Was sind Störungen der Impulskontrolle (Impulskontrollstörungen)?
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Störungen der Impulskontrolle
Unter dem Begriff der „Impulskontrollstörung“ wird im Klassifikationssystem ICD-10 eine Gruppe unterschiedlicher Erkrankungsbilder beschrieben. Was hat es mit ihnen auf sich?
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Störungen der Impulskontrolle (Impulskontrollstörungen)
Gesunde Menschen haben die Fähigkeit, ihre Impulse beziehungsweise Triebe weitgehend zu kontrollieren. Für die meisten von uns ist es in der Regel eine Selbstverständlichkeit zu denken, bevor wir handeln. Für Menschen, die Probleme mit der Impulskontrolle haben, ist dies jedoch nicht so einfach.
Menschen mit einer Impulskontrollstörung können dem Drang nicht widerstehen, etwas zu tun, das für sie selbst oder andere schädlich ist. Zu den Impulskontrollstörungen gehören Alkohol- und Drogensucht, Essstörungen, zwanghaftes Glücksspiel, pädophile sexuelle Fantasien und Verhaltensweisen, die sich auf nicht-menschliche Objekte, Leid, Erniedrigung oder Kinder beziehen, zwanghaftes Haareraufen (Trichotillomanie), Stehlen (Kleptomanie), Feuer legen und intermittierende explosive Wutanfälle.
Einige dieser Störungen, wie beispielsweise die intermittierende explosive Störung, Kleptomanie, Pyromanie, zwanghaftes Spielen und Trichotillomanie, ähneln sich in Bezug auf den Zeitpunkt ihres Beginns und ihren Verlauf. Normalerweise empfinden die Betroffenen eine zunehmende Spannung oder Erregung, bevor sie die Handlung begehen, die die Störung charakterisiert. Während des Ausübens empfinden sie wahrscheinlich Vergnügen, Befriedigung oder Erleichterung. Danach kann die Person sich selbst die Schuld geben oder Bedauern oder Schuldgefühle empfinden.
Menschen mit diesen Störungen können die Handlungen planen oder auch nicht, aber die Handlungen erfüllen im Allgemeinen ihre unmittelbaren, bewussten Wünsche. Die meisten Menschen empfinden ihre Störungen jedoch als sehr belastend und haben das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren.
Wie unterscheiden sich Impulskontrollstörungen von ähnlichen Störungen?
Während andere Störungen Schwierigkeiten bei der Impulskontrolle beinhalten können, ist dies nicht ihr Hauptmerkmal. Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder in einem manischen Zustand einer bipolaren Störung haben zwar Schwierigkeiten, ihre Impulse zu kontrollieren, doch das ist nicht ihr Hauptproblem.
In einigen Darstellungen werden Impulskontrollstörungen als Untergruppen anderer Erkrankungen, wie beispielsweise Angststörungen oder Zwangsstörungen betrachtet. Das ist der Grund, weshalb ich mich mit diesem Thema und den Auswirkungen beschäftige.
Was verursacht Impulskontrollstörungen?
Was genau diese Störungen verursacht ist unklar. Wahrscheinlich spielen viele Aspekte eine Rolle, einschließlich physischer oder biologischer, psychologischer oder emotionaler und kultureller oder gesellschaftlicher Faktoren. Entsprechende Mediziner können Ihnen die physiologischen Zusammenhänge sicher ausführlicher beschreiben. Ich beziehe mich auf Quellen, die mir zur Verfügung gestanden haben, um mir ein Bild zu machen.
In Artikeln wird vermutet, dass bestimmte Gehirnstrukturen die Störung beeinflussen: das limbischen Systems, das mit Emotionen und Gedächtnisfunktionen verbunden ist, und Bereiche des Frontallappens, der Teil der Hirnrinde, der mit Planungsfunktionen und Impulskontrolle verbunden ist.
Es ist zu erfahren, dass sich Medikamente zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen auch bei der Behandlung von Impulskontrollstörungen bewährt haben, insbesondere Antidepressiva, die als Serotoninwiederaufnahmehemmer bekannt sind. Das legt nahe, dass der Neurotransmitter Serotonin bei diesen Störungen eine Rolle spielt.
Hormone, die mit Gewalt und Aggression in Verbindung gebracht werden, wie beispielsweise Testosteron, könnten ebenfalls eine Rolle spielen.
In wissenschaftlichen Beiträgen wird vermutet, dass Frauen zu weniger aggressiven Formen von Impulskontrollstörungen wie Kleptomanie oder Trichotillomanie und Männer zu gewalttätigeren und aggressiveren Formen wie Pyromanie und intermittierender explosiver Störung prädisponiert sein könnten.
Studien berichten über Zusammenhänge zwischen bestimmten Arten von Anfallsleiden und gewalttätigem, impulsivem Verhalten. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass Familienmitglieder von Menschen mit Impulskontrollstörungen eine höhere Rate an Sucht- und Stimmungsstörungen haben.
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Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Letzte Überarbeitung: 01. Juni 2026
K: CNA
Ü:
#A426
Englische Version: