Was ist Depersonalisation, was ist Derealisation?
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Was ist Depersonalisation, was ist Derealisation?
Die beiden Begriffe Depersonalisation und Derealisation beschreiben das Erleben eines unangenehmen Entfremdungserlebens.
Depersonalisation ist eine veränderte Wahrnehmung sich selbst gegenüber, während einem bei Derealisation die Umwelt verändert scheint.
Anders als bei einer Psychose oder Schizophrenie wissen die Betroffenen, dass ihr Empfinden nicht real ist. Die Dauer dieser Zustände kann wenige Sekunden oder auch Jahre betragen, sie können episodisch oder chronisch auftreten.
Wenn bei einer Derealisation die Umwelt als unwirklich wahrgenommen wird, können Gegenstände kleiner oder größer, näher oder weiter entfernt, zweidimensional, verschoben oder surreal wahrgenommen werden. Manche Betroffene fühlen sich wie in Watte gepackt oder als befände sich die Umwelt hinter einer sehr dicken Glasscheibe oder Wolke.
Bei der Depersonalisation können einzelne Körperteile als zu klein oder zu groß, zu schwer oder zu leicht empfunden werden, oder man fühlt sich wie Augen ohne Körper, oder wie ferngesteuert. Einige Betroffene beschreiben auch eine eigenartige Gefühllosigkeit.
Auch Menschen ohne psychische Krankheit können hin und wieder abgeschwächte Formen von Derealisation und Depersonalisation erleben. Derealisation und Depersonalisation treten meist im Zusammenhang mit einer psychischen Krankheit auf. Deshalb gilt es in der Regel die zugrunde liegende Krankheit zu behandeln und nicht die Symptome an sich.
Insbesondere traumatisierte Menschen (Gewalt, Krieg, Unfall, Missbrauch) erleben häufiger Depersonalisationsgefühle, die überwiegend nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Andere Ursachen können PTSD (posttraumatische Belastungsstörung), Angststörungen, Stress, Drogenkonsum, Depressionen oder auch körperliche Krankheiten (z. B. Epilepsie) sein.
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Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Letzte Überarbeitung: 01. Juni 2026
K: CNA
Ü:
#A426
Englische Version: