5 Dinge, die Sie über Angst wissen sollten
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5 Dinge, die Sie über Angst wissen sollten
Ängste gehören zum Leben. Sie können uns schützen und sie können außer Kontrolle geraten. Es lohnt sich, die Zusammenhänge bei Angst zu verstehen.
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5 Dinge, die Sie über Angst wissen sollten
Es lohnt sich, die Zusammenhänge bei Angst zu verstehen. Angst ist eine Überlebensreaktion, die grundsätzlich eine wichtige Funktion hat. Der Umgang ist jedoch sehr unterschiedlich. Während es Menschen gibt, die es lieben, mit Ängsten zu spielen, meiden sie andere und übertreiben das. Menschen haben ein sehr unterschiedliches Angstempfinden. Haben Sie sich jemals gefragt, weshalb? Hier sind 5 Dinge, die Sie über Angst wissen sollten.
1. Angst ist körperlich
Angst wird im Kopf erlebt, doch sie löst eine starke Reaktion in unserem Körper aus. Sobald Sie Angst wahrnehmen, macht sich Ihr Mandelkern an die Arbeit. Der Mandelkern ist ein kleines Organ in der Mitte Ihres Gehirns. Es alarmiert Ihr Nervensystem, das die Angstreaktion Ihres Körpers in Gang setzt. Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet. Ihr Blutdruck und Ihre Herzfrequenz steigen an. Sie beginnen schneller zu atmen. Sogar Ihr Blutfluss verändert sich; das Blut fließt von Ihrem Herzen weg und in Ihre Gliedmaßen, was es Ihnen erleichtert, zu kämpfen oder um Ihr Leben zu rennen. Ihr Körper bereitet sich auf den Kampf oder die Flucht vor.
2. Angst kann die Gedanken vernebeln
Während einige Teile Ihres Gehirns auf Hochtouren laufen, schalten sich andere ab. Wenn die Amygdala Angst empfindet, wird die Großhirnrinde beeinträchtigt. Das ist der Bereich des Gehirns, der das Denken und die Urteilsfähigkeit steuert. Nun ist es schwierig, gute Entscheidungen zu treffen oder klar zu denken. Wahrnehmung, Denken und Handeln werden davon beeinflusst.
3. Angst kann zum Vergnügen werden
Angst kann zum Vergnügen werden. Deshalb springen manche Menschen aus Flugzeugen und von Hochhäusern oder lassen sich von anderen angstbesetzten, stressigen Momenten mitreißen.
Einige Menschen genießen die Gänsehaut. Der Nervenkitzel hört nicht unbedingt auf, wenn die Achterbahnfahrt oder der Horrorfilm zu Ende ist. Durch den Erregungsübertragungsprozess bleiben Körper und Gehirn auch dann noch erregt, wenn das gruselige Erlebnis vorbei ist.
Während einer inszenierten Angsterfahrung schüttet das Gehirn vermehrt Dopamin aus, das Freude auslöst. So wird Angst mit Freude verknüpft.
4. Angst oder Angststörung?
Wenn Sie sich nach einem Film, wie „Der weiße Hai“ ein wenig unwohl fühlen, wenn Sie im Meer schwimmen, geht es Ihnen wie vielen Kinobesuchern. Wenn Sie sich jedoch bei dem bloßen Gedanken an eine Abkühlung im Wasser erschreckt, traumatisiert und unfähig fühlen, zu funktionieren, haben Sie möglicherweise mehr als nur Angst.
Wo liegt der Unterschied zwischen normaler Angst und krankhafter Angst? Der Unterschied zwischen Angst und Angststörungen, wie Phobien, ist ganz einfach. Ängste sind nachvollziehbare Reaktionen auf Ereignisse oder Objekte. Eine Angst wird jedoch zu einer Angststörung, wenn sie Ihre Fähigkeit beeinträchtigt, zu funktionieren und eine gleichbleibende Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Wenn Sie anfangen, extreme Maßnahmen zu ergreifen, um Wasser, Spinnen, Schlangen oder Menschen zu meiden, haben Sie möglicherweise eine Phobie.
5. Angst schützt vor Risiken
Angst ist ein natürlicher Zustand, den wir alle erleben. Es ist wichtig, dass wir Angst erleben, denn sie schützt uns vor Risiken. Angst mahnt uns zur Vorsicht. Begründete Furcht setzt Energien frei, wir können entschlossener handeln. Die Muskeln spannen sich an, das Herz schlägt schneller und die relevanten Bereiche werden besser durchblutet. Die körperlichen Reaktionen halfen unseren Vorfahren beim Überleben. Alle Energie in Kampf oder Flucht zu investieren half zu überleben.
Ja, und?
Angst ist eine komplexe menschliche Emotion, die positiv und gesund sein kann, jedoch auch negative Folgen haben kann. Wenn eine Angststörung, wie eine Phobie, Ihr Leben auf unangemessene, negative und unangenehme Weise beeinträchtigt, sollten Sie mit jemandem sprechen, der Ihnen helfen kann.
Weitere Informationen
Sie finden in zahlreichen Beiträgen weitere Informationen zu Ängsten und Angststörungen. Vor allem dazu, was Sie tun können, um Einschränkungen zu lösen und ein erfüllendes Leben zu genießen.
Ergänzende Informationen
- Unterschiede zwischen Zwangsstörung, Panikstörung und Agoraphobie
- Panikstörung und Erwartungsangst
- Panikstörung
- Panikattacken
- Verbreitung von Angststörungen in Deutschland
- Um Ängste zu behandeln müssen wir die Ursachen kennen
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- Bücher zu Ängsten und Angststörungen
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Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Letzte Überarbeitung: 15. Dezember 2021
K: CNA
Ü:
#988
Englische Version:





