Autogenes Training
Hypnosetherapie und Hypnobalancing™ - Spezialisierung auf Ängste und TraumataAutogenes Training
Autogenes Training ist eine sehr vereinfachte Form der Selbsthypnose. Sie ergänzt sich mit vielen Therapiemethoden und bei vielen Themen.
Überblick
Autogenes Training
Der Mediziner Johannes Heinrich Schultz lebte von 1884 bis 1970 und entwickelte zwischen 1908 und 1912 das Autogene Training (AT). Es wird auch als konzentrative Selbstentspannung bezeichnet. Schultz kombinierte Elemente aus der Selbsthypnose und dem indischen Raja-Yoga (Yoga der Beherrschung).
Mit diesem sehr vereinfachten Verfahren der Selbsthypnose werden seitdem gute Erfahrungen gemacht: Inzwischen ist diese Methode als Entspannungsverfahren anerkannt und weit verbreitet.
Stufen des Autogenen Trainings
Das Autogene Training wird in unterschiedliche Stufen eingeteilt.
Grundstufe des Autogenen Trainings
In der Grundstufe des Autogenen Trainings sind es Entspannungselemente, die mit sieben Übungen gefördert werden. Diese Übungen widmen sich nacheinander der Ruhe, Schwere und Wärme in den Armen und Beinen, der Regulierung des Pulses und der Atmung. Außerdem werden Wärme im Bauch (Sonnengeflecht) und Stirnkühlung durch Autosuggestion gefördert. Weil sich die Ergebnisse der Selbstsuggestionen anfangs mitunter erst nach und nach einstellen ist es hilfreich, zu Beginn einen Trainer zu haben.
Mittelstufe des Autogenen Trainings
Regelmäßiges Üben der Grundstufe ist die Voraussetzung für das Erlernen der Mittelstufe. Die Mittelstufe verbindet die Grundstufe mit der Oberstufe. Zuerst wird die Grundstufe durchgeführt, um einen Entspannungszustand zu erlangen. In der Mittelstufe werden dann sogenannte formelhafte Vorsätze verwendet.
Die formelhaften Vorsätze werden kurz und prägnant formuliert. Vorzugsweise geschieht dies anfangs mit der Hilfe eines Therapeuten. Diese Sätze werden als Botschaften an das Unbewusste gesandt. Die Formeln sollten immer ganz individuell, nicht negativ und in der Gegenwart formuliert sein.
Oberstufe des Autogenen Trainings
Die Beherrschung der Grund- und Mittelstufe ist Voraussetzungen für die Durchführung der Oberstufe. Die Grundstufe muss so automatisiert sein, dass sich der Übende spontan in einen Entspannungszustand begeben kann. Dann werden in der Oberstufe des Autogenen Trainings komplexere mentale Übungen für die Entwicklung und Heilung genutzt.
Einsatzbereiche des Autogenen Trainings
Das Autogene Training hilft ergänzend bei vielen Themen der Psychotherapie. Autogenes Training kann jeder erlernen. Schon allein durch das Beherrschen der Grundstufe kann der Alltag gelassener erlebt werden, es fällt leichter zur Ruhe zu kommen und ein allgemeines Wohlbefinden wird gefördert. In der Mittelstufe können persönliche Ziele verfolgt werden, wie beispielsweise Reduzierung von Ängsten, Konzentrationsstörungen. Die Oberstufe fördert Selbsterkenntnis, Problembewältigung und Persönlichkeitsbildung.
Autogenes Training gilt in Deutschland als eines der am häufigsten durchgeführten, anerkannten Entspannungsverfahren. Doch obwohl es viele Studien und Untersuchungen über die Wirksamkeit gibt, bleibt es meist nur beim oberflächlichen Kontakt mit der Grundstufe. Für viele Menschen, denen das Autogene Training sehr hilfreich sein könnte, sind Gruppenerfahrungen hinsichtlich Form und Anzahl nicht geeignet. Das ist sehr schade!
Kontraindikationen
Interessenten sollten vor der Anwendung unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten. Das Autogene Training sollte bei bestimmten Krankheiten wie Epilepsie, Herzerkrankungen und psychischen Erkrankungen nicht in jedem Fall angewendet werden.