch 60 Minuten lang sein. Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen ist so unterschiedlich, wie es die Persönlichkeiten und Erfahrungen der Klienten sind. Für die Behandlung sind im Durchschnitt 5 bis 8 Sitzungen erforderlich. Meist lässt sich das durch die Patienten nach der zweiten Sitzung einschätzen.

Für Klienten, die anreisen, besteht bei frühzeitiger Reservierung die Möglichkeit, an darauffolgenden Tagen jeweils 2 Sitzungen an einem Tag durchzuführen. Es gilt in einem telefonischen Gespräch vorab zu klären, ob das eine empfehlenswerte Option ist, da hierfür entsprechende Voraussetzungen erforderlich sind. Jegliche Quelle zusätzlichen Drucks ist im Interesse des Therapieerfolgs zu berücksichtigen und weitestgehend abzubauen.

 

 

 

Literatur

 

Bücher zum Thema Trichotillomanie:

  • Trichotillomanie
    von Astrid Krüger
  • The Hair-Pulling Problem: A Complete Guide to Trichotillomania
    von Fred Penzel

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Hypnotherapeut in Berlin mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

 

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Die Tätigkeit als Hypnosetherapeut (staatliche Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie nach dem HPG) grenzt sich grundlegend von der Tätigkeit eines Arztes ab. Es werden weder medizinische Diagnosen gestellt, Heilungsversprechen abgegeben oder Medikamente verabreicht. Eine gegebenenfalls erforderliche medizinische oder psychiatrische Intervention soll durch die hypnotherapeutische Arbeit keinesfalls ersetzt werden.

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