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Viele
Menschen verwechseln Verzeihen und Gutheißen miteinander. Daher fällt es
vielen schwer zu verzeihen. Verzeihen hat jedoch nicht zwangsläufig
die Bedeutung, dass dadurch etwas automatisch als gut und richtig
angesehen wird.
Verzeihen
dient in erster Linie dem eigenen Frieden, denn Hass, Ärger und
Kränkungsgefühle wirken sich auf Dauer schädlich auf das Wohlbefinden
und die eigene Gesundheit aus. Massiver Ärger kann zu Schlafstörungen,
Herz- Kreislauf- oder Magen-Darm-Problemen führen und die Abwehrkräfte
nehmen ebenso ab wie die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Wer zu
viel Ballast mit sich herum trägt wird leicht verbittert, gereizt und
findet weniger Erfüllung in sozialen Kontakten.
Anderen
Menschen zu verzeihen hilft aus den Ereignissen zu lernen und
Ärger abzulegen.
Dabei ist es
genauso wichtig auch sich selbst verzeihen zu können. Negative Gefühle
uns selbst gegenüber haben eine ebensolche, wenn nicht noch intensivere,
Wirkung.
Die eigenen
Glaubenssätze führen oft dazu das Verzeihen, sowohl anderen Menschen als
auch sich selbst, kaum als Option akzeptiert wird. Ist
beispielsweise die Überzeugung vorhanden, dass es vermutlich wieder geschehen würde,
wenn ein Verzeihen auch nur in Betracht gezogen würde, dann sorgt dies
für weitere Verhärtung. Doch gerade das Verzeihen erleichtert, bringt wieder mehr
Beweglichkeit und zusätzliche Wahlfreiheit, womit die
Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung reduziert wird.
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