Amnesie, Hypermnesie und deren Rollen in der Hypnosetherapie

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Überblick

 

 

 

 

Amnesie

 

Als Amnesie wird der fehlende Zugriff auf Erinnerungen bezeichnet.

 

 

 

Formen

 

Grundsätzlich lassen sich verschiedene Formen der Amnesie unterscheiden:

 

Im Gegensatz zur Alzheimer Erkrankung setzt die Amnesie plötzlich ein. Sie hält eine begrenzte Zeit oder auch lebenslang an. Von Betroffenen und auch ihrem Umfeld kann Amnesie als sehr bedrohlich erlebt werden, wenn wesentliche Erinnerungen betroffen sind. Ein Gedächtnisverlust kann allerdings auch entlastend wirken, wenn es um bedrohliche Ereignisse geht, die so im Moment nicht ertragen werden können.

Als Folge mancher Formen der Amnesie können sich Angststörungen oder Depressionen entwickeln.

Abhängig von der Form der Amnesie kann die Erinnerung oder ein Teil davon in Trance zurückgewonnen werden. Eine Amnesie kann auch gefördert werden, um beispielsweise unnötige Belastung zu vermeiden.

Für die Erzeugung oder Auflösung von Amnesie sollten gute Gründe vorliegen. Die Entscheidung setzt hohe Ansprüche an den Therapeuten.

In gewisser Weise ist das Gegenstück zur Amnesie die Hypermnesie.

Spontane umfangreichere Amnesie nach einer Hypnose ist eher selten. Häufiger sind sogenannte Partialamnesien, bei denen ein Klient den Eindruck hat, sich nur an ganz bestimmte Ausschnitte erinnern zu können und andere vergessen zu haben.

 

 

1. Retrograde Amnesie

 

Von retrograder Amnesie Betroffene können sich nicht mehr an einen Zeitraum vor einem bestimmten Ereignis wie beispielsweise einem Unfall erinnern. Das autobiographische Gedächtnis ist gestört. In gravierenden Fällen wissen Betroffene nicht mehr, wer sie sind.

 

 

 

2. Anterograde Amnesie

 

Von anterograder Amnesie Betroffene vergessen nach einem schädigenden Ereignis sehr schnell neue Ereignisse. Durch die anterograde Amnesie ist das Kurzzeitgedächtnis gestört.

 

 

 

3. Kongrade Amnesie

 

Von kongrader Amnesie Betroffene können sich lediglich an ein bestimmtes Ereignis nicht mehr erinnern.

 

 

 

4. Psychogene Amnesie

 

Von psychogener Amnesie Betroffene können sich nicht mehr an ein bestimmtes traumatisches Ereignis erinnern.

 

 

 

Hypermnesie

 

 

Beim Trancephänomen der Hypermnesie kommt es zu einer überdurchschnittlich gesteigerten Gedächtnisleistung. Dabei kann sich der Hypnotisierte an längst vergessene Ereignisse genauestens erinnern, während ihm dies im alltäglichen Wachzustand nicht möglich ist.

In gewisser Weise handelt es sich um das Gegenstück zur Hypermnesie, die Amnesie.

 

 

 

Ergänzende Artikel

 

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Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Letzte Überarbeitung: 01. Juni 2026
K: CNA
Ü:
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Englische Version: