Können Misshandlungen in der Kindheit zu Panikattacken führen?
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Einfluss von Misshandlungen auf Panikattacken
Können Misshandlungen in der Kindheit zu Panikattacken führen?
Überblick
Einfluss von Misshandlungen auf Panikattacken
Die Frage höre ich häufiger von Betroffenen: „Ich wurde als Kind missbraucht. Ist das der Grund, weshalb ich jetzt als Erwachsener Panikattacken habe?“.
Mögliche Auswirkungen traumatischer Erlebnisse
Es spricht einiges dafür, das jede Art von früh im Leben erlittenen traumatischen Erlebnissen zur Entwicklung einer Panikstörung beitragen kann. Misshandlungen können vielerlei Formen haben und nicht nur äußerlich erkennbare körperliche Folgen seelische Narbe hinterlassen.
Trauma und Körperchemie
Ein Trauma verursacht eine übermäßige Stimulation der Hirnzentren, die für die Produktion von Adrenalin und Serotonin zuständig sind. Das beeinflusst so die Chemie des Gehirns. In Momenten mit Todesangst schüttet der menschliche Körper Mengen von Cortisol und Adrenalin aus. Es sollen dadurch die Überlebenschancen vergrößert werden, indem der Organismus auf Kampf oder Flucht einstellt wird.
Besonders intensiv wirkt das Stresshormon auf den Hippocampus. Dieser Bereich des Gehirns ist dafür zuständig, Erlebtes vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu übertragen. So als hätte sich ein Foto eingebrannt bleibt das Erlebte deshalb anschließend im biografischen Gedächtnis präsent. Genauer kann Ihnen das vermutlich ein Neurologe erklären.
Belastung
Traumatische Erlebnisse, wie Kindheitsmisshandlungen und ihre seelischen Folgen, mit sich herumzutragen und möglichst noch zu verbergen kostet eine Menge Kraft und Lebensqualität. Ein ständig erhöhter Alarmzustand und Ängstlichkeit belasten das Nervensystem und können zu einer Panikattacke und anderen unangenehmen Folgen führen. Daher ist in solchen Fällen die möglichst frühzeitige psychotherapeutische Auflösung von Traumata so wichtig und lohnenswert.
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Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Letzte Überarbeitung: 01. Juni 2026
K: CNA
Ü:
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Englische Version: