Paruresis - Schüchterne Blase

Hypnotherapie und Hypnobalancing™ - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen
Praxis für Hypnotherapie in Berlin - Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

Unerwartet viele Menschen haben panische Angst vor öffentlichen Toiletten. Dabei geht es ihnen nicht um den Ekel in der Umgebung, sondern um die Anwesenheit anderer Menschen. Paruresis, auch schüchterne Blase (auf Englisch Shy bladder Syndrome) genannt, ist eine Angststörung mit häufig recht hohem Leidensdruck. Wobei es große Abstufungen gibt. Viele Betroffene sind im Beisein anderer Menschen vollkommen unfähig in fremder Umgebung zu urinieren, anderen ist es „nur“ unangenehm. Im Extremfall versuchen Paruretiker so wenig wie möglich zu trinken und gehen kaum noch aus dem Haus. Sie verzichten auf soziale Kontakte und isolieren sich zunehmend, was sich auf Berufs- und Privatleben auswirkt. Eine Steigerung bis in eine Depression ist möglich.

 

 

Meist sind Männer betroffen

 

Paruresis scheint bei Männern deutlich häufiger vorzukommen als bei Frauen. Zumindest in die Praxis kommen mit diesem Thema überwiegend Männer. Das dürfte auch an der freizügigeren Gestaltung von Herrentoiletten liegen, bei der Männer nebeneinander im Stehen urinieren.

Bei vielen Klienten mit Paruresis sind weitere Probleme zu lösen. Oft ist eine soziale Phobie erkennbar, eine Depression und leider auch Alkoholmissbrauch. Umso wichtiger ist eine umgehende Auflösung. Doch viele Betroffene warten, trotz des oft sehr großen Leidensdrucks, sehr lange damit sich Hilfe zu suchen.

 

 

Ursprung

 

Es beginnt oft schon in der Pubertät im Zusammenhang mit einem traumatischen oder Scham auslösenden Erlebnis auf einer öffentlichen Toilette. Die Angst, beim Urinieren von anderen gesehen oder gehört zu werden, setzt Paruretiker zunehmend unter Stress. Das verursacht Stress und dieser Stress wiederum aktiviert das sympathische Nervensystem, wodurch sich die Blasenmuskulatur zusammenzieht und den Harnfluss blockiert. Betroffene verkrampfen oft schon beim Gedanken an eine solche Situation und die Erwartung, sich auf öffentlichen Toiletten nicht erleichtern zu können, wird bestätigt.

 

 

Mechanismen

 

Die Blase ist ein Muskel, der unten durch einen inneren und einen äußeren Schließmuskel verschlossen ist. Beeinflusst werden diese Muskeln in erster Linien durch das autonome Nervensystem. Nur sehr bedingt ist eine willentliche Steuerung der Blasenfunktion möglich. Während die Blase speichert ist sie selbst entspannt, die beiden Schließmuskeln sind jedoch angespannt und verschlossen. Zuständig dafür ist der Sympathikus. Für die Entleerung der Blase ist dann der Parasympathikus zu aktivieren. Er sorgt dafür, dass der Blasenmuskel sich zusammenzieht und die beiden Schließmuskeln sich öffnen. Doch Angst und Stress führen stattdessen zu einer Aktivierung des Sympathikus. Folge: Selbst bei einer prall gefüllten Blase bleiben die Schließmuskeln geschlossen und können mit willentlicher Anstrengung nicht mehr so leicht geöffnet werden.

 

 

Vermeidungsverhalten

 

Wenn Betroffene dann beginnen solche Orte zu meiden, verhindert das gegenteilige positive Erfahrungen, die die Angst lindern könnten. Irgendwann genügt dann schon allein die Vorstellung vom Versagen beim Toilettengang, um eine starke psychische und körperliche Angstreaktion auszulösen. Betroffene beobachten sich selbst meist sehr verbissen und erhöhen so den psychischen Druck. Der Kreislauf hält sich selbst aufrecht! Treffen mit Freunden, Partys oder Barbesuche sind irgendwann gar nicht mehr möglich, ebenso Urlaubsreisen. Die Arbeitsstelle wird möglichst nahe der eigenen Wohnung gewählt, um dorthin ausweichen zu können. Das Vermeidungsverhalten erschwert das Leben auf eine Weise, die sich von nicht betroffenen Menschen schwer nachvollziehen lässt.

 

 

Hilfe bei Paruesis

 

Dieser Teufelskreis aus Erwartungsangst, Katastrophengedanken und körperlichen Angstsymptomen kann mittels geeigneter psychotherapeutischer Hilfestellung durchbrochen werden. Behandlungsbedürftig ist eine Paruresis, wenn sich Betroffene dadurch beeinträchtigt fühlen. Selbst dann, wenn es sich um eine milde Form handelt.

Weitere Informationen zur Psychotherapie bei Paruresis.

 

 

 

Logo-Hypnobalancing-Berlin

NOACK Praxis für Angsttherapie Berlin
Psychotherapie bei Ängsten und Angststörungen
Budapester Straße 39
10787 Berlin

Tel. 030 - 863 865 62
mail@hypnobalancing.de

www.noack-hypnose.de

 

Hypnotherapeut in Berlin mit Spezialisierung auf Ängste und Angststörungen

 

Sicherheitshalber: Diese Seiten informieren Sie, wenn Sie an einer Hypnotherapie bzw. Psychotherapie bei mir interessiert sind. Die Informationen ersetzen weder eine Psychotherapie bzw. persönliche Beratung noch die Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.