Ambroise Auguste Liébeault

Ambroise Auguste Liébeault (1823 bis 1904) beendete 1850 sein Studium und arbeitete dann als Landarzt, in der Nähe von Nancy/Frankreich.
Nachdem er das Buch „Neurypnology“ von James Braid gelesen hatte machte er Erfahrungen im Einsatz von Hypnose.
Er nutzte Hypnose auch für organische Störungen.
Da in der damaligen Zeit die Gefahr bestand als Scharlatan bezeichnet zu werden verzichtete er bei Patienten, bei denen er Hypnose einsetzte, auf sein Honorar.

Bekannt wurde er durch ein Geschehnis im Jahre 1895.
Zu dieser Zeit behandelte Hippolyte Bernheim erfolglos einen Patienten gegen dessen Ischias-Schmerzen.
Der Patient ging zu Liébeault, ließ sich durch Hypnose behandeln und wurde schnell wieder gesund.

Als Professor am Medizinischen Institut von Nancy, wollte Bernheim ursprünglich Liébeault wegen Scharlatanerie zur Rechenschaft ziehen.
Er wurde jedoch von den Möglichkeiten der Hypnose derart begeistert, dass er begann mit Liébeault zusammenzuarbeiten.
Sie gründeten später gemeinsam die Hypnoseschule von Nancy.

Die Nancy-Schule ging davon aus, dass Hypnose ein psychologisches Phänomen und die Symptombeseitigung durch Hypnose harmlos ist.

1886 erschien sein erstes Buch mit dem Titel „Induced Sleep and Analogous tates considered mostly from the Viewpoint of Action of the Mind on the Body“.